Die dunkle Zukunft der Erde

Maddrax TB 1 Die Taschenbücher bestehen aus den Heftromanen der Maddrax-Serie des Bastei-Verlages:

1. Der Gott aus dem Eis von Jo Zybell
2. Stadt der Verdammten von Jo Zybell
3. Rom sehen und sterben von Timothy Stahl
4. Die Ausgestoßenen von Brian Frost
5. Festung des Blutes von Ronald M. Hahn

Von allen gestarteten Serien der letzten Jahre ist diese eine der interessantesten. Und in Taschenbuch 1 sind die ersten fünf Romane zusammengefasst. Deswegen wird auch die Beschreibung in fünf Kapitel untergliedert. Dabei sind die Original-Titelbilder der Serie als Thumbnails an den Anfang der Inhaltsangabe gestellt. Mit einem klick auf das Bild kann das Cover in voller Größe bewundert werden.

mx001-Titelbildzurück

"Der Gott aus dem Eins" von Jo Zybell

Als Maddrax mit seinem Kampfflugzeug in die Luft geht, weiß er noch nicht, daß das Abenteuer seines Lebens auf ihn wartet. Er fliegt zusammen mit den Mitgliedern seiner Staffel und Smythe, dem Astronomen, der die Beobachtung des Asteroiden übernommen hat, in Richtung des vermuteten Eintrittspunkts und sieht die Bedrohung auf die Erde zukommen. Sie haben keine Chance. Von der Druckwelle werden die Flugzeuge erfasst und in eine unbekannte Zukunft geschleudert, was Maddrax allerdings noch nicht weiß.
Aruulas Horde kämpft ums Überleben gegen eine Horde Taratzen, als der Flieger mit Maddrax schließlich über den Alpen erscheint und zur Bruchlandung ansetzt. Sie halten ihn für einen Gott, sowohl die Taratzen, als auch die Menschen. Die Taratzen lassen sofort von ihnen ab und verschwinden, während die Menschen aus Aruulas Stamm nach dem vermeintlichen Gott suchen und ihn auch finden können. Aruula besiegt zwei Taratzen, die sich an Maddrax vergreifen wollen, sie bringen ihn in ihr Dorf, pflegen ihn gesund und verehren ihn wie einen Gott.
Maddrax entdeckt erste Hinweise wie eine Uhr mit Jim Trash, einer auf der Erde populären Actionfigur, die allerdings eingegossen ist. Das Amulett sieht aus, als wäre es schon Generationen getragen worden. Maddrax beginnt zu ahnen, daß der Einschlag eventuell länger zurück liegt, als gedacht.
Der Medizinmann des Stammes sieht in ihm eine Bedrohung, vor allem auch, weil Maddrax lieber mit der schönen Aruula redet, als mit ihm, was einen Göttersprecher natürlich nicht freut. Deswegen erliegt er der Verführung des Taratzenkönigs und verrät den Stamm, bringt gleichzeitig den Sohn des Häuptlings, der Aruula haben will, dazu, an dem Gott zu zweifeln.
Als Maddrax zu seinem abgestürtzen Jäger will, um Notausrüstung zu holen, erkennen sie ihre Chance. Sie hindern Aruula daran, mitzukommen, und reiten mit Madrax auf den Frekkeuschern los. Radaan, der Sohn des Häuptlings, wartet extra weil sie sich schon denken, daß Aruula nicht im Lager bleiben wird, aber er verliert gegen die Kriegerin. Baloor, der Hohepriester, schafft es aber trotzdem, Maddrax an die Taratzen zu liefern. Rraar, der König dieser Taratzen, zeigt Maddrax die "Speisekammer", in der sich neben Insekten und sonstigen Getier, auch Menschen befinden. Er macht Maddrax klar, was er von ihm erwartet: Er soll, als Gott der er ja vermutlich ist, seine Gegner vernichten. Und diese sind durchaus hochkarätig.
Aruula ist aber schlau genug. Vermittels ihrer übersinnlich-telepathischen Fähigkeiten, von denen Maddrax noch nichts weiß, hat sie in seinen Gedanken gesehen, was er suchte. Also reitet sie zum Flieger und holt die Kiste. Mit dem Frekkeuscher als Geschenk, verschafft sie sich Zugang in die Taratzenhöhle und macht den Wesen klar, daß der Gott sie erwartet und sie streng bestrafen wird, wenn sie sie nicht einlassen. Sie fallen darauf herein, und als Maddrax die Ausrüstung hat, kann er nicht nur den König der Taratzen töten, er mischt den gesamten Bau auf, indem er eines der schrecklichen Wesen, die Gegner der Taratzen sind, freiläßt. Im allgemeinen Tumult fliehen sie.
Am Schluß muß Maddrax nur noch beweisen, daß er ein Gott ist, was ihm mit Hilfe von Leuchtraketen und chemischer Fackel auch gelingt. Baloor glaubt zwar an bösen Zauber und stellt den Stamm vor die Wahl, sich entweder von einem eventuell "falschen" Gott oder ihm über die Alpen führen zu lassen, aber er erreicht damit nur, daß sie ihn in die Wildnis jagen.
Smythe bildet den Abschluß. Er hängt mit seinem Fallschirm in nicht beneidenswerter Lage an einer Felswand und muß sich irgendwelcher schrecklicher Wesen erwehren. Als andere auftauchen, glaubt er zunächst an Rettung, aber als er die mumienhaften Gesichter sieht, wird ihm klar, daß es damit wohl nichts werden wird. Er beginnt langsam, den Verstand zu verlieren ...

mx002-Titelbildzurück

"Stadt der Verdammten" von Jo Zybell

Baalor beschwört seinen Dämon Orguudoo, um ihm gegen Maddrax zu helfen.
Währenddessen lernt Maddrax diese neue, merkwürdige Welt kennen. Er erfährt von Wulfanen und Siragippen, von denen er allerdings noch nie was gehört hat. Auch vieles andere ist ihm gänzlich unbekannt. Zusammen mit dem Stamm Sorpans will er ins Südland, weil er noch in Erinnerung hat, daß eines der Flugzeuge seiner Gruppe in diese Richtung getrieben wurde. Dabei erfährt er, daß die Vorfahren Sorpans ursprünglich aus dem Südland kommen, dann aber nach Norden verschlagen wurden. Schuld daran sind besagte Wulfanen und Siragippen gewesen, die sich mittlerweile aber gegenseitig bekriegen und deshalb wohl nichts gegen Sorpans Horde unternehmen werden.
Dies ist nicht ganz nachvollziehbar, denn woher sollte Sorpan das wissen? Hat ihm das Baloor geflüstert, oder hat er davon geträumt? Ein weiterer Inhaltsbug: Es wird ausgesagt, daß Aruula, wie die meisten, einen Ledermantel aus der Haut eines wohl Kuhähnlichen Tieres trägt, außer den Kriegern, die Taratzenfelle tragen. Dieses sei ein Ehrenzeichen, wenn man einen solchen tötet, darf man diesen Mantel tragen. Warum trägt dann eigentlich Aruula keinen? Im ersten Band hat sie doch mindestens drei von den Viechern gekillt (zwei davon allein bei Matt Drax' Rettung). Und sie darf das Ehrenzeichen nicht tragen? Fragen über Fragen...
Nun tritt auch noch die Wulfanenhorde selbst auf, die sich offensichtlich in Bolluna breit gemacht haben, was unschwer als Bologna zu identifizieren ist. Sie sind Wesen mit prächtigem Fell, vermutlich Wolfsähnlich, wie der Name schon klingt. Und sie haben eine Taratze und überlebende "Nackthäutige" aus dem Bau des Rraar gefangen. Von ihnen erfahren sie von Maddrax und einer Gruppe Nackthäute, die nach Süden unterwegs sind. Außerdem reden sie von einem schwarzen Feind, der nach Sorbans Aussagen eventuell mit den Siragippen identisch sein dürfte.
Maddrax trifft auf verschiedene tierhafte Ungeheuer, die er von seiner Erde her nicht in Erinnerung hat, zum Beispiel Gejagudoo, die mich irgendwie an Raketenwürmer erinnern, wurmhafte Wesen, die unter der Erde leben und sich durch sie hindurchbohren und wer auch immer sich ebenfalls auf dieser Erde befindet wird eingesaugt und verspeist. Diese wurden offensichtlich von Orguudoo auf Bitten Baloors auf Maddrax gehetzt, genauso wie Wesen aus Bolluna, Wulfanen, die sich auf die Horde werfen, aber von ihnen zurückgeworfen werden. Die Horde hat dadurch Opfer zu beklagen, aber letztendlich entkommt Maddrax immer wieder und entscheidet sich dann, nach Bolluna zu gehen.
Was Maddrax nicht weiß, damit spielt er Baloor genau in die Hände, der die Wulfanen über Orguudoo dazu benutzt, eine entsprechende Falle aufzubauen. Aruula versucht zwar ihn abzuhalten, langsam versteht Maddrax auch, daß sie telepathisch begabt ist und somit sicher mehr weiß, als er, aber er läßt sich nicht beirren.
In Bolluna erkennt er langsam, daß er sich wohl sehr weit von seiner eigenen Zeit entfernt hat. Autobahnen, von den Mitgliedern der Horde Otowajii genannt, die überwuchert sind, auf denen verrostete und vermoderte Autos zu finden sind, in denen zerfallene Skelette sitzen und Euromünzen in alten Ladenkassen, die Grünspan angesetzt haben und vollkommen vermodert sind, wo man gerade noch so die Aufschrift erkennen kann. Keine ist älter als 2011 und somit wird deutlich, daß man nach der Katastrophe offensichtlich kein Geld mehr gebraucht hat. Maddrax akzeptiert langsam, daß es ihn wohl sehr weit in die Zukunft verschlagen hat.
In Bolluna trifft er nicht nur auf ein kleines Mädchen, sondern auch auf die Wulfanen, die ihn gefangensetzen. Mittlerweile ist die alte Obermutter gestorben und es wird dringend eine neue Hexe gesucht. So lange übernimmt ihre Tochter das Amt und will Matthew mißbrauchen, um gegen ihre Feinde, die Siragippen vorzugehen. Zusammen mit dem kleinen Mädchen und einem weiteren kleinen Kind kettet sie Matthew Drax an einer Basilika an, wohin sich die Siragippen bewegen. Das Mädchen Jandra windet sich wie eine Entfesselungskünsterlin aus den Seilen und befreit Matt, er greift sich Waffen, die er in einer Kaserne bei Bolluna in Öl konserviert gefunden hat, und schießt auf die angreifenden Tiere. Letztendlich muß er verlieren. Er flüchtet wieder in die Kaserne, zieht einen alten Hummer-Jeep aus dem Öl und hofft, daß er möglicherweise noch funktioniert, weil er entsprechend konserviert wurde. Das klappt tatsächlich, der Jeep springt an und er fährt mitten durch die Siragippen-Spinnenwesen. Auf der Flucht wird er dann allerdings von Jandra angefallen, die versucht, ihm die Kehle durchzubeißen. Nun wird ihm auch klar, wer die Katze und das andere Kind getötet hat und weshalb die Kehlen dieser beiden so zerrissen waren. Jandra gehört zu den Nosfera, Wesen die Gesichter wie Mumien haben und Vampiren ähneln.
Als Matthew zum Lager der horde zurückkommt, haben die "Raketenwürmer" die meisten aus der Horde getötet. Nur noch Aruula, Sorban und einige wenige überlebende trifft er an. Er kann mit seinem Plastiksprengstoff aus dem Notfallpaket seiner Maschine den letzten Wurm in die Luft sprengen und erwischt damit auch gleich Baloo, so daß aus der Richtung zunächst mal keine Gefahr mehr droht.
Er beschließt, sich von der Horde zu trennen und mit dem Jeep weiter Süden zu fahren, während Sorban mit der Horde auf anderen Wegen weiter will. Aruula entscheidet sich für Maddrax und obwohl sie sich dabei nicht wohl fühlt, besteigt sie den Jeep. Sie verlassen die Horde und fahren weiter nach Süden.

mx003-Titelbildzurück

"Rom sehen und sterben" von Timothy Stahl

Ausgestoßene aus einer anderen Horde übernachten in der Wildnis, nachdem sie den Verfolgern entkommen sind. Noone, die Frau, glaubt allerdings an Dämonen in der Dunkelheit. Die Dämonen vergreifen sich an ihren Reittieren und schlachten sie im Dunklen dahin, fast unbemerkt von dem Paar, das währenddessen mit anderen Dingen beschäftigt war *g*. Als der abgetrennte Kopf eines Frekkeuschers neben ihnen landet, springt Larn auf und greift sich sein Stockschwert, stellt sich dem Angreifer, den er für ein Tier hält. Als er das Feuer mti dem Stockschwert etwas verteilt und damit den Lichtkreis erweitert, erkennt er aber, daß es kein Tier ist sondern etwas, das es nicht geben dürfte.
Währenddessen wird Maddrax klar, daß er nicht nur einige Jahre in die Zukunft verschlagen wurde, sondern eher einige Jahrhunderte. Trotz Schwierigkeiten, sich das einzugestehen, konfrontiert er sich bewußt mit dieser Erkenntnis, fragt sich aber gleichzeitig durchaus zurecht, was die Menschheit so weit in ihrer Entwicklung zurückgeworfen hat, daß sie sich gerade mal auf dem Niveau eines Menschen der Eisenzeit bewegen. Ein Geheimnis muß es da geben und es steht sicher zu vermuten, daß es etwas mit dem Kometen zu tun hat. Als er so in seinem erbeuteten Jeep aus Band 2 dahinfährt, fällt ihm plötzlich ein Licht in der Dunkelheit auf und scharfsinnig schließt er darauf, daß sich da wohl Menschen aufhalten.
Menschen sind es wohl. Zwei davon befinden sich in den Fäusten des dritten, im wahrsten Sinne des Wortes. Matt denkt unwillkürlich an den "Incredible Hulk", den er noch aus seiner Kindheit kennt, als er den Kerl sieht. Nicht nur wie ein Bodybuilder, nein, viel schlimmer ist der Kerl mit Muskeln bestückt, hat in einer Pranke ein junges Mädchen, mit einem Fuß steht er im Nacken eines jungen Mannes und beide sind in einer wenig beneidenswerten Lage. Auch mit der Schwertkämpferin Aruula macht er kurzen Prozeß, kann aber gerade noch daran gehindert werden, sie zu töten. Matts erster Schuß bleibt noch in den extrem harten Muskelbergen des Riesen hängen, die beiden nächsten Kugeln aber schlagen direkt in die Stirn und blasen ihm im wahrsten Sinne des Wortes das Licht aus.
Auf dem Weg nach Rom treffen sie dann auf Trümmer des Jets, mit dem einer der anderen aus der Gruppe abgestürzt sein muß oder zumindest eine mehr oder weniger gelungene Notlandung hingelegt hat. Auf die ewige Stadt wurde Matt durch Schilderungen des jungen Mannes aufmerksam, der dorthin will, weil man dort mit Muskelkraft Ruhm und Reichtum erlangen kann und genau das will er natürlich erreichen.
Schließlich erreichen sie die ewige Stadt und lernen sie kennen als einen kunerbunten Ort, den sich ein Fellini ausgedacht haben könnte, oder ein George Lucas wie weiland für die Episode III, wie Matt Drax sinniert. Ein merkwürdiges Sittengemälde voller Menschen, die gekleidet sind wie Barbaren aus dem Norden oder auch ganz anders, Menschen, die aus allen Teilen der Welt zu sein scheinen und in Matt Sehnsucht danach aufkommen lassen, diese Welt kennenzulernen (und ehrlich gesagt nicht bloß in Matt ;-)). Er mustert all die merkwürdigen Gestalten, betrachtet all die fremden Gebäude, die ihm aber trotz allem vertraut sind, wiederaufgebaute Prachtbauten, die ein altes Rom, ein noch älteres Rom, als das aus seiner Erinnerung wieder lebendig zu machen versuchen.
In Rom trifft Matthew schließlich auf einen Überlebenden aus seiner Staffel. Doch leider geht es ihm nicht mehr so gut, er ist in die Hände der skrupellosen neuen Machthhaber Roms gefallen. Sie haben ihn körperlich verändert, so daß er zu einem Monster geworden ist, einem unglaublich starken, aber geistig minderbemittelten Kämpfer. Das postapokalyptische Rom hat einige uralte Riten wieder neu aufgelegt und befleißigt sich so auch einer "Brot und Spiele" Mentalität, die sehr viel mit Gladiatorenkämpfen zu tun hat.
In der Arena sieht er den Jet und schließlich auch Irvin Chester, seinen Freund, der allerdings eher jenem Hulk ähnelt, diesem muskelbepackten Ungeheuer. In einem unglaublichen Auswahlverfahren inmitten der Stadt, auf einem belebten Platz, wurden neue Kämpfer für die Arena rekrutiert, unter ihnen auch Larn, während Noone von einer Frau in den Rang einer Gespielin des Gottes Maars aufgenommen wurde. Larn sieht sie neben dem Gott stehen und bestreitet in der Folge seinen Kampf gegen zwei Tiere siegreich. Er wird daraufhin mit einem neuen Gegner konfrontiert, eben jenem hünenhaften, Muskelbepackten Monster, in das sich Irvin Chester verwandelt hat.
Diesen Kampf kann er nicht gewinnen und auch Matt, der einfach schießt, ändert nichts an seinem Tod. Dafür landet er selber in den Verliesen des Colloseums. Moss, ein einheimischer, der ihnen geholfen hat und einiges erklärte, und Aruula dringen mittlerweile unterirdisch in den Palast ein und erwischen einen der angeblichen Götter in Flagranti mit einer sehr bemühten Noone, die mit Drogen gefügig gemacht wurde. Sie erschlagen den Gott und nehmen das Mädchen mit. Matt lernt mittlerweile den veränderten Irvin Chester kennen und erfährt, daß er durch Früchte verändert wurde, die im ehemaligen vatikanischen Garten wachsen.
Diese lernt mittlerweile auch Aruula kennen. Moss führt sie hindurch und gibt ihr davon zu essen. Er plant offensichtlich etwas, das Matt helfen soll. Aruula vertraut ihm notgedrungen und folgt ihm, verändert sich dabei und verliert fast die Kontrolle über sich. Inzwischen landet Matt in der Arena und steht einem Feind gegenüber, der ihm eigentlich wohlvertraut sein müßte. Spinnenwesen traf er nämlich in Bolluna, auch ihren Säurestrahl lernte er dort kennen. Obwohl er angeblich wieder klar ist, erinnert er sich aber angeblich nicht an sie. Vielleicht hat auch nur der Exposeautor vergessen, das in dem Script zu erwähnen ;-). Jedenfalls macht er die Spinne platt und tritt nun keinem geringeren als seinem ehemaligen Kameraden Irvin gegenüber. Dank der Drogen kann der sich aber meist nicht an sich erinnern und so wird es für Matt richtig anspruchsvoll.
Zum Schluß rettet ihn Aruula, die durch die Früchte aus dem Garten zum Tier wird, Muskeln entwickelt, die einfach unglaublich sind, ungeheure Kräfte entwickelt und kurzfristig alles niedermetzelt, was sich ihr entgegenstellt. Fast auch Matt. Darüber hinaus hilft auf die Waffe von Maddra, die Moss aus einer Kammer der Gladiatoren holt. Er kennt sich erstaunlich gut aus unter dem Kolloseum. Über den Garten können sie schließlich entkommen. Dabei verbrennen sie die Früchte und halten Aruula davon ab, weitere zu essen.
Nun erfahren sie auch, was Moss motiviert. Wenig überraschend stand er in den Diensten der Götter, war für die Gladiatoren verantwortlich, hatte sogar Famile. Dann aber haben sie sich seine Frau und seine Tochter geholt, als Zeitvertreib, seinen Sohn getötet und die beiden Frauen zu Lustsklavin gemacht. Deshalb wollte er sich rächen und das hat er mit aller Konsequenz getan. Rom ist befreit, zumindest ist Besserung in Sicht, und mit Noone hat er auch eine potentielle neue Gefährtin. Und so machen sich Matt und Aruula auf den Weg nach Norden.Dorthin ist Hank Williams verschwunden, der Kopilot von Irvin Chester. Matt hofft, ihn zu finden.

mx004-Titelbildzurück

"Die Ausgestoßenen" von Bernd Frenz

Wiederum fahren beide im Jeep, als sie ein Hilfeschrei ereilt, ein Junge, der einer Horde wilder Affen in die Arme gefallen ist. Der Junge wird von den Affen zusammengeprügelt. Aruula hat sich zwar unter Matthews Anleitung nicht zu einer begnadeten Autofahrerin entwickelt, aber als sie die Hilferufe hört, geht es schon viel besser und sie erreichen die kämpfenden mit einem wilden Satz über eine Hügelkuppe. Die Angegriffenen erweisen sich als sehr wiederstandsfähig, es macht ihnen kaum was aus, überfahren zu werden. Letztendlich hilft nur die Beretta von Matthew.
Der gerettete Junge erweist sich als Lauscher, genau wie Aruula eine ist. Er stellt sich als Familienmitglied einer Gruppe von Ausgestoßenen vor, weiß allerdings angeblich nicht, warum sie ausgestoßen sind. Aruula kann den Gedanken auch nicht erfassen, der ihn durchzuckt, denn Arak schirmt sich rechtzeitig ab. Obwohl sie ein ungutes Gefühl haben, folgen sie ihm zum "Käferfriedhof", der sich als uralter Schrottplatz voller Autowracks erweist.
Bork und seine Familie scheinen sich gegenseitig nicht sehr zu mögen. Auf der Flucht vor den Scimaros, wie diese monströsen Gesellen heißen, halten sie jedenfalls zusammen. Es gelingt ihnen aber nicht, zu entkommen. Als Borks Schwester einem Scimaro in die Hände fällt und von einem riesigen Stapel Autowracks in die Tiefe geschleudert wird, sehen sie, was die Scimaros eigentlich vorhaben. Sie brechen den Kopf der Frau auf und essen ihr Gehirn, Matt, Aruula und Arak können schließlich helfend eingreifen, einige Scimaro erschießen und Borks Familie helfen.
Sie machen eines der Autowracks soweit flott, daß sie es hinten an Matts Jeep gebunden mitziehen können und reisen so weiter nach Norden. Matt lässt sich überraschenderweise später ohne großen Widerstand überreden, die Ausgestoßenen dann nach Westen zu ihrem Stamm zu begleiten. Auch seine "Donnerhand", seine Beretta nämlich, überläßt er bereitwillig Bork. Bevor es aber dazu kommt, in der Nacht davor nämlich, kommt es zum ersten intimen Liebesspiel zwischen Matt und Aruula. Er wundert sich nicht einmal, daß er dabei regelrecht zum Tier wird. Was in dieser Nacht noch nicht sehr augenfällig ist, wird später immer deutlicher: Auch Matt verwandelt sich in einen Scimaro, und langsam wird klar, was da passiert. Die Mitglieder der Familie halten sich nämlich für Beschenkte, Aruula hat ein kleines bisschen ihrer Kraft, aber nicht vollständig. Mit ihrer Kraft können sie Menschen zu Sklaven machen, allerdings mit der Nebenwirkung, daß sie zu Neandertalern mutieren. Bisher sind die Mitglieder ihres Stammes damit durchaus Verantwortungsbewußt umgegangen, aber seit ihr neuer Häuptling Bendrake mit geradezu unglaublich überlegenen Fähigkeiten ausgestattet ist, hat sich das geändert. Bork war damit nicht einverstanden und ist deshalb mit den Mitgliedern seiner Familie geflohen.
Ganz im Gegensatz dazu steht nun sein Verhalten gegenüber den beiden. Er will sie Bendrake zum Geschenk machen, weil er ansonsten wohl kaum wieder in den Stamm kommt. Bendrake interessiert die Beretta eher nicht, er kämpft lieber mit den "Waffen des Geistes". Dafür ist allerdings Aruula hochinteressant für ihn. In seiner Position, als einziger, der die Scimaro wirklich unter Kontrolle halten kann, kann er in seinem eigenen Stamm haben, wen er will. Und weil Aruula ihren freien Willen behalten hat und auch ansonsten eher Widerstand leistet, ist sie natürlich eine Herausforderung für ihn. Da sie aber nicht will, unterzieht er sie einer geistigen Folter.
Matt kriegt das trotz seiner Verwandlung mit. Er ist erst halb mutiert und hat deshalb noch einen letzten Rest seines eigenen Bewußtseins behalten. Im letzten Augenblick geht er dazwischen, packt den Kerl und schleudert ihn gegen seinen eigenen Thron, mit dem Ergebnis, daß Bendrake sich nun gegen ihn wendet, seinen eigenen Schmerz hundertfach übersteigert in Matts Geist projiziert. Diesmal ist es Aruula, die im letzten Augenblick Bendrake erwischt, und zwar mit einem abgebrochenen Stuhlbein, das sie ihm in den Brustkorb rammt. Der Häuptlling kann sie zwar noch etwas würgen, aber er stirbt schließlich.
Nun sind aber die Scimaro von der Leine gelassen. Sie töten die Hälfte der "Beschenkten", während sich der Rest auf dem Dach des Pueblo, in dem sie hausen, verschanzt, zusammen mit Matt und Aruula, auf die sie nun eher nicht mehr gut zu sprechen sind, nachdem sie die einzige Kontrollinstanz getötet hat. Sie sorgt allerdings schnell für Ruhe, als sie den "Beschenkten" klar macht, daß ihr eigenes Verhalten das Problem ist.
Bendrake hat ein Amulett, das wohl aus einem Rest des Kometen gefertigt wurde. Dieses Amulett scheint die Verwandlung Matts rückgängig machen zu können. In einer waghalsigen Aktion verschwindet Aruula mit Arak um den Kometen vollständig zu holen. Der kleine Splitter kann nämlich nicht sehr viel bewirken. Mit dem Kometen gelingt es, nicht nur die Scimaro, sondern auch Matt wieder zurückzuverwandeln. Zum ersten Mal ist er auf das Geheimnis des Kometen gestoßen, das ist das wichtigste Fazit aus dem Roman, und er hat endlich eine Freundin.
Ist die plötzliche Rückbesinnung des Matt noch eher weniger nachvollziehbar, sind die magischen Fähigkeiten des Kometen allerdings weniger verwunderlich, immerhin ist wohl die gesamte Welt des Maddrax auf Magie und Wunder ausgelegt. Der Roman ist flüssig und spannend erzählt, nichts besonderes, aber durchaus unterhaltsam.

mx005-Titelbildzurück

"Festung des Blutes" von Ronald M. Hahn

Diesmal gibt der Jeep seinen Geist auf, dafür treffen sie auf merkwürdige Wölfe mit zwei Zahnreihen. Einer von ihnen stirbt an dem Schuß aus Matts Waffe, der Rest fällt über ihn her, was Maddrax und Aruula die Gelegenheit gibt, zu verschwinden.
Die Stadt Mailand liegt vor ihnen, wie die anderen Städte ist auch sie nicht wiederzuerkennen. Matthew erinnert sich an die Zeit bevor er Komet kam, an eine Dokumentation über die Stadt, die er einst im Fernsehen sah und ihm wird immer klarer, daß die letzten zwei Monate ihn von seiner eigenen Welt entfernt haben. Millano jedenfalls hat sich nicht nur äußerlich verändert. Es wird bewohnt von scheußlichen Kreaturen, den Nosfera, denen wir schon im zweiten Band kurz begegnet sind. Diesmal werden sie näher vorgestellt. Als Maddrax und Aruula die Stadt betreten, stehen sie plötzlich einer Bande von Motorradrockern gegenüber. Sie sind kaum erkennbar, weil sie Masken tragen, die nach SM-Spielen aussehen und Matt fragt sich, ob sie einen Pornoladen ausgeräumt haben? Jedenfalls haben sie Nummern auf den Masken, mit denen die Leute identifizierbar sind.
Als plötzlich wieder die Wölfe auftauchen, verschwinden die Figuren und lassen Maddrax allein zurück - Aruula ziehen sie noch schnell auf ihr Motorrad, hauen ihr mal kräftig in den Nacken und nehmen sie mit. Matt kann den Wölfen entkommen, folgt den Figuren und steht vor ihrer Festung. Da kommt er nicht herein, deshalb sucht er nach Verbündeten.
Er findet sie nicht weit von Mailand entfernt. Ein Dorf, das regelmäßig von den Nosfera überfallen wird. Die Bewohner werden von den Vampiren entführt. Einige davon sterben allerdings an Ort und Stelle, ausgesaugt von einer Nosfera, die sich von ihrem Durst überwältigen läßt. Sie haben Angst, sich gegen die Nosfera zu stellen. Matt geht deshalb alleine zu der Festung zurück, wo er auf Gholan trifft, einen Krieger, der angeblich nach seiner Freundin sucht.
Gemeinsam dringen sie unterirdisch in die Festung ein und treffen da Riva, die Tochter des Gastwirts einer Herberge, in der Matt die Nacht verbracht hat. Auch sie war entführt und so holt Matt sie erst mal raus. Und weil ihm klar ist, daß er ohne Hilfe kaum eine Chance gegen all die Vampire hat, kehrt er nach draußen zurück und bringt das Mädchen in Sicherheit. Dann allerdings stürzt er sich gleich wieder ins Vergnügen, ohne Gholan diesmal, der sich den Arm auskugelt.
Kurze Zeit später kommen Gholan und einige Freunde zurück, die sich als Sklavenhändler aus Suizza vorstellen, offensichtlich der Schweiz. Sie schnappen sich Maddrax, der sich sofort als Spion zur Verfügung stellt und nur Aruula als Belohnung für seine Dienste haben will. Er bekommt heraus, daß offensichtlich die Nosfera Sklaven geboten haben gegen Essenzen aus der Schweiz. Die Sklaven sind die geraubten Menschen aus der Umgebung.
Aruula lernt mittlerweile die Machthaber der Nosfera näher kennen, vor allem einen offensichtlich verrückten namens Jacobo, der mit ihr schlimme Dinge vorhat. Er will sie zu einer "Urmutter" machen, zu einer Lilith eines neuen Vampirgeschlechts. Er hat herausgefunden, daß die Nosfera bloß an einem Mangel an Blutkörperchen leiden und deshalb gerne mal ein Schlückchen trinken, während sie gleichzeitig Probleme mit Tageslicht haben. Als Matt in die Festung vordringt, nehmen ihn die Nosfera gefangen. Er hat sich zwar mit der Kleidung der Nosfera getarnt und auch die Porno-Maske nicht vergessen, aber er kann natürlich wenig von ihrem Dialekt und als er das erste Mal angesprochen wird, haben sie ihn natürlich sofort.
Jacobo erkennt ihn sofort und Matt dann nach einer kurzen Verzögerung auch, nämlich Jacob Smythe, der verrückte Wissenschaftler, der offensichtlich vollkommen durchgedreht ist. Er erzählt Matt genüßlich von seinen Plänen, während die Einwohner des Dorfes ihre Verwandten befreien wollen und dies zusammen mit den Schweizern zu erreichen versuchen. Sie befreien dabei auch gleich Aruula, die sich erst einmal ihr Schwert zurückholt und Daman, den Stellvertreter und ehemaligen Chef der Nosfera, überwältigt. Der führt sie zu Jacobo und Matt. Sie nehmen eines der Motorräder, die Smythe wiederhergestellt hat, und fahren damit durch einen überdimensionalen Spiegel, der von ihrer Seite aus aus Glas besteht. Jacobo stürzt sich in die Tiefe des Kellers, in dem schreckliche Monster lauern. Matt hält ihn für tot, aber so wie sich Smythe verabschiedet, ist es ein eher offenes Ende.
Matt und Aruula schaffen es mit dem Motorrad nach draußen, auch vorbei an einer schrecklichen Bestie, die die Nosfera genüßlich aufisst.

Fazit

Die ersten beiden Romane kranken an den üblichen Symptomen von Auftaktbänden: Die Charaktere sind auch dem Autor noch nicht wohlvertraut, er kann noch nicht selbstverständlich mit ihnen umgehen und so muß sich Jo erst einmal an Matt Drax und Aruula gewöhnen. Versatzstücke aus vielen Bereichen deutscher Horror und Phantastik spielen darin eine Rolle und prägen einen ersten Blick in die Welt des Barbaren. Insgesamt absolut nicht schlecht zu lesen, aber noch mit leichtem Unbehagen.

Als Timothy dann übernimmt, gewinnt die Geschichte an Fahrt. Sind die ersten beiden Folgen noch nicht so richtig innovativ, setzen sich die weiteren Bände deutlich ab von dem, was man typischerweise bei Bastei unter einer Trendserie versteht und eigentlich ist es nicht verwunderlich, daß die Serie auch drei Jahre später noch läuft. Natürlich ist inhaltliche Qualität kein Garant für Langlebigkeit, das haben Serien wie Die Abenteurer und Vampira leider bewiesen. Aber nachdem die Serie endlich mal wirklich in der Öffentlichkeit Erwähnung findet (so häufig bin ich über letztgenannte niemals gestolpert, wie über Maddrax), kann man hoffentlich noch mit viel spannender Unterhaltung rechnen.

Timothy Stahl jedenfalls schafft es mit seinem unnachahmlichen Stil, der einiges mit der Rasanz und dem Tempo eines Stephen King gemeinsam hat, die Geschichte auf ein gänzlich anderes Niveau zu bringen. Und das setzt sich auch in den beiden Folgebänden fort. Zwar nicht ganz so schwungvoll, wie Timothy, gelingt es aber auch Bernd Frenz und vor allem Ronald M. Hahn, die Geschichte voranzubringen, zu unterhalten und einen einzustimmen auf die Geheimnisse, die in dieser Welt noch auf Matt und die Leser warten. Ronalds Humor ist jedenfalls köstlich ;-). Band 2 liegt schon bereit und auch die Nummer drei ist schon auf dem Regal angekommen. So, wie die Geschichte anfängt, macht sie jedenfalls Lust auf mehr.

Taschenbücher

1. Die dunkle Zukunft der Erde
2. Die Kinder des Kometen
3. Odyssee der Verlorenen
4. Die Erben der Menschheit
5. Reise in die neue Welt
6. In den Fängen des Weltrates

Zaubermond - HC

1. Apokalypse
2. Genesis
3. Der schwarze Feind
4. Brot und Spiele
5. Der Weg des Blutes
6. Die Hüter der Quelle
7. Dämon aus der Tiefe
8. Expedition ins Unbekannte



Jetzt bestellen bei Amazon!

This page is part of PROC Community. There are many other interesting projects at the PROC Community:

News:

×