6. Uwe Anton: Die Schöpfungs-Maschine
Nach der Umstellung, wird sofort zum Angriff geblasen. Fort Kanton ist das erste Opfer dieser finalen Attacke, die Altera vernichten soll und die Laren endgültig zu den Herren in Ambriador machen soll. Admiral Wokong, der alteranische Befehlshaber der Verteidigungsflotte, gibt den Stützpunkt auf und flieht entgegen dem Befehl seines Herrn Laertes Michou, weil er den Sinn dieser Opfer nicht erkennen kann. Zum Dank wird er im Festwerk der Legion Alter-X eingesperrt. Kat-Greer, der neue Erste Hetran der Laren, sammelt eine Flotte bestehend aus 5000 Troventaaren und will mit ihnen einen Eroberungsfeldzug starten. Er weiß, dass die Posbis zwischenzeitlich auf der Seite der Laren stehen, aber er will die Menschheit nicht vernichten. Viel wichtiger sind ihm die Menschen als willfährige Sklaven, er hofft, dass dies möglich ist. Mit Fort Blossom fängt er den Krieg an. Er lässt den Administrator Goberto Ho vor laufenden Kameras erschießen, um ein Exempel zu statuieren. Dann macht er sich mit seiner Flotte auf den Weg nach Altera, um dieses Kapitel endgültig zu beenden. Die Offiziere der Legion Alter-X erkennen, dass der Weg von Laertes Michou direkt in den Untergang führt. Sie wollen deswegen Anton Ismael aus seinem künstlichen Koma wieder aufwecken. Sie befreien außerdem Admiral Wokong, um ihn als neuen obersten Befehlshaber der Flotte einzusetzen. Am 5. Juni erscheint die Flotte der Laren im Alter-System. Kat Greer fordert die Kapitulation, die von Michou prompt verweigert wird. Eine Raumschlacht entbrennt, die auf beiden Seiten für ungeheure Verluste sorgt. Währenddessen erreicht Perry Rhodan zusammen mit seinen Begleitern und den 69 Keloskern TRAGDTDORON. Mit Hilfe der 37. Artefakt-Komponente, dockt die TRAGDTDORON-Fähre an und Perry Rhodan durchquert das Modul. Dabei wird er geprüft, seine Ritter-Aura wird allerdings nicht in Zweifel gezogen. An Bord des Gebildes, wird er bereits erwartet, und zwar von dem Kommandanten TRAGDTDORONs. Vhatom Q'Arabindon ist der Steuermann dieses Gefährts, das im Dienste der Kosmokraten seit langer Zeit den Kosmos durchstreifte, um dort Leben zu bringen. Insofern erfüllt er die Aufgabe eines Sporenschiffes. Zumindest so lange, bis er von den Kosmokraten quasi aus dem Verkehr gezogen wird. Anstatt das Schiff zu vernichten, wie gefordert, lässt er es lediglich aus dem Überraum fallen und leitet die Dislozierung ein. Seither liegt es in der Galaxis Ambriador und ist für die Veränderungen der hyperphysikalischen Gegebenheiten dort verantwortlich. Die Kelosker wollen das aber nicht akzeptieren. Sie machen sich daran, das Schiff zu retten. Vhatom Q'Arabindon will das aber nicht, denn es würde den Anweisungen der Kosmokraten widersprechen. Er befindet sich insofern nun in einem Zwiespalt, denn einerseits handelt er eindeutig gegen den Befehl der Kosmokraten, wenn er die Kelosker gewähren lässt, andererseits ist aber Rhodan selbst ja ein mit Ritteraura versehender Gesandter der Kosmokraten. Um diesem Zweispalt zu entfliehen, lenkt er TRAGDTDORON in die Sonne und leitet seine eigene Abschaltung ein. Das würde seinen biologischen Anteil vernichten und ihm den Tod bringen. Gleichzeitig spielt er Rhodan einen Speicherchip zu, der seine Lebensgeschichte enthält. Lediglich der Posbi Nano Aluminiumgärtner kann das eventuell noch verhindern, der findet das Wesen, das im Körper eines vollkommenen Roboters steckt, einfach nur wunderbar und würde insofern alles für ihn tun. Mit Hilfe der Kelosker, kann das Wesen gerettet werden. Q'Arabindon erweist sich als Plasma-Psyche, ein Bewusstsein, gefangen in einer faustgroßen Kugel. Immer wieder sieht er ein riesiges Feuerrad, das es zu durchschreiten gilt. Dies stellt, wie er später feststellt, einen Hinweis auf sein früheres Leben dar. Vhatom gehört dem kybernetischen Händler To'Grur'Prigt. Dessen Handelsgebiet ist die Galaxis Erranternohre. Im letzten Augenblick kann der Händler die Plasma-Psyche verkaufen, die ihm bisher nicht sonderlich viel Glück gebracht hat. Ausgerechnet Cairol, Roboter im Dienste der Kosmokraten, ist sein neuer Herr. Eingelagert und in virtuelle Welten verbannt, wird die Plasma-Psyche ausgebildet für eine Aufgabe, die er noch nicht überschauen kann. Aber schließlich wird er von dem Kosmokratenroboter zum Nachfolger Raul Gonducs ernannt. Der alternde Steuermann soll ihn einarbeiten, aber er versucht immer nur, gegen seinen Nachfolger zu arbeiten. Gonduc weiß genauso wenig, wie Vhatom, woher er eigentlich kommt. Erst später findet Vhatom heraus, dass er ein Forscher der Kaiserin von Therm ist. Vhatom wird erst nach Gonducs Tod klar, dass dieser ihn nur bekämpfte, weil das Ende von Vhatoms Ausbildung mit seinem Tod gleichzusetzen war. Die Plasma-Psyche erfüllt ihren Auftrag und erzeugt dort Leben, wo die Kosmokraten das wollen. Bis er in das Reich der Kaiserin von Therm kommt. Er rettet einen Forscher der Kaiserin aus Raumnot und erfährt so von ihrer Existenz. Bei Drackrioch, dem Zentralplaneten der Kaiserin, die sich im Krieg mit BARDIOC befindet, schließt er einen Pakt mit dieser. Er soll mit seinem Schiff auf Blosth, der alten Heimat der Soberer, aus der die Kaiserin entstanden ist, neues Leben erzeugen. Im Gegenzug will sie allen Forschern den Auftrag erteilen, nach Hinweisen auf Vhatoms Herkunft zu suchen. Vhatom ist einverstanden, aber Cairol hat da andere Ansichten. Er stoppt den ungehorsamen Steuermann und macht ihm klar, dass er ab sofort nur noch buchstabengetreu den Anweisungen der Kosmokraten zu folgen hat. Die Superintelligenz ist den Kosmokraten eher suspekt, deswegen wollen sie nicht, dass ihr geholfen wird. Gehorsam nimmt er seine Arbeit wieder auf. Schließlich findet er selbst den Hinweis auf seine Herkunft. Eine Galaxie, deren Zentrum einem riesigen Feuerrad gleicht, ist sein Ziel nach vielen weiteren Jahren. Sie erinnert ihn an seine Träume. Er trifft dort auf ein Wesen namens Rhetaa N'elbione. Sie kennt Vhatom und erzählt ihm die Geschichte seiner Herkunft, aber er hat keinerlei Erinnerung daran. Tragischerweise bezeichnet sie sich als seine einstige Geliebte, die nur wegen ihm ihre Körperlichkeit aufgab. Aber er kann sich nicht an sie erinnern und ist von seiner neuen Aufgabe so angetan, dass er von diesen alten Zeiten nichts mehr wissen will. Traurig bleibt sie zurück. Jahrtausende später erscheint Cairol erneut. Er verkündet, dass die Pläne der Kosmokraten sich geändert hätten. TRAGDTDORONS Dienste seien nicht mehr erwünscht, er solle das Schiff vernichten und seine Tätigkeit einstellen. Vhatom bringt es aber nicht über sich, sein Leben endgültig zu vernichten und so flieht er sich, während das Schiff mit der eingeleiteten Dislokation beginnt, in die virtuellen Welten, aus denen ihn später Perry Rhodan und die Kelosker befreien. Vhatom stoppt den Sturz in die Sonne in letzter Minute. Seinen Tod kann Nano Aluminiumgärtner, mit Hilfe von Crykom, aber verhindern, indem er die Psyche aus dem Roboterkörper entfernt und sie erwärmt. Wenn sie erkaltet, würde sie nämlich sterben. Die Störungen, die TRAGDTDORON in Ambriador verursacht hat, nehmen langsam ab, nachdem das Schiff wieder repariert ist. Es wird aber noch Jahrhunderte dauern, bis sie ganz zum erliegen gekommen ist. Auf Perry Rhodans bitte hin, fliegt Crykom das Schiff nach Altera, allerdings mit einem Zwischenstopp auf der Achtzigsonnenwelt. Tausende von Fragmentraumern erscheinen im System Alter, als die Flotten der Laren und Alteraner sich ineinander verbissen haben. Die Laren rechnen mit dem endgültigen Sieg, Kat-Greer befiehlt den Angriff und will die Flotte der Menschheit endgültig vernichten. Aber er freut sich zu früh. Die Kelosker haben die SIEBENKOPF-Schaltung wieder aktiviert. Die Posbis stehen somit unter ihrer Kontrolle und verhalten sich normal. Sie sollen sich künftig zu einer Friedensmacht in Ambriador entwickeln. Kat-Greer merkt, dass er machtlos ist. Er muß aufgeben. Verduto-Cruz wird verhaftet und an die Alteraner übergeben. Der Lare ist für diesen Millarden Leben kostenden Krieg verantworlich, ein wahrer Milliardenmörder. Kat-Greer akzeptiert die neue Situation und will nach Überlebenden suchen. Michou will die Gelegenheit nutzen, um ein Gemetzel unter den übrig gebliebenen Laren anzurichten, das sie niemals vergessen werden. Aber Anton Ismael widerruft den Feuerbefehl und Michou erkennt, dass sich die Verhältnisse nicht zu seinen Gunsten entwickeln. Er denkt über einen Putsch nach, aber das widerspricht seiner Einstellung und deswegen zieht er eine grausame Konsequenz. Er richtet sich selbst. Da nur er weiß, wo sich die Silberkugel befindet, hofft er, dass Perry Rhodan in Ambriador bleiben wird, um Großadministrator zu werden. Am 6. Juni werden drei Raumschiffe nach Terra Incognita geschickt, um die dortigen Schiffbrüchigen zu bergen. Admiral Wokonkg wird zum neuen Leiter der Legion Alter-X ernannt. Die Kelosker wollen TRAGDTDORON zu THERMIOC bringen, um auf Seiten der Superintelligenz für das Leben zu kämpfen. Aber sie würden sicher Perry Rhodan und seine Begleiter noch in die Milchstraße fliegen. Doch das erweist sich als unnötig. Die Ortungsinstrumente von TRAGTDORON können die Silberkugel finden und das Platzproblem, das durch Tamra Cantus mitreise entstehen würde, lässt sich ebenfalls lösen, denn die Posbis Nano Aluminiumgärtner, Drover und der Mattenwilly Mauerblum erklären sich bereit, bei ihrem Volk in Ambriador zu bleiben, um ihnen in ihrer neuen Rolle beizustehen. Startac Schroeder muß so nicht zusammen mit Tamra in Ambriador bleiben. Zu viert kehren sie in die Milchstraße zurück. Kritik von Ralf KönigDer letzte Band einer kurzen Serie, von Uwe Anton verfasst. Mit letzten Bänden hat Uwe in letzter Zeit kein so glückliches Händchen gehabt, wenn man an den ? meiner Meinung nach ? unsäglichen Roman Ahandaba denkt. Aber diesmal hat er ganze Arbeit geleistet. Die Geschichte der Plasma-Psyche war überaus interessant geschildert und der Roman bringt die ganze Handlung zu einem überzeugenden Abschluß. Gelungen ist, dass das Thema erweitert wurde. Es war nicht einfach eine Nacherzählung einer sehr alten Geschichte, sondern durch die Kelosker und das TRAGDTDORON-Gebilde, hat sie an Farbe gewonnen und für sehr gelungene Romane gesorgt. Eigentlich gibt es kaum Schwächen, wenn man von Kleinigkeiten absieht, und so kann man den Zyklus über den POSBI-Krieg sicher in einer Reihe mit Lemuria nennen. Zusammen mit Andromeda, waren diese drei Zyklen sicher die besten bisher. Der Roman krankt allenfalls daran, dass die Ebene über den Posbi-Krieg sehr kurz gefasst war und dieser doch sehr schnell zu einem Ende gebracht wurde. Am Ende ist alles Friede, Freude, Eierkuchen und niemand ist mehr unglücklich. Abgesehen natürlich von dem Militaristen Laertes Michou, der ja nur das Beste für sein Volk wurde und dabei doch sehr über das Ziel hinaus schoss und auf darüber hinaus natürlich Verduto-Cruz, der als milliardenfacher Mörder in die Geschichte Ambriadors eingehen wird. FazitFür den Roman kann man sagen, dass er ein überzeugendes Ende unter die Geschichte setzt. Ich würde ihn als GUT einstufen, mit dem Hinweis, dass die Ebene über das Ende des Krieges in Ambriador noch etwas mehr hätte ausgebaut werden können, um noch besser bewertet zu werden. Für einen, der schon lange dabei ist, ist es natürlich toll, dass hier Begriffe wie Erranternohre, Kaiserin von Therm und andere aus der Vergangenheit fallen. Diese macht die Serie irgendwie schon auch einmalig. Der Zyklus war unterhaltsam, gut zu lesen und spannend, Unterhaltung im besten Sinne, er hatte vieles von dem Sense of Wonder, den ich gerne in der laufenden Serie wiederfinden würde. GUT, davon darf gerne mehr kommen, in dieser Form freut man sich auf einen weiteren Zyklus im Herbst bei Heyne :-). |
PR - Der Posbi-Krieg1. Das gestrandete Imperium2. Stern der Laren 3. Friedhof der Raumschiffe 4. Der Milliardenmörder 5. Die PSI-Fabrik 6. Die Schöpfungs-Maschine |

Der Lare Verduto Cruz wird von den Posbis tatsächlich als das Wahre Leben anerkannt - nur einen Tag nachdem die BOX-1122-UM die Achtzigsonnenwelt verlassen hat, am 27. Mai 1343 NGZ, behandeln sie ihn mit der gebührenden Anerkennung. Allerdings können sie ihm seinen Wunsch, sofort gegen die Alteraner loszuschlagen, nicht erfüllen. Erst einmal müssen die alten Befehlscodes umgestellt werden. Diesen Hinweis gibt er ihnen sogar selbst.