6. "Das Phantom der U-Bahn" von Wolfgang Hohlbein
Sondern auch einen gewissen Inspektor, der sie anscheinend sehr gut kennt. Was dem guten Coco, der scharz ist und gerade einen Joint raucht, gar nicht gefällt. Er macht sich vom Acker, kommt aber nicht raus. Und so schleppt er das Mädchen gegen ihren Willen einige Etagen tiefer, auf eine Ebene, auf der sich nicht einmal mehr U-Bahnen bewegen, weit unter den eigentlichen Tunneln der U-Bahn. In diesen ist bereits Stone mit seinem Kollegen unterwegs. In den Gängen sind die Mitglieder eines Bautrupps spurlos verschwunden. Und die beiden wollen sie suchen, zusammen mit vielen anderen, die unter Führung von Card in der U-Bahn sind. Aber sein Kollege stirbt, als sie einem merkwürdigen Wesen begegnen, das sich später als Ghoul erweist. Dieser normalerweise Aas fressende Unterweltbewohner, verfolgt ihn, macht ihm aber klar, daß er nicht sterben muß. Oder irgend etwas in ihm drin. Und tatsächlich, das Monster will nichts von ihm. Dafür wird aber sein Ich ausgelöscht. Und Hillary und Coco kommen auch wieder aus dem Untergrund, aber alle, die dort unten waren, können sich an nichts erinnern und benehmen sich reichlich merkwürdig. Bis ein Schatten durch das nächtliche London streicht und die Menschen abholt, um sie wieder in den Untergrund zu führen. Und als Hillary verschwindet, schickt ihr Vater zusammen mit Card nach Raven. Sir Anthony ist Raven aus Band 4 bekannt, als er so unvermutet im Irak gestrandet war. Er war dort Botschafter und hat ihnen nach Hause geholfen. Er weiß, daß Raven und Card bei übersinnlichen Dingen helfen können. Und deshalb besuchen sie den Detektiv zusammen. Der allerdings andere Probleme hat. Zum einen das übliche – kein Geld und den Gerichtsvollzieher ständig im Nacken. Zum anderen wurde er gerade von zwei Profis verhauen, die nicht damit einverstanden waren, daß ihr Chef von ihm observiert wird. Er macht ihnen zwar klar, daß er eigentlich hinter der Freundin des Chefs her ist, weil ihr Mann wissen will, was sie so treibt und verspricht im gleichen Atemzug, den Auftrag zurückzugeben. Aber sie verpassen ihm noch einen Denkzettel, der äußerst schmerzhaft ist. Trotzdem hilft er natürlich Sir Anthony und Card, als das junge Mädchen einfach verschwindet. Sie durchsuchen ihr Zimmer und Raven findet einen Stein, der eine merkwürdig magische Ausstrahlung hat. Er bleibt der einzige Anhaltspunkt. Abgesehen von einem vermeintlichen U-Bahn Unglück, in dessen Verlauf zwei voll besetzte Bahnen einen Unfall auf einem Nebengleis hatten und alle Insassen, soweit sie nicht verletzt oder tot waren, verschwunden sind. Raven und Card dringen in die U-Bahn ein und entdecken, da das Nebengleis nicht an einer Wand endet. An einer Wand schon, aber die ist nicht stabil, zumindest wenn man einen magischen Stein in der Hand hält. Sie marschieren händchenhaltend durch die Wand hindurch, weil nur der persönliche Kontakt es beiden ermöglicht, die Wand als nicht existent zu begreifen. Zwei der Ganoven von Mr Gelders sind ihnen gefolgt. Dieser ist nämlich ein ziemlich wichtiger Drogenboss und Coco ein ziemlich unwichtiger Dealer von ihm. Und da er verschwunden ist und einen toten hinterlassen hat, wollen sie doch wissen, was wirklich passiert ist. Sie folgen den beiden, aber scheitern natürlich an der Wand. Da sie aber den Plan des Netzes quasi im Kopf haben, finden sie einen Weg drumherum. Und Raven steht plötzlich in einer gewaltigen Halle. In der sich alle verschwundenen befinden. Und darüber hinaus ein gewisser Mr. Stone, der sie hergeführt hat, als er zusammen mit einigen untoten auf sie gelauert hat. Er erweist sich als nicht mehr so richtig menschlich. In Wahrheit ist er nun ein Thul Saduun. Und natürlich wollen diese Dämonen die Macht auf der Erde wieder zurückerhalten. Anscheinend waren es Magier eines Landes namens Maronar, die sie von der Erde fernhalten konnten. Der Thul Saduun ist wütend auf die Magier, aber nun, Milliarden von Jahren später, wollen sie wieder nach der Erde greifen. Und so versuchen sie, mit Hilfe der gekidnappten Passagiere ein Tor zu öffnen. Und die zwölf Personen, zu denen auch Hillary und Coco gehören, erweisen sich als Bezugspunkte für die erwarteten Wesen aus der Fremde. Raven kann es im letzten Augenblick verhindern, aber er hat eine Menge Glück. Er erkennt, daß Hillary etwas wichtiges fehlt um sich mit dem Wesen zu verbinden, das in es eindringen will. Und das, was fehlt, hat er in seinem Besitz. Er will den Stein zerstören, schafft es aber auch mit Waffengewalt nicht, weil der Thul Saduun dafür sorgt, daß er nicht schießen und vor allem nicht treffen kann. Der Ghoul stürzt sich auf ihn, wird aber von der Kugel in seiner Brust zumindest kurzfristig aufgehalten. Und als die beiden Gangster von Mr Gelders auftauchen und ebenfalls auf dieses Monster schießen, stürzt es sich auf sie. Mittlerweile fühlt sich Stone nicht mehr wohl in der Feuersäule, die ihn plötzlich tatsächlich zu verbrennen scheint. Er verlässt sich und verfolgt Raven, der aber nichts anders zu tun hat, als ihn mit dem Stein wieder mitten in die Säule zu locken. Er zerstört den Stein und das Feuer verbrennt das Monster. Kurze Zeit später fällt der Bann von all den Menschen ab und die Gefahr ist abgewendet, aber nur scheinbar. Zumindest Maronar und die Magier werden uns wohl noch eine Weile begleiten. FazitDas ist schon wesentlich spannender. Die Geschichte der Thul Saduun und der Magier von Maronar ist so interessant, daß sie von K.U. Burgdorf aufgegriffen und weiter verarbeitet wurde. Aber irgendwie ist es natürlich auch wichtig, daß sich eine solche Serie weiterentwickelt und die Thul Saduun und die Magier geben eine wesentlich interessantere Perspektive, als die dreizehn Schattenreiter, die lange genug mitgereist sind. Und auch die Geschichte um Merlin war lange nicht so interessant. Burgdorf wird die Geschichte um Maronar und den Geisterdetektiv Raven weiterführen. |
Raven
1. Schattenreiter |

Hillary ist die Tochter eines englischen Diplomaten und so kann ihre Mutter nicht verstehen, daß sie sich in die U-Bahn begeben will, um dort ihren Freund zu treffen. Dieser ist ihr ohnehin suspekt. Wer heißt schon Coco? Ihr Chauffeur kann sich eine solche Figur tatsächlich vorstellen, schweigt aber lieber. Trotz Regen geht Hillary schließlich, sehr gegen den Willen ihrer Mutter, in die U-Bahn und trifft dort nicht nur Coco.