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3. Cathrin Hartmann: Friedhof der Raumschiffe

Der POSBI-Krieg Band 3Perry Rhodan erreicht Fort Blossom, den Außenposten der Alteraner, er am nächsten am Gebiet der Laren liegt. Zur Belohnung für seine mutige Tat, wird er von den dortigen Alteranern zusammen mit Mondra erst einmal eingesperrt, seine Anfrage nach einem Raumschiff, um die Gefährten und befreiten Alteraner zu retten, wir abschlägig beschieden. Erst eine Order von Laertes Michou persönlich, erlaubt ihm und Mondra, sich auf den Weg zur Rettung zu machen.

Währenddessen versuchen die Menschen in dem fast wracken, uralten Schiff der Laren, den vereinbarten Treffpunkt zu erreichen. Das erweist sich als schwierig, denn das Schiff ist schwer beschädigt. Nachdem es ja in einer Werft war, als sie es gekapert haben, ist das aber nicht verwunderlich.

Jason Neko, der einstige Günstling von Mitrade-Parkk, wird von einem der Techniker zum Adjutanten bestellt und hilft ihm bei der Reperatur eines der Linearkonverter. Leider hält er sich nicht an die Spielregen, manipuliert eines der Werkzeuge und sorgt so dafür, dass der Linearkonverter beschädigt wird. Als die Schiffsführung anfragt, bestätigt er aber, dass alles in Ordnung ist. Mit dem Ergebnis, dass das Schiff beinahe in die Luft fliegt. Neko selbst, wird von Schroeder im letzten Moment gerettet.

Tamra Cantu macht immer noch ihre Zeit auf dem Larenplaneten zu schaffen, im Gegensatz zu Neko möchte sie aber nicht mehr dorthin zurückkehren. Dass sie mit Unterstützung des Slopelle Mitrade-Parkk getötet hat, macht ihr durchaus zu schaffen. Aber sie kann es nicht mehr ändern und da die Verwalterin nicht mehr an Bord ist, kann sie sich auch nicht davon überzeugen, dass sie wirklich tot ist.

Diese wird von einem Roboter geborgen, ihr toter Körper zu einem Mediker gebracht, der offensichtlich auch für die Laren eher in der Illegalität operiert. Er kann den letzten Schnappschuss aus dem Gehirn der Verwalterin mit Hilfe eines Gerätes namens Sen-Trook extrahieren und repariert ihren Körper. Beim Rückspielen des Gedächtnisses, kommt es zu einem Stromausfall. Allerdings kann sie, quasi über die Leitungen, die das Sen-Trook mit ihrem Gehirn verbinden, trotzdem wieder zum Leben erwachen. Und sie ist nur von den Gedanken an Tamra Cantu erfüllt, wie sich an der "Scheuche" rächen.

Die Menschen können sich mit der ORTON-TAPH nicht mehr im All halten und müssen deswegen einen Planeten in der Nähe ansteuern. Die Notlandung gelingt gerade so eben, aber irgendetwas stimmt nicht. Lin, die erste Offizieren, versucht Tamra Cantu kurz vor dem Absturz noch eine Information zukommen zu lassen, aber es gelingt ihr nicht mehr. Auch nach dem Absturz gelingt es nicht, erst dauert es lange, sie zu bergen, dann stirbt sie, bevor sie sagen kann, wo das Problem liegt.

Und die ORTON-TAPH scheint zu versteinern, nichts kann mehr in das Schiff oder heraus. Sie sind gefangen auf einer Welt, die irgendeine Gefahr enthalten könnte, und wissen nicht, dass Mitrade-Parkk auf dem Weg zu ihnen ist. Wenigstens ist auch Rhodan auf dem Weg zu ihnen, aber Perry wird sie an der falschen Stelle suchen. Mitrade-Parkk hat wenigstens noch die Möglichkeit, Nacken-Chips zu orten.

Das versteinerte Schiff schein ein Problem mit Strahlung zu haben und deswegen können die Gestrandeten nicht mehr hinein, zumindest vorläufig. Dafür erkunden sie die Umgebung und den Planeten und entdecken eine Flora, aber keine Fauna. Der Planet ist erschreckend still, etwas scheint nicht zu stimmen. Aber sie müssen sich auch mit den Geflohenen auseinandersetzen, denn längst nicht jeder ist freiwillig gegangen. Viele sind noch in ihrem Abhängigkeitsdenken gefangen und können sich davon nicht lösen.

Mitrade-Parkk kommt schneller, als befürchtet, aber noch weiß Tamra nicht, dass ihre Widersacherin lebt. Und so kommt es, wie es kommen muss. Die Laren erscheinen mit einem kleinen Raumschiff über dem Planeten, schleusen unverzüglich ihre Jäger aus und lassen auf die Flüchtlinge feuern. Allerdings nicht mit Wirkungstreffern, sondern nur Warnschüsse, was den Flüchtlingen zunächst aber gar nicht auffällt.

Einzige Rettung verspricht der Einsatz Startacs, der sich in einen der Jäger teleportiert und den Piloten angreift. Danach schaltet er die anderen Jäger aus und fliegt einen Angriff auf das Mutterschiff. Er schafft es zwar nicht, es ernsthaft in Gefahr zu bringen, zumindest beschädigt er es aber so effektiv, dass es notlanden muss. Unter den Wolken, von dem Plateau, auf dem die Menschen gelandet sind, nicht sichtbar, haben die Laren den Absturz durchaus überstanden.

Nur einer der Menschen lebt nicht mehr. Und er hat einen Blitz auf der Stirn. Startac kehrt mit einem gefangenen Piloten zurück, der aber später getötet wird.

Startac hat während der Flugmanöver entdeckt, dass es, höher gelegen, noch weitere Wracks gibt. Mit Tamra zusammen untersucht er diese und stellt fest, dass da merkwürdiges passiert ist. Er findet Alteraner, die offensichtlich in einem bestimmten Rhythmus gestorben sind. Außerdem hören sie etwas, das sich wie das Wimmern eines Kindes anhört. Panisch teleportieren sie weg.

Dabei finden sie ein wrackes Raumschiff der Posbis. Sie beschließen, es künftig zu nutzen, um sich darin zu verstecken. Von den Posbis finden sie darin nur noch die abgeschalteten ?Leichen?, der Roboter.

Neko erweist sich als problematischer Geselle. Er sorgt nicht nur für Aufruhr unter jenen, die wieder zu den Laren wollen, sondern desgleichen auch für Aufsehen, als er als Mörder an dem Laren identifiziert wird. Wie konnte der von diesem Volk so abhängige zum Mörder werden? Mitrade-Parkk lebt tatsächlich noch, begreift die junge Terranerin und lässt den von der Larin übernommenen verhaften. Aber da ist noch mehr. Nekos Hand wurde geführt bei dem Mord, weil er teilweise nicht auf die Impulse Mitrades reagiert hat. Aus irgendeinem Grund ist sie auch sehr erpicht darauf, ihn in die Hände zu bekommen.

Aber all das spielt erst einmal keine große Rolle mehr. Denn plötzlich ist alles anders. Die Flammen greifen an und Doktor Fouchou, der bereits die toten Alteraner bei dem abgestürzten Raumer untersuchte, muss sich um die Menschen kümmern. Sie versuchen, mit Betäubungsstrahlern die Flammen von ihren Mordern abzuhalten. Aber das gelingt nicht. Bis schließlich Neko im übernommenen Zustand mit den Flammen reden kann.

Startac teleportiert mit ihm zu Mitrade, die in ihrer ganzen Boshaftigkeit nichts besseres vorhat, als ihn zu töten. Dabei benutzt sie auch Neko als Medium, aber immerhin übernimmt sie ihn und in diesem Zustand kann der Alteraner den Flammen klar machen, dass die Menschen intelligente Wesen sind. Als die Flammen genügend intelligente Menschen übernommen haben, sind sie selbst so intelligent, das zu erkennen. Verwirrt halten sie inne.

Neko kehrt zu Mitrade zurück, während Startac bei seinen Freunden landet. Die Larin will ihn endlich in ihrer Gewalt haben und der sonst so folgsame, will wissen, warum sie ihn übernommen hat.

Sie klärt ihn über das Sen-Trook auf und auch darüber, dass sie eigentlich nur Interesse an ihm hat, weil er ebenfalls ein solches hat. In seinem Versklavungschip ist es integriert. Und das bedeutet, dass Neko ebenfalls ein eigentlich Toter ist, der von dem skrupellosen Arzt der Laren wieder reanimiert wurde. Mitrade benötigt diesen Chip, weil ihr eigener beim Überspielen zerstört wurde. Und einen neuen zu bauen, dauert Jahre. So lange will sie aber nicht warten, also will sie den einzigen jagen, der in ihrer Reichweite verbleibt. Und das ist der in Nekos Kopf.

Auf Bitten Tamra Cantus, macht sich Startac auf den Weg, um Neko zu befreien. Denn der Terraner möchte durchaus befreit werden, vor allem, als ihm klar wird, wie weitgehend er eigentlich von den Laren missbraucht wurde. Und so lässt er sich von Startac befreien. Als die Larin ihn übernimmt, kann er allerdings nicht verhindern, dass er selbst den Mutanten verletzt. Trotzdem gelingt es, Mitrade festzusetzen und ins Lager der Menschen zu schaffen. Dort wird sie dazu gezwungen, sich mit dem Geist Nekos zu verbinden, um schließlich mit den Flammenwesen zu reden.

Doktor Fouchou hat eine Idee. Er will den Flammenwesen anbieten, dass sie von den Sterbenden leben können. Und mit Nekos Hilfe gelingt ihm das tatsächlich, die Flammen lassen sich auf den Deal ein. Nur die Sterbenden bzw. Toten unter den Menschen, sollen fortan als Nahrungsmittel für die Wesen dienen.

Nachdem der Deal erfolgreich abgeschlossen ist, zögert die Larin nicht, sofort wieder zum Angriff überzugehen. Anstatt aber Tamra zu erschießen, erwischt sie Neko, der sich in den Weg gestellt hat. Ihr wird klar, dass der Chip in Nekos Kopf. ihre einzige Chance auf ein "normales" Leben, damit unwiederbringlich verloren ist. Sie ergreift die Flucht, ohne daran gehindert zu werden.

Startac startet zusammen mit Tamra eine Mission, bei der er das Schiff im Tal bei dem Wasserfall erkunden will. Für Trauer bleibt nicht mehr viel Zeit. Aber dass sie sich nicht versichert haben, dass die Larin wirklich verschwunden ist, ist ein fataler Fehler, denn Mitrade-Parkk will das einzige tun, was ihr noch bleibt. Nämlich die ?Scheuche? töten, die an allem Schuld ist. Sie fliegt zu Startacs Schiff.

Währenddessen beschließt Fouchou, ein Opfer darzubringen, nämlich sich selbst. Damit beweißt er, dass die Menschen es wirklich ernst meinen. Die Flammen sind daraufhin mit dem Deal in der Tat zufrieden. Sie erfahren auch die Geschichte dieser Wesen, die vor langer Zeit auf diese Welt gekommen sind und angefangen haben, die Tierwelt auszurotten, um selbst am Leben zu bleiben. Jetzt gibt es deswegen auch nur noch eine Pflanzenwelt auf dem Planeten. Die Schiffe und ihre Besatzungen, kamen dann als weitere willkommene Ablenkung. Erst mit den Menschen um Startac, kamen allerdings offenbar genug Wesen auf den Planeten, damit die Flammen intelligent werden konnten.

Außerdem erfahren wir aus eine Abschiedsbrief Fouchous für Startac auch noch, dass er der Mörder des Laren war. Er berichtete Startac darüber hinaus, dass er tatsächlich auf Caligo weilte. Er war ein Gefangener eben jenes Arztes, der Mitrade-Parkk zu ihrer merkwürdigen Art von Wiedergeburt verhalf. Viele seiner Erkenntnisse, beruhten auf den Erfindungen Fouchous. Aus Dankbarkeit ließ er den Alteraner frei, der allerdings sofort in schlechte Gesellschaft geriet. Dieser verdankte er, dass er Drogensüchtig wurde. Und das war letztendlich auch der Grund, warum er im Sträflingskommando Perry Rhodans landete.

Startac und seine Begleiter, finden ein Schiff, das humanoiden Wesen zu gehören scheint. Allerdings ist keines von ihnen mehr an Bord. Die Einrichtung des Schiffes, lässt ihn an ein Volk denken, das er aus Erzählungen und Geschichten gut kennt. Die Kelosker scheinen hier gewesen zu sein, aber das würde ihn doch erstaunen, denn eigentlich sollten sie solche Gefahren, dank ihre siebendimensionalen Rechenfähigkeiten doch erkennen. Außerdem wusste Startac, dass alle Kelosker angeblich ausgestorben waren. Andererseits bedeutete das nicht, dass es aus so manchen Gründen nicht noch Kelosker geben konnte. Es war zum Beispiel durchaus denkbar, dass die Verhältnisse auf dem Planeten und in der gesamten Galaxis Ambriador, erst von den Keloskern geschaffen wurden.

Aus den Erzählungen der Flammen, wussten Startac und seine Begleiter auch, dass sie eigentlich aus einem Tunnel kamen, der hinter einem Wasserfall lag. Aber allein möchten sie dort nicht hinein.

Mitrade-Parkk kommt ihnen in die Quere. Sie will Tamra töten, die in einem Zweikampf aber die Verbindung zwischen dem Sen-Trook und dem Gehirn der Larin zu fassen bekommt. Anstatt die Larin zu töten, lässt sie sie aber gehen, denn sie empfindet das Weiterleben als viel schlimmere Strafe. Geschlagen, macht sich Mitrade endlich auf den Weg in ihre Heimat. Sie kommt aber nicht weit, denn bereits in der Atmosphäre wird ihr Schiff vernichtet und die Menschen erkennen, dass sie auf dem Planeten wirklich gefangen sind.

Startac nutzt die Chance, die er noch hat. Zusammen mit Tamra Cantu, die sich ihre Liebe zu Startac endlich eingestehen kann, macht er sich auf den Weg in den Tunnel hinter dem Wasserfall. Die Seile, die ihnen die Soldaten Alteras um die Körper gebunden haben, kommen allerdings ohne die beiden wieder aus dem Tunnel zum Vorschein ?

Kritik von Ralf König

Ein Cliffhanger! Mal wieder was ganz Neues ;-).

Wider alle Erwartungen, spielt Tamra Cantu auch in dem dritten Band der Serie noch eine ausführliche Rolle. Anstatt sich nunmehr wieder um den Konflikt mit den Posbis zu kümmern, geht der Band kurz auf die Probleme Rhodans in Fort Blossom ein. Außerdem wird ausführlich geschildert, welche Probleme die Geflohenen in der ORTHON-TAPH haben und dass Mitrade-Parkk gar nicht so richtig tot ist. Dies wird zwar alles durchaus gut von Cathrin Hartmann beschrieben, aber die Frage sei erlaubt, warum eine gerade mal sechsbändige Serie mit Lückenfüllern gestreckt wird? Das Bit an Informationen, nämlich die Anwesenheit von Keloskern und dass Startac und Tamra durch einen Tunnel verschwinden, hätte man auch im Vorgängerband noch unterbringen können.

Allerdings hätte dann die Geschichte um Cantu und Schröder gefehlt. Wenn auch vieles anderes nicht unbedingt fehlen würde, das wäre dann doch schade gewesen.

Der Band weißt doch auch eine Reihe von Merkwürdigkeiten und leider auch Überflüssigkeiten auf. So wird zum Beispiel Mitrade-Parkk wieder in die Handlung geholt. Ein meines Erachtens reichlich überflüssiger Kunstgriff, um kaum vorhandene Spannung neu zu erzeugen. Das Thema mit dem Chip ist ja nicht uninteressant, wirkt aber vor dem sonstigen Hintergrund irgendwie aufgesetzt, als wäre es nachträglich noch eingebaut worden, um zu begründen, warum Mitrade unbedingt Neko braucht. Anfangs war der Hass gegenüber Tamra jedenfalls die - vordergründig - wichtigere Angelegenheit.

Das Thema mit der Lagerverwalterin, wurde bereits in dem Roman von Leo behandelt. Es gelingt kaum, die Charakterisitk der Mitrade-Parkk in Band 3 herüberzuretten. Im Gegenteil, die ewigen Wiederholungen der Gedanken Mitrades, wie sehr sie die ?Scheuche? von Altera doch hasst, wirken langsam nicht mehr nur grotesk, sondern lächerlich. Sie ist geradezu eindimensional böse, etwas mehr Differenziertheit, die sie ja in Band 2 eigentlich noch hatte, wäre hier besser gewesen. So hätte man sie nicht unbedingt vermisst, wenn man auf ihre Anwesenheit verzichtet hätte.

Zumal der Erweckungsvorgang doch auch etwas komisch ist. Sicher, die Idee ist nicht mal schlecht, aber wenn es so etwas geben würde, dann müsste ja niemand mehr wirklich sterben. Den Geist eines Sterbenden aufzufangen und dann in den reparierten Körper zurück zu spielen, wäre ja nur eine Spielart. Die zweite wäre, den Geist aufzufangen, einen Klonkörper anzufertigen und dem Geist zur Verfügung zu stellen. Abgesehen davon, dass die Idee nicht gerade neu ist, ist sie eigentlich auch dazu angetan, die Spannung zu töten, denn wirkliche Todesbedrohungen gibt es ja dann kaum noch. Das scheinen die Macher aber auch zu wissen, nicht umsonst wird der Arzt, der das erfunden hat, als selbst kranker Mann beschrieben, dessen Ideen man besser vor der Welt geheim hält. Wirklich nachvollziehbar ist das aber nicht, denn ausgerechnet die Laren glänzen nicht durch eine ausgefeilte Ethik. Warum sollte sie so etwas stören? Aber Wissen um das ewige Leben hält man besser geheim, könnte ja sonst sein, dass das noch jemand haben will.

Was die Flucht der Menschen selbst angeht ? Cathrin Hartmann gelingt es, hier durchaus Spannung zu erzeugen. Der Absturz des Schiffes, die Verzweiflung der Sterbenden, der Kampf ums nackte Überleben, die sich langsam entwickelnde Zuneigung zwischen Tamra und Startac und die Probleme mit Neko, der sich während der Geschichte tatsächlich weiterentwickelt, das ist alles sehr gut geschildert. Komisch wird es dann doch wieder, wenn man erfahren muss, dass die Natur des Planeten Insekten benötigt, um zu funktionieren. Das an sich ist ja noch durchaus nachvollziehbar. Nur, warum die Natur dann immer noch funktioniert, obwohl die Tierwelt vor einer unbekannten Zahl an Jahren vollständig ausgerottet wurde, das wird dann nicht mehr erwähnt.

Auch die Geschichte um Fouchou ist etwas undurchsichtig. Warum hat er nun eigentlich den Laren getötet? Dass er es war, wird nur am Ende kurz erwähnt. Motivationen werden nicht mehr beschrieben. Auch dass Startac und Tamra in dem Schiff der Posbis von einem Strahler beschossen wurden, scheint nicht weiter wichtig zu sein. Es passiert danach nicht wieder und Schroeder holt einfach alle an Bord des Schiffes, als wäre es nicht weiter merkwürdig, dass da irgendwer auf sie schießt.

Angesichts der Tatsache, dass Mitrade mit ihrem Raumschiff den Planeten nicht mehr verlassen kann, wird allerdings dann auch klar, warum Startac das mit den Beibooten der ORTON-TAPH nicht mehr versucht. Allerdings verzichtet er schon darauf, bevor er diese Information hat.

Rhodan selbst wird in diesem zweckmäßig ausgerichteten Imperium komischerweise erst mal verhaftet, weil er das unersetzliche Schiff zu Schrott geflogen hat. Das man in Band 2 noch als überflüssigen Schrott mit einer überflüssigen Besatzung vorgestellt hat. Auch da ist die Begründung doch zumindest zweifelhaft.

Das alles macht es einem doch schwer, den dritten Band der Serie zu beurteilen. Er bringt die Handlung kaum voran, eigentlich müsste man ein "Thema verfehlt" an den Rand kritzeln. Das wäre aber zu hart, denn die Autorin muss auch in dem Kontext arbeiten, den ihr das Expose zur Verfügung stellt (von dem wir armen, normalsterblichen Leser ja, wie wir alle wissen, gar nichts wissen können ;-)). Im zwischenmenschlichen Bereich ist in dem Roman vieles gut gegangen und ansprechend umgesetzt. Es ist im Wesentlichen der Autorin zu verdanken, dass sich nach anfänglichem Unmut über das nicht zu erwartende Thema doch noch eine gewisse Lesefreude einstellte. Ein Pageturner wurde es zwar nicht mehr, aber als insgesamt gut lesbar, kann man den Stoff bezeichnen.

Fazit

Wie soll man einen solchen Roman beurteilen?

Für das Thema im Kontext der Miniserie wäre wohl ein LAU angemessen, auch angesichts doch einiger Widersprüche in der Handlungsführung. Für die gelungenen zwischenmenschlichen Darstellungen hingegen kann man durchaus ein GUT vergeben. Ergibt wohl zusammen ein NICHT ÜBEL, das somit auch die Wertung für den Band markiert.

Da kann man nur hoffen, dass die Reihe mit dem nächsten Band wieder auf das Niveau in den ersten Bänden zurück kehrt.

PR - Der Posbi-Krieg

1. Das gestrandete Imperium
2. Stern der Laren
3. Friedhof der Raumschiffe
4. Der Milliardenmörder
5. Die PSI-Fabrik
6. Die Schöpfungs-Maschine


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