3. "Die Rache der Schattenreiter" von Wolfgang Hohlbein
Einstmals waren sie dreizehn, machen sie ihm klar, und sie müssen auch dreizehn sein und bleiben, damit sie ihre Macht behalten. Deshalb wollen sie nun zwei Dinge tun, einen dreizehnten Reiter finden und sich außerdem an dem Menschen rächen, der es gewagt hat, sich gegen sie zu stellen. Charbadan läßt sich überreden. Er war immer der Meinung, daß die moderne Art der Kriegsführung ehrlos ist und wieder mit einem Säbel kämpfen zu können, wie es seine Vorfahren getan haben, erscheint ihm durchaus verlockend. Im Zweikampf gegen einen der Schatten, kann er beweisen, was er kann. Er wehrt sich tapfer, am Schluß verliert er aber den Kampf und wird getötet. Sein Körper bleibt liegen, aber sein Geist verschmilzt mit einem schattenhaften Reittier. Er reist nun mit den Schattenreitern nach London. Auf der Isle of Man machen Raven und seine Freundin gerade Urlaub. Janice würde gerne noch länger bleiben, aber er will und kann nicht. Einerseits liefen die Geschäfte - wie eigentlich immer - in letzer Zeit nicht gerade besonders toll. In London wartet zwar ein leerer Schreibtisch, aber immerhin bestand ja die Chance, daß der große Auftrag doch noch kommen würde. Andererseits hatte er Angst. Er fühlte, daß etwas passieren würde. Und deshalb wollte er nach London zurück, auf ein Terrain, das er kannte. Janice ist nicht sehr begeistert, gibt aber nach. Auf einem Boot sehen Frank und seine Freundin eine merkwürdige Erscheinung. Ihre Yacht im englischen Kanal, treibt dahin und das Meer ist vollkommen ruhig, beunruhigend friedlich, wie Frank findet. Die Reiter, die mitten über das Wasser zu galoppieren scheinen, erschrecken ihn zunächst allerdings trotzdem nicht. Er startet die Motoren, kommt den Wesen auch beunruhigend schnell näher und merkt dann, daß sie nun ihm entgegenkommen. Zum ersten Mal kriegt er es mit der Angst zu tun, schickt seine Freundin unter Deck. Die Reiter sind heran, holen das dahinrasende Boot mühelos ein. Einer der Reiter stößt ihn von dem Steuer zurück. "Nun kannst Du beweisen, daß du auf unserer Seite stehst", versteht er noch, dann wird ihm der Kopf abgeschlagen. Raven und Janice besuchen am letzten Abend ihrer Reise eine todlangweilige Party, auf der Raven zu viel trinkt. Als sie nach Hause gehen, kann er kaum noch laufen, deshalb übernimmt Janice das Ruder. Mitten auf dem Rückweg, bleibt sie plötzlich stehen und konfrontiert ihn damit, daß sie selbst nun ebenfalls arbeiten gehen will, um die ausstehenden Rechnungen überhaupt noch bezahlen zu können. Er reagiert heftig darauf und macht ihr klar, daß er es niemals akzeptieren würde, sich von einer Frau aushalten zu lassen. Sie ist enttäuscht und wütend und rennt aus dem Auto mitten in die Nacht hinaus, mitten in einem Wald, der mehr einem Dschungel gleicht. Obwohl Raven immer noch betrunken ist, folgt er ihr, wird langsam in der Kälte und dem unheimlichen Wald nüchtern. Schließlich findet er sie, aber das Auto finden sie nicht wieder. Sie machen sich zu Fuß auf den Weg. Das Auto der beiden würde gestohlen, von einem Inselbewohner, der die Handtasche von Janice ausräumen wollte. Als er mit dem Mietwagen noch eine Spritztour machen wollte, merkt er plötzlich, daß da was nicht stimmt. Schatten tauchen überall auf und wie aus dem Nichts kommt ein Krummsäbel auf ihn zu, der mitten durch seine Brust fährt. Auf dem Meer entdecken zwei andere Seefahrer mittlerweile ein Schiff. Es ist im Weg und sie können gerade noch ausweichen. Als sie das Schiff entern, entdecken sie eine Blutspur, die unter Deck führt. Bis hin zu einem vollkommen verstörten Mädchen, das den Kopf eines Mannes in Händen hält. Raven und Janice wollen abreisen, bezahlen dem Autoverleiher mehr, als nötig, weil sie das Auto nicht mehr haben. Bevor sie allerdings verschwinden können, werden sie von der lokalen Polizei verhaftet. Zwei Tote in einer Nacht, die ersten Toten überhaupt auf der Insel und dazu noch ein Auto, in dem sich die Visitenkarte einer gewissen Detektei findet, das ist ausreichend, um die beiden zu verhaften. Als Janice nicht mehr weiter verhört werden will, lassen sie sie nach Hause fahren. Raven bleibt noch etwas länger und bittet darum, Inspektor Card vom Yard anzurufen, der ihnen alles über die Schattenreiter näher erklären kann. Aber der Inspektor ist nicht erreichbar. Als der Polizist Raven nach Hause bringen will und natürlich noch ein paar - durchaus nicht unfreundliche - Fragen an ihn hat, begegnen ihnen sechs der Reiter. Raven ist sofort klar, was das bedeutet. Die Reiter greifen an, was mit dem Tod des Inspektors endet und einem Raven, der einem der Reiter das Schwert entwinden kann und zwei von ihnen verwundet. Aber die anderen bringen ihn in Bedrängnis. Als plötzlich ein Lastwagen auftaucht, ändert sich die Situation. Die beiden Reiter kümmern sich nicht um das Gefährt und wundern sich nicht schlecht, als sie plötzlich von dem LKW überfahren werden. Beide Reittiere und ihre Schattenreiter sind zerschmettert. Anscheinend sind sie plötzlich körperlich geworden! Raven lotst den LKW-Fahrer auf die andere Seite der Insel, wo sich die Pension befindet, in der seine Freundin wartet. Daß nur sechs der eigentlich dreizehn Reiter da waren, macht ihm klar, daß sie wohl in Schwierigkeiten ist. Tatsächlich soll Charbadan mit ihrem Opfer endgültig den Bund besiegeln, aber er will nicht. Sein Gewissen regt sich, und er weigert sich. Der Bund der dreizehn zerfällt und die Reiter werden allesamt körperlos. Als sie die Frau aus Rache töten wollen, mischt sich das Gesicht eines alten Mannes ein, der eine Art weiser Ratgeber zu sein scheint. Er weist darauf hin, daß sie eine wunderbare Geisel abgeben würde. Und läßt sie mit in sein Reich entführen. Raven schlägt sich mit dem Schwert mit einem der Reiter und als alle miteinander verschwinden, bleibt ihm keine andere Wahl, wenn er Janice retten will. Er springt hinter den Reitern her durch ein Tor, das gerade am verlöschen ist und landet so in ihrer Welt ... FazitJa, und damit läßt uns Wolfgang hängen, bis zur nächsten Folge, in der sich Raven den Schattenreitern stellen muß um seine Freundin zu befreien. Woher er weiß, daß sie dreizehn und nicht nur sechs sind, wird irgendwie nicht so richtig klar, aber vielleicht wird es ja irgendwo erwähnt. Der Roman ist jedenfalls genauso flüssig geschrieben und man hat mit dieser Nummer irgendwie den Eindruck, daß sich die Reihe damals im Gespensterkrimi irgendwie etabliert hat. Ein Spannungsbogen, der sich über zwei Romane erstreckt, war in den ersten beiden Romanen nicht zu finden. Was die Schattenreiter mit Raven vorhaben, wird der nächste Band zeigen. Die Reihe entpuppt sich wirklich als Highlight. |
Raven
1. Schattenreiter |

Der Tod des Schattenreiters hat die anderen Mitglieder seiner Gruppe aufgeweckt. In einer einsamen Nacht in der irakischen Wüste brechen sie aus ihrem Versteck in einem Berg aus und stellen sich einer Gruppe von Soldaten, die gegen die Macht von zwölf Reitern nicht die geringste Chance haben. Charbadan ist der einzige überlebende, er wird von den Reitern nun in ein Gespräch verwickelt. Scheinbar furchtlos, stellt er sich den zwölf Reitern.