4. Hubert Haensel: Der Milliardenmörder

Der POSBI-Krieg Band 4Von den gestrandeten Raumfahrern, erhält Perry Rhodan keine weitere Nachricht. Damit ist neben den geretteten Menschen von der Larenwelt, auch Startac Schroeder für ihn erst einmal verloren. Das kann nicht gut sein, denn er kann die Hilfe eines Mutanten sehr gut gebrauchen. Ohne Teleporter, ist die weitere Mission nicht einfach.

Aber zunächst einmal, muss er von Fort Blossom nach Altera gelangen. An Bord des Schiffes, das er für die Reise benutzen darf, werden auch Linearkonverter für die Box der Posbis transportiert. Mit diesen Ersatzteilen, soll die Box flugfähig gemacht werden.

Und schließlich soll auch noch Verduto-Cruz als Vertreter der Laren an der Mission teilnehmen. Seine Ankunft ist bereits avisiert.

Allerdings macht der Stadthalter auf Fort Blossom beinahe alles zunichte. Er lässt den Laren verhören und stellt ihm erst viele Fragen, bevor er ihn in das Raumschiff lässt. Perry Rhodan gewinnt langsam den Eindruck, dass dieser Kommandant sein eigenes Süppchen kocht und gegen die Menschen von Ambriador arbeitet, zumindest gegen ihre Interessen. Verhindern kann er allerdings nichts und so machen sie sich schließlich, nach längerer Verzögerung, auf den Weg nach Altera.

Perry Rhodan macht derweil dem Laren klar, was er von ihm erwartet. Beim ersten vorsichtigen abtasten, merkt er auch sofort, dass der Fremde seine eigenen Vorstellungen mitbringt. Obwohl das grundsätzlich in Ordnung ist, macht er doch unmissverständlich klar, dass er nicht dulden wird, wenn gegen die Interessen der Menschen gearbeitet wird. Verduto-Cruz nimmt dies ungerührt hin.

Im Orbit um Altera erwartet sie die Box der Posbis, die sie zu einem trojanischen Pferd umbauen wollen. Während der Abwesenheit des Terraners, hatte sich Nano Aluminiumgärtner zusammen mit seinen beiden Begleitern, um die Aufräumarbeiten gekümmert und dabei war es durchaus auch zu Zwischenfällen gekommen. Tote hatte es gegeben, aber das war wohl unvermeidlich, in einem solch großen Schiff, konnten sich viele verstecken.

Schnell verschafft sich der Terraner einen Überblick und er muss feststellen, dass die Arbeiten noch gar nicht so weit sind, wie er das gerne hätte. Von einem baldigen Abflug, ist man jedenfalls noch weit genug entfernt. Verduto-Cruz ist Rhodans Hoffnung, auch wenn dem Laren eine Welle der Ablehnung entgegenschlägt. Man weiß um die Vergehen dieser Wesen gegenüber den Menschen und dementsprechend hasst man den Laren.

Aber er verschafft sich Respekt, als er innerhalb kürzester Zeit die bis dahin nicht funktionierende Beleuchtung des Schiffes aktivieren kann.

Captain Telemach Olexa soll der Kommandant der Soldaten an Bord der Box werden. Perry Rhodan lernt sehr schnell, den Captain zu schätzen, der ein zupackender Typ ist, seine Erfahrungen mit den Posbis hat, aber seinen Hass durchaus bezähmen kann. Insofern kann er den anderen an Bord als Vorbild dienen.

Und endlich ist auch das Schiff fertig gestellt, nachdem Verduto-Cruz sich sehr eingebracht und sein Wissen präsentiert hat. Nano ist dem Laren gegenüber misstrauisch, er meint, dieser Lare wisse so viel über die Technik der Posbis, als wäre er selbst ein Posbi. Perry Rhodan ist sich daraufhin auch nicht mehr sicher, aber die Privatsphäre des Laren will er doch respektieren.

Als sie sich auf den Weg machen, enthüllen sie eine bisher geheim gehaltene Information. Aus den Daten an Bord der Box, konnten Koordinaten enthüllt werden, die auf einen Sammelplatz der Posbis hindeuten. Orombo ist eine Welt, die für den Krieg der Posbis sehr wichtig ist.

Auf dem Weg dorthin, kommt es zu Zwischenfällen, als eine Gruppe von Separatisten Perry Rhodan entführt. Sie hassen die Laren, aus persönlichen Gründen, und habe sich über defekte Linearkonverter an Bord der Box einschleusen lassen. Perry Rhodan bezeichnet sie als Milliardenmörder, wenn sie zulassen, dass ihre persönlichen Ressentiments gegen eine Zusammenarbeit mit Laren die Oberhand gewinnen. Aber er dringt nicht zu ihnen durch. Cruz findet heraus, was dahintersteckt und kann die Attentäter stellen und töten. Perry Rhodan ist darüber zwar nicht erfreut, aber immerhin können sie so weitermachen.

Verduto-Cruz arbeitet mit den Menschen gut zusammen, die ihm immer mehr Respekt entgegen bringen. Trotzdem bleibt da eine Menge misstrauen, gegen das Perry Rhodan ankämpfen muss. Aber der Lare ist ein falscher Freund. Einer der Posbis, die Nano für die Menschen umprogrammiert hat, wird von ihm in seine Kabine gelotst und dort für seine Zwecke umgebaut. So verschafft er sich eine wichtige Rückendeckung in Form dieser Maschine.

Orombo ist die erste Bewährungsprobe, sowohl für die Tarnung durch die Box, als auch für die Kommandocodes, mit denen Nano die Maschinen der Posbis hoffentlich infiltrieren kann.

Orombo erweist sich als Welt voller Industrie. Ein Planet, auf dem es fast kein unbebautes Stück Land mehr gibt, die nur aus Werften, Industrie und Raumhäfen besteht, bei der sogar das Wasser bebaut ist, Flüsse direkt in riesige Fabriken geleitet werden, aus denen sie nicht mehr hervorkommen und die kaum noch eine atembare Atmosphäre aufweist. Die Codes des Posbis sind nicht sonderlich effektiv, aber immerhin können sie damit eine Passage auf die Hauptwelt der Posbis erreichen. Sie nennt sich Achtzigsonnenwelt und ist näher gelegen, als gedacht. Mit Gütern für die Hauptwelt der Posbis an Bord, machen sie sich auf den Weg zur Zentralwelt der Posbis.

Dort finden sie tatsächlich das Zentralplasma, das der verhängnisvollen Programmierung der Hassschaltung folgt. Perry Rhodan zusammen mit Mondra, Drover und Telemach Olexa, verlassen das Raumschiff. Die Menschen verkleiden sich als Posbis, so dass sie sich einigermaßen unauffällig auf der Welt bewegen können. Nano definiert ihren Status als problematisch, weil sie dringend Reparaturen durchführen müssen. Das Zentralplasma akzeptiert und erlaubt ihnen, länger zu bleiben, als geplant. Sie entdecken die SIEBENKOPF-Schaltung, die wohl daran Schuld ist, dass die Hassschaltung wieder aktiv geworden ist. Jedenfalls scheint es nicht so, als würde es genügen, lediglich die Komponente mit der Hassschaltung vom Rest des Plasmas zu trennen.

Und hier erweist sich, warum Cruz mitgekommen ist. Er manipuliert einen weiteren Anzug, so dass er die Gruppe nicht begleiten kann, entwendet ihn aber dann später, wobei er einen Techniker tötet. Er verlässt das Schiff und begibt sich direkt zur Schaltung SIEBENKOPF. Vor Jahren schon, kurz bevor der Krieg anfing, war er nämlich schon einmal auf der Welt des Zentralplasmas. Das hat er aber verheimlicht. Dort hat er die Hassschaltung entdeckt und aktiviert. Er hat dabei lediglich die Laren als ?Wahres Leben? definiert und so wollte er dafür sorgen, dass alle anderen Völker aus Ambriador vernichtet werden, ohne dass die Laren sich in Gefechte begeben müssen. Dummerweise hat irgendein Einfluss verhindert, dass sich das so umsetzen ließ. Die Posbis wandten sich auch gegen die Laren und irgendwann wurde Cruz klar, dass das daran liegen musste, dass die SIEBEKOPF-Schaltung nicht sauber vom Rest des Zentralplasmas getrennt wurde. Ein Einfluss aus dieser Schaltung ist wohl dafür verantwortlich, dass auch die Laren heute betroffen sind.

Seine Mission, warum er sich überhaupt für diese Aktion zur Verfügung stellte, ist deswegen auch, die SIEBENKOPF-Schaltung endlich zu deaktivieren. Und das gelingt ihm auch.

Als er ins Schiff zurückkehrt, trifft er auf Mauerblum, den Matten-Willy. Der versteht zunächst nicht, aber dann doch sehr schnell, als er erkennt, wer ihm da gegenübersteht. Der mittlerweile sehr depressive Matten-Willy, der sich reichlich überflüssig vorkommt, ist sehr traurig und sogar ein wenig selbstmordgefährdet. Cruz macht sich das zunutze. Er feuert auf den ahnungslosen Posbi, der daraufhin paralysiert zusammenbricht. Dann wirft er ihn aus einer Schleuse, nachdem er ihn mit Alkohol übergossen hat, was insgesamt wie der angekündigte Selbstmordversuch aussehen würde. Wäre der Posbi denn danach auch tot gewesen.

Aber das war er nicht und als Perry Rhodan mit den anderen zurückkehrte, fand er den Matten-Willy auf dem Boden liegend, scheinbar tot, vor dem Schiff. Er nahm ihn mit ins Innere, wo das Wesen wieder erwachte und Verduto-Cruz als den Schuldigen verriet. Als man erfuhr, dass er durchaus mit der Maske arbeiten kann, ließ sich auch der tote Mechaniker ihm zuschreiben. Und so sperrte man den Laren schließlich ein.

Ein Aufstand der Posbis im Schiff sorgte für Unruhe. Eine Unterpositronik konnte sich von dem Einfluss der fremden Kommandocodes befreien und richtete entsprechende Schäden an, bis sie zerstört wurde. Es gab mehrere Tote, darunter auch den Kommandanten der Mission, Captain Olexa.

Ein neuer Auftrag, sollte die Box ins Zentrum Ambriadors führen. Dort erhofften sich die Menschen eine Lösung für ihr Problem. Aber zuvor wurde Cruz noch von dem umgebauten Posbi befreit, der ihm riet, das Schiff schleunigst zu verlassen, bevor es abheben würde. Cruz erkannte, dass er nun erleben würde, ob seine Manipuliationen gefruchtet hatten. Er ging nach draußen und sah zu, wie die Box abhob. Dann begegnete er dem ersten Posbi und wurde von ihm ignoriert. Offensichtlich erkannte er ihn als wahres Leben an.

Erleichtert wandte er sich dem Zentralplasma zu. Es war Zeit für ein Gespräch ?

Kritik von Ralf König

Den vierten Band sollte eigentlich Harald Evers schreiben, aber nicht nur sein Tod verhinderte dies, denn Hubert Haensel als Autor des Bandes stand bereits fest, bevor die schreckliche Nachricht das Fandom erreichte. Und so durfte einer der Perry Rhodan Altmeister sich in die Serie einschalten, der immer für schöne Geschichten gut ist.

Und so erleben wir eine intensive Beschreibung der Zustände in Ambriador und an Bord des Schiffes. In Rückblenden werden Motive für das Handeln bestimmter Personen erklärt, die Charakterisierung der Figuren ist wirklich gelungen. Das Spannungsverhältnis zwischen dem Laren und den Menschen, Perry Rhodans Bemühung um den Ausgleich, der Zwiespalt der Rundron-Posbis im Kampf gegen ihr eigenes Volk, das alles arbeitet Hubert Haensel wirklich gut heraus.

Dazu tolle Beschreibungen von Planeten wie Orombo oder der Achtzigsonnenwelt ? ein Roman, der rundherum einfach nur gelungen ist.

Fazit

So soll Perry Rhodan sein. Eine SEHR GUTE Leistung von Hubert Haensel.

PR - Der Posbi-Krieg

1. Das gestrandete Imperium
2. Stern der Laren
3. Friedhof der Raumschiffe
4. Der Milliardenmörder
5. Die PSI-Fabrik
6. Die Schöpfungs-Maschine


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