2. Hans Kneifel - Der Schläfer der Zeiten
Als hilfreich erweist sich dabei der Chip, den Denetree von ihrem Bruder erhalten hat. Nachdem erst einmal die Schnittstellen an diejenigen der PALENQUE angepasst sind und die Daten sichtbar werden, wird schnell klar, dass dieser Chip noch eine Menge von interessanten Informationen enthält. Beispielsweise diejenige über ein zweites Generationenschiff, das nach der NETHACK ACHTON gestartet ist. Die LEMCHA OVIR startete zwar später, aber die Information über das Schiff ist trotzdem in einem Chip, der sich auf einem früher gestarteten Generationenschiff befand. Der Startzeitpunkt sowie der Kursvektor scheinen bekannt, deshalb ist es möglich, die ungefähre Position der LEMCHA OVIR einzugrenzen und eine Suche in dieser Region zu starten. Darüber hinaus entdeckt der Orter der PALENQUE in seinen Aufzeichnungen noch einen Impuls, der von der NETHACK ACHTON ausgegangen ist und der offensichtlich im Hyperspektrum abgegeben wurde. Wie das möglich ist, ist unklar. Wir schwenken auf die LEMCHA OVIR, die offensichtlich ebenfalls in Schwierigkeiten ist. An Bord des Schiffes, greift eine Krankheit um sich, die die Besatzung auf etwa 1000 Lemurer dezimierte. Diese sind darüber hinaus noch mutiert, viele auf positive Weise, einige aber auch auf negative. Der Naahk der LEMCHA OVIR plant, den nächst erreichbaren Planeten anzufliegen und die LEMCHA OVIR im Orbit zu parken. Die Besatzung soll sich auf den Planeten begeben, sich dort erst einmal erholen und in ihrer Gesamtheit stabilisieren, danach kann über eine Fortsetzung des Fluges nachgedacht werden. Es gibt einige Parallelen, so zum Beispiel auch, dass Atubur Nutai offensichtlich ebenfalls unsterblich ist. Zumindest kennt er ein Verfahren, mit dem er sich wieder verjüngen kann, dem er sich alle 20 Jahre unterzieht. Kalymel ist ein Tenoi, der außerdem als Pilot ausgebildet ist. Er soll eine der vier Raumgleiter steuern, mit deren Hilfe die LEMCHA OVIR evakuiert werden soll. Allerdings ist er auch ein Rebell. Es gibt weite Bereiche des Schiffes, die abgeschottet sind und als verbotenes Gebiet gelten. Dazu gehört ein Frachtraum, der eine geheimnisvolle Fracht enthält. Niemand weiß darüber Bescheid, außer vielleicht der Naahk. Und Kalymel arbeitet daran, ebenfalls zu den Wissenden zu gehören. Deshalb nutzt er seine Trainingseinheiten in einem entlegenen Bereich des Schiffes, in dem sich die Raumgleiter befinden, um in die Nähe des Hangars vorzudringen. Er kommt dem Geheimnis immer näher. Als er aber diesmal von seiner unerlaubten Expedition zurückkehrt, muss er erkennen, dass es in dem Bereich des Schiffes, für den er verantwortlich ist, Alarm gibt. Mutanten sind ausgebrochen und haben sich offensichtlich gegen die Ordnung des Schiffes gewandt. Mutanten, die an der gefährlichen Krankheit leiden. Er macht sich auf den Weg, im Auftrag des Naahk, um die entflohenen wieder einzufangen. Das gelingt, aber zwei davon leben nicht mehr lange und erliegen der Krankheit. Das Schiff wird weiterhin auf die Zwischenlandung vorbereitet. Sie kommen Menthack Nutai immer näher. Und Kalymel nutzt die Chance, um sich weiterhin in dem verbotenen Hangar umzusehen. Er kommt dem Inhalt desselben nun sehr nahe, durchquert ein Schleusenschott und steht vor einem zweiten, das allerdings teilweise aus Glas ist. Er sieht eine schwarze, gekrümmte Wand und erkennt, dass diese Teil einer Kugelschale ist. Eine Kugel in einem würfelförmigen Hangar. Atubur Nutai koordiniert die Maßnahmen, die für die Zwischenlandung nötig sind und denkt dabei über die Vergangenheit nach. Unter anderem auch über seine Begegnung mit dem Legendor, von dem er den Zellaktivator hat. Der Legendor ist auch für die Zusammensetzung der Nährflüssigkeit verantwortlich, die sich in seinem Regenerationstank befindet, den er alle zwanzig Jahre aufsuchen muss, um wieder gesund und stark und jung zu werden. Dieser Teil fehlte offensichtlich auch dem Naahk der NETHACK ACHTON. Neben dem Legendor gibt es auch einen Hüter, eine riesige Gestalt, die drei rote, leuchtende Augen hat. Nutai hat Albträume. Bei der Prozedur der Zellregeneration vergisst er immer einen großen Teil seines Wissens, den er mühsam neu erwerben muss. Sie erreichen den letzen Bremspunkt und verlangsamen die Geschwindigkeit. In den Fähren sitzen die ersten Passagiere, insgesamt vier Fähren, jede mit ungefähr 70 Insassen. Die Fähren werden aus dem Schiff geschossen, aber es geht nicht gut. Kalymel kann nur eine weitere Fähre erkennen und er muss mit ansehen, wie die LEMCHA OVIR auseinander fällt. Die schwarze Kugel erkennt er ebenfalls wieder, unmittelbar nach der Explosion eines Reaktors, der aus dem Schiff geschleudert wurde. Dann hat er aber alle Hände voll mit der Notlandung zu tun, die auch gelingt. Sie schlagen im Wasser auf, allerdings an einer Küste und kommen am Waldrand, nicht weit vom Meer entfernt, zu liegen. Der Kontakt zu anderen fehlt allerdings im Augenblick. Sie müssen sich erst orientieren. Sie ahnen nicht, dass sie beobachtet werden. Energiewesen, die in der Atmosphäre dieser Welt existieren, begleiten ihre Notlandung, voller Furcht, dass es sich um aggressive Eindringlinge handeln könnte. Denn ihre Kollektiverinnerung lässt sie vorsichtig sein, wenn Fremde erscheinen. Aber die Ankömmlinge sind eindeutig als Opfer einer Notlage zu erkennen. Trotzdem können sie Keime aus dem All mitbringen und die Wesen beschließen, sie genau zu beobachten. Perry Rhodan an Bord der PALENQUE und die Akonen haben keine Probleme, das gestrandete Schiff der Lemurer zu finden. Sie müssen feststellen, dass sie alle Energie zu verlieren scheinen und im Orbit über der Welt, auf der die Lemurer notlanden mussten, gefangen sind. Auch dahinter stecken die Energiewesen, die immer noch beobachten wollen. Perry verliert aber nicht den Mut, er fliegt einfach mit der Space Jet los, die er auf Maahkora an Bord bringen ließ. Außerdem gehen zwei der Kriecher auf dem Planeten nieder und auch die Akonen angeführt von der Historikerin Solina Tormas gehen auf dem Planeten nieder. Sie treffen Überlebende, die nach mehreren Wochen auf der Welt immer noch dabei sind, sich zu organisieren. Schließlich finden sie auch die Kapsel, mit der sich der Naahk gerettet hat. Seine Geliebte hat die Landung offensichtlich sehr gut überstanden, aber der Atubur Nutai ist schwer verletzt und wirkt wie ein Greis. Sein getarnter Zellaktivator blinkt heftig, kann aber nichts mehr tun. Nutai stirbt und wird beerdigt. Und in den Trümmern der Arche und Nutais Zentralbereich, suchen die Helfer nach Informationen. Sie helfen den Gestrandeten. Organisieren die Hilfe und geben ihnen vor allem das wieder, was sie verloren haben: Führung. Die Energiewesen in der Atmosphäre dieser Welt aber verstehen nicht, was sie sehen. Wesen, die offensichtlich friedlich miteinander umgehen und sich sogar gegenseitig helfen, das haben sie noch nie erlebt. Deshalb sind sie auch mißtrauisch und behindern die Menschen, wo sie nur können. Als sie im Nordpolgebiet eine alte Station der Akonen entdecken, nehmen die Angriffe der Spindelwesen eine neue Dimension an. Die Energie wird auch den auf dem Planeten gelandeten weitgehend entzogen und so bleibt Perry Rhodan mit seinen Freunden fast nichts anderes übrig, als die Stadt zu erkunden. Dabei macht er einige interessante Entdeckungen, wie die Aufzeichnungen eines alten Mannes, dessen toter Körper noch immer in der Stadt ist. Dabei bekommen sie schließlich heraus, dass die Station der Akonen in einem Bereich errichtet wurde, der den Energiewesen heilig ist und ihre Brutstätte kennzeichnet. Sie erkennen, dass das Misstrauen der Wesen durchaus berechtigt ist. Inzwischen nehmen die immer noch misstrauischen Akonen die Geisel an Bord des Akonenschiffes gefangen. Aber der erste Offizier hält sich trotzdem zurück und deshalb kommt es auch nicht zu Feindseligkeiten, als die Energie plötzlich wieder funktioniert. Denn Perry Rhodan hat tatsächlich eine Möglichkeit der Verständigung mit den Wesen gefunden. Zuvor aber hat er noch etwas anderes gefunden, als die Station der Akonen zusammen zu brechen drohte. Eine Gestalt, die aus einem verschlossenen Raum ausbrach und an ihm vorbeistürmte, erwies sich als Haluter. Und offensichtlich als Besatzungsmitglied der schwarzen Kugel, die aus der Arche der Lemurer gefallen war. Der Haluter scheint bei den Lemurern als der Hüter bekannt zu sein. Und er rettet Denetree, die ihn sofort erkennt und entsprechend ehrfürchtig reagiert. Außerdem finden sie ein Bild des Legendor in dem Wrack der Kommandozentrale, in der sich immer noch Chibis-Nydele befindet. Sie machen den Lemurern klar, dass sie auf dieser Welt wohl siedeln müssen. Nachdem es zu einer Einigung mit den Energiewesen kam, scheint das auch kein Problem mehr zu sein. Aber sie helfen den Lemurern, mit ihrer neuen Umgebung klar zu kommen. Und sie schauen sich auch noch die Kommandokapsel an, als wiederum ein Hyperfunkimpuls abgestrahlt wird, wie es bei der NETHACK ACHTON auch bereits der Fall war. Anscheinend gibt es zumindest in diesen beiden Versionen der Arche Anlagen, die solche Techniken beherrschen. Allerdings wissen die Lemurer selbst nichts davon, was wohl nahe legt, dass dafür eher der Hüter und/ oder der Legendor verantwortlich sind. Zum Schluss finden sie einen Platz für die neue Siedlung der Überlebenden. Und sie bringen mit Hilfe der Akonen die Kommandokapsel mit Chibis-Nydele in die Nähe derselben. FazitPuh, es ist geschafft, bin ich versucht, zu sagen. Hans Kneifel schreibt in letzter Zeit sehr schwankend. Mit dem PR-Roman über Kantiran und Shallowain wusste er nicht zu überzeugen, dafür war der Atlan-Roman im Obsidian-Zyklus sehr gelungen. Mit Lemuria 2 knüpft er aber leider nahtlos an dem unattraktiven PR-Roman an, nicht an dem wesentlich besseren Atlan-Roman. Woran auch immer es lag - der Roman ist über weite Strecken sehr langweilig geraten. Eigentlich nimmt er erst jenseits von Seite 200 so richtig Fahrt auf, als plötzlich der Haluter auftaucht. Was danach zu lesen ist, ist durchaus nicht ganz schlecht und schafft es, wenigstens noch eine Beziehung zu der Geschichte aufzubauen. Den Roman insgesamt kann das aber nicht mehr retten, dafür kommt es viel zu spät. Die ersten 200 Seiten hätte man jedenfalls besser auf 5 Seiten zusammengefasst, das wäre für die meisten Leser sicher angenehmer gewesen. Inhaltlich passiert leider auch nicht sehr viel. Die ersten hundert Seiten an Bord der LEMCHA OVIR wirken eher wie eine Nacherzählung des sehr guten ersten Bandes. Die Situation ist zwar ein klein wenig anders, aber natürlich sind die Probleme ähnlich gelagert. Die Notlandung bezieht dann aus ihrer Situation heraus ein klein wenig Spannung, aber es reicht trotzdem noch nicht so recht, um den Leser mitzureissen. Und dass ausgerechnet dann Perry Rhodan mit seinen Freunden auftaucht, ist natürlich wieder typisch für die unglaublichen Zufälle des Perryversums. Gegen Ende kommen wir dann endlich zu Situationen, die neu sind und Interesse am Fortgang der Geschichte aufkommen zu lassen. Letzten Endes schafft Hans Kneifel es zum Schluss tatsächlich, den Staffelstab weiterzugeben und einen neugierig auf die Fortsetzung zu machen. Das wenigstens verhindert eine wirklich schlechte Wertung für den Roman und lässt mich letzten Endes doch noch zu einem milden NICHT ÜBEL greifen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte über weite Strecken eher LAU war. Gerüchte besagen, dass der dritte Band da schon wesentlich besser sein soll. Da kann man dann ja zumindest gespannt sein. |
PR - Lemuria1. Die Sternenarche2. Der Schläfer der Zeiten 3. Exodus der Generationen 4. Der erste Unsterbliche 5. Die letzten Tage Lemurias 6. Die längste Nacht |

Das Prospektorenschiff PALENQUE mit Perry Rhodan an Bord, sowie das Forschungsschiff der Akonen, sind gegen Ende des letzten Romans offensichtlich sehr bewusst gemeinsam nach Maahkora geflogen. In Band 2 jedenfalls brechen beide gemeinsam zu weiteren Forschungsfahrten auf, eine brüchige Stabilität, die aber offensichtlich einigermaßen fest ist, denn immerhin arbeiten sie gemeinsam gegen die akonische Flotte. Tatsächlich benutzen beide Seiten die lemurische Astronautin Denetree, um möglicherweise weitere Informationen über die Vergangenheit zu erhalten.