Der erste Band diente vor allem der Einführung der Charaktere, die die Ikarus bemannen sollten. Dies hat Dirk van den Boom sehr schön gemacht, gleich im ersten Band wurde die Grundlage für einige spätere Konflikte gelegt. Zum Beispiel wird es noch sehr interessant sein, Dr. Anandes weiteren Weg zu verfolgen, der immer noch nach den Lücken ins einer Vergangenheit fahndet ...
Die Ikarus ist ein Rettungsschiff, dessen Aufgabe es ist, schnell vor Ort zu sein, wenn es zu einem Unglück im Raum kommt. Stationiert ist es auf Vortex Outpost, einem weit von den gängigen Schifffahrtsrouten entfernt liegenden Stützpunkt, in dem auch die Chefin dieses Projekts stationiert ist. Sie ist offensichtlich schon in wesentlich höherer Position gewesen, hat diese aber durch interne Streitereien verloren. Dieser interne Konflikt ist auch in erster Linie das verbindenden Element zwischen den einzelnen Romanen.
Darüber hinaus geht es auch noch um Wesenheiten, die nicht näher beschrieben werden, aber den internen Konflikt wohl in irgendeiner Weise beeinflussen wollen. Dies ist alles sehr schön beschrieben, aber für eine Serie, die nur alle drei Monate erscheint, nimmt das einen doch sehr kleinen Raum ein.
In jedem der zehn Romane geht es um eine abgeschlossenen Handlung, eine Ausnahme bilden vor allem die Nummern 9 und 10, die eine zusammenhängende Handlung besitzen und wohl als eine Art Jubiläumsmehrteiler konzipiert sind.
Ich habe angefangen, die Serie zu lesen, als sie schon einige Zeit lief und mir dann sehr schnell die anderen folgen besorgt. Das ist insofern von Vorteil, als man die Romane dann hintereinander weg lesen kann. Da die Romane im Abstand von drei Monaten erscheinen, ist die Pause zwischen den einzelnen Romanen doch sehr lang. Für eine Serie, die einen Konflikt erst langsam aufbaut, meines Erachtens viel zu lang. Aber bislang ging das gut.