11. Die Basis - Susan Schwartz
Kritik von Ralf KönigQuasi Band 1, nur anders herum, könnte man sagen. Etwa 500 nach dem Ende der ursprünglichen Besatzung, kommen die Nachfahren der Menschheit vom Mars wieder und fliegen zurück zu Erde. Endlich werden sie erfahren, was dort geschehen ist und warum nie eine Rettungsmission gestartet wurde. Der Leser weiß das natürlich schon. Trotzdem war die Umsetzung von Susan Schwartz sehr gelungen. Was macht man auf einem Flug vom Mars zu Erde, auch wenn er schneller geht, als der Hinflug? Genau, man beschäftigt sich hauptsächlich mit der angeblich schönsten Nebensache der Welt. Ausgerechnet Lorres und Maya finden auf sehr stürmische Weise zueinander. Sie lieben sich heftig, manchmal wohl eher mit Schmerzen, und es geht eher derb zu. Auch Frauen miteinander und eventuell sogar Leto, aber sehr zurückhaltend, beschäftigen sich vermutlich damit. Aber was will man tagelang einsam im All auch schon machen? Es ist jedenfalls gut zu lesen, was Susan Schwartz da schreibt. Und schließlich erreichen sie die Erde. Da wird es dann noch besser, stellenweise sogar dramatisch. Die Menschheit kehrt aus dem Exil zurück und hat eine gut entwickelte Technik mit dabei, eine Tatsache, die der Menschheit auf der Erde auch helfen kann. Aber noch ist es nicht so weit, noch erfahren sie erst, was auf der ERde passiert ist, erkennen den Krater, der die Welt vernichtet hat, stellen die veränderte Neigung der Erdachse und die verschobenen Klimazonen fest. Die Eiszeit ist noch nicht lange vorbei, die Erde erwärmt sich langsam. Und von der Menschheit ist nichts zu erkennen. Auf dem Mond angekommen, finden sie eine verlassenen Station, aber auch zwei Leichen. Sie reinigen die Station und bauen sie wieder aus, so daß sich Atmosphäre darin befindet und sie endlich aus den Raumanzügen kommen. Und sie hören sich an, was ihnen Paul Gardiner zu sagen hat, der Wissenschaftler, der mit seinem Kollegen Lars ausgerechnet auf dem Mond war, als Crhistopher Floyd kam. Das haben sie natürlich beide nicht überlebt und Susan schildert die letzten Tage aus Sicht der Tagebucheintragungen von Paul. Dies tut sie auf sehr bewegende Weise, die dem gelungenen Roman noch eine letzte Krone aufsetzen und mit ungeheurem Respekt vor den verstorbenen, auch wenn sie letztendlich ihrer Fantasie entsprungen sind. FazitEin munterer und frischer Roman, einer, der in der PR-Serie vermutlich nie in dieser Form erschienen wäre, dazu deutet er zu vieles an, was dort sicher nicht so political correct wäre. Aber das hat gefallen. Die Menschen verhalten sich wie Menschen, benehmen sich auch mal daneben und sind nicht so gekünstelt. Es geht auch mal derb zu und letztendlich wird trotzdem klar, daß es Menschen sind, die ihre Schwächen haben, leben, lieben und sterben. Insofern ist die Geschichte von Susan wirklich stark und macht ungeheuer Spaß. Da will man unbedingt wissen, wie's weitergeht ;-). Ein SEHR GUTer Roman von Susan. |
Mission Mars
1. Die Ankunft |

Zusammenfassung folgt ...