Martin Hoyer
Die Herde
Mitten in London geht die City Police in den Einsatz. Jon Zaati und Aaron Mitchell rechnen nicht wirklich mit Schwierigkeiten, wegen einem, der gerade dabei ist, sich wegen dem Virus zu verändern. So lange sie sich verändern, bleiben die Füchse im Bau, wagen sich nicht nach draußen und sollten auch kein Problem darstellen.
Entsprechend unbekümmert machen sie sich auf den Weg und dringen in die Wohnung ein.
Das hätten sie allerdings besser gelassen. Die Bestie sprengt die Tür aus dem Rahmen, ihre veränderten, stahlharten, wie Messer wirkenden Arme spießen Aaron durch die aus dem Rahmen gesprengte Tür an die Wand und töten ihn sofort. Jon reagiert eiskalt und professionell, eröffnet das Feuer und trifft mit jedem Schuß genau zwischen die Augen. Was die Bestie allerdings nicht im mindesten beeindruckt.
Wenigstens schafft er es aus der Wohnung und wartet draußen auf Verstärkung.
Sein Chef allerdings ist ein unangenehmer Kotzbrocken und wir erfahren, dass nach dem faktischen Ende der Menschheit die Konzerne am Besten weggekommen sind. Mit dem Ergebnis, dass praktisch die gesamte Stadtverwaltung aus der Kasse eines Konzerns namens CEENEL bezahlt wird.
Da ihn Heymann, sein Vorgesetzter, ohnehin nicht leiden kann, ist dieser misslungenen Einsatz gleichzeitig auch das Karriereende von Zaati. Noch ist ihm das allerdings egal und mit der Unterstützung einiger geklonter, androider Kampfdrohnen stürmt er den Laden und gibt sein Bestes, das allerdings nicht gereicht hätte, wenn nicht rechtzeitig ein Hubschrauber mit schweren Waffen erschienen wäre.
Dieser furiose Auftakt stellt nicht nur eine der wohl wichtigsten Personen, nämlich Zaati, sondern auch gleich eine Reihe schillernder Gestalten vor. Daniels zum Beispiel gehört zum Konzern, ist wohl in der Chefetage weiter oben angesiedelt und lässt Zaati die Treppe hinauf stolpern. Er bietet ihm einen Job in einer Spezialeinheit, mehr Geld und mehr Privilegien, wenn er sich die Untersuchung erspart und seinen alten Job sofort quittiert.
Gleichzeitig konfrontiert er ihn mit seiner Vergangenheit bei den Gunslingern, offensichtlich einer Spezialeinheit, möglicherweise umoperierte Kämpfer der Spitzenklasse. Für Zaati gilt das allerdings nicht mehr, er hat sich die Verbesserungen entfernen lassen und will von Daniels zurecht wissen, was ihn denn nun gegenüber anderen qualifiziert.
Offenkundig genau seine Vergangenheit. Aufgrund des Unfalls musste ein möglicherweise zur Entschärfung gedachtes Implantat entfernt werden und stattdessen bekam er ein Hormon, das die alten Reflexe wieder in ihm weckt, zumal es permanent ausgeschüttet wird und somit praktisch ständig aktiv ist.
Angenehm ist das nicht, weil Zaati dadurch schlechte Träume bekommt und als er eine künftige Kollegin, eine Pilotin aus der Luftabteilung der Polizei abholen will, trampelt er recht ungestüm in die Wohnung, weil er hinter der Tür Kampfgeräusche zu hören glaubt.
Unglücklicherweise zieht er die künftige Kollegin dabei leider direkt unter einer nächtlichen Eroberung hervor, die wohl als One-Night-Stand durchgehen würde. Peinlich ist ihm das unter dem Einfluss des Hormons kein bisschen. Der kurze aber nette Smalltalk ist allerdings einfach köstlich.
Eine Einweisung in das Aufgabengebiet verdeutlicht, dass es darum geht, die Mutationen zu finden und aus den Habitaten herauszuhalten. Dabei sind Zaati und Juliette das Ermittlungsteam, sozusagen der Ermittler und seine Privatpilotin. Wenn es Ärger gibt, steht ein Spezialist aus einem Habitat in Litauen bereit, dessen Elitetruppe aufräumen muss.
Wir erfahren nun auch näheres über die Gunslinger. Offenbar handelt es sich dabei um eine Spezialeinheit, die gegen marodierende Syndikate eingesetzt wurde. Deren Ziel war die Übernahme der Überreste dieser Welt, was allerdings misslang. Von den Spezialisten dieses Teams blieben nur vier übrig, von denen heute drei tot sind. Zaati ist also der letzte Überlebende.
Ein Major mitten in der Stadt, getroffen von einem Pfeil wie aus eine Blasrohr, unterbricht die Handlung um Zaati. Solche Phänomene sind schon aus der Gegend östlich von Birmingham bekannt, also aus dem "freien Land", in dem sich nur einige wenige aufhalten. Zaati allerdings weiß davon wohl nichts, der Major hat die Treffer recht gut überstanden, versucht nun seinerseits, die Angreifer zu erschießen und verschwindet dann wie ein Schatten. Der vermeintlich Erschossene, der in Wirklichkeit aber quicklebendig ist, macht sich zusammen mit seinen Freunden auf die Suche nach dem Major. Wobei man in dem Fall nicht so recht weiß, warum und wer und was das alles soll. Hoffentlich kommt die Erklärung noch.
Kennen lernen wir nun aber Ralf, auch wenn der keine Phantastik-Ecke, sondern eher einen Pub betreibt, der einen irgendwie coolen Eindruck macht und zu einem Polizisten eher nicht passt. Zusammen mit Juliette genießt Zaati den Abend und geht dann zur Beerdigung des Kollegen, bei der er recht freundliche Worte mit Heymann wechselt und auf zwei Gestalten trifft, die auf einer reinen Polizistenbeerdigung eher weniger zu suchen haben. Bei der Verfolgung verliert er sie allerdings beide. Und trifft auf zwei schießende Gestalten, die nach Militär riechen. Einer von ihnen ist der bisher nur dem Leser bekannte Major Keyner.
Beeindruckend blitzschnell schaltet Zaati drei Gegner aus und schießt auch den Major nieder, der allerdings trotzdem einfach davonspaziert, offenbar unter entsprechenden Medikamenten stehend, die ihn nichts spüren lassen. Zurück bleibt nur ein Toter, der eine Spritze in seiner merkwürdig verformten Haut stecken hat. Diese schlägt offensichtlich noch im Tode zurück und verletzt Zaati, der daraufhin gelähmt zu Boden sinkt. Vorher konnte er aber noch Daniels informieren.
Mittlerweile scheint klar, dass es sich um modifizierte Versionen des Virus handelt, die wesentlich andere Ergebnisse zeitigen, als bekannt. Offensichtlich intelligente Varianten von Mutationen sind das Ergebnis und es gilt wohl, einige Hintergründe aufzudecken.
Zaati macht sich zusammen mit Juliette auf den Weg, unter Rückendeckung der gesamten Einheit. Er kommt dabei auch Keyner in die Quere und macht eine mehr als ungewöhnliche Entdeckung...
(Ich werde an dieser Stelle Fieserweise aufhören *eg*. Wenn ihr das Ergebnis wissen wollt, dann investiert die Kohle und holt euch den Band - er ist jeden Cent wert.)