Der Weg zu Ruhm und Reichtum ist dornig ...

Interview mit Manfred Weinland, geführt von Ralf König

Bad Earth 1Manfred Weinland (geb. 23.04.1960 in Zweibrücken/Pfalz) ist einer der interessantesten Autoren der zeitgenössischen deutschen Phantastik. Seine schriftstellerischen Wurzeln liegen in der Science Fiction, aber er orientierte sich rasch auch in den Mystery-Bereich und schrieb u.a. an Heftserien wie Professor Zamorra, Vampir, Damona King und Gespenster-Krimi mit. Später schuf er sich mit Vampira eine ureigene Welt, die es bei B astei auf 50 Hefte und 60 Taschenhefte brachte und nun in Hardcover-Form bei Zaubermond als Volk der Nacht weiterläuft. Mit Bad Earth erschien von April 2003 bis Dezember 2004 eine lupenreine SF-Serie im Bastei-Verlag. Nach ihrem Ende wird die Serie bei Zaubermond im Hardcover fortgeführt und so quasi Vampira nachfolgen.

Ralf König: Wann und wie bist Du zum Schreiben gekommen? Was war der Auslöser und welcher Verlag hat Dein erstes Manuskript akzeptiert?

Manfred Weinland: Seit 1977. Meine erste Veröffentlichung überhaupt war eine Story in der William-Voltz-Anthologie „Das zweite Ich“, innerhalb der Terra-Astra-Reihe. Der erste Roman folgte, nachdem ich bei der Romanagentur Grasmück (Dan Shocker) unter Vertrag genommen wurde und von dieser Seite die Anfrage nach Gruselromanen kam. So entstand mein erster Zauberkreis- Silber-Gruselkrimi, der tatsächlich – ich kann es heute noch kaum fassen – ohne irgendwelche Beanstandung angekauft wurde. Es folgte ein weiterer, ehe ich mich Bastei und seinen Serien wie Gespenster- Krimi, Professor Zamorra, Damona King und dergleichen zuwandte. An SF, meine heimliche Liebe, war leider noch nicht zu denken. Ich schätze, ich selbst war, rein was da damalige Können angeht, auch noch nicht so weit. Es ist m.E. um vieles einfacher, den Plot eines Gruslers umzusetzen als den eines SF-Romans.

RK: Was schreibst Du lieber? Krimis aus der Jerry Cotton-Ecke oder Science Fiction oder Horror? Oder würdest Du gerne mal einen Roman verfassen, der nicht in einer Serie spielt?

MW: Letzteres. Ich arbeite auch dran. Ideen gibt es genug, allein die Umsetzung tut Not. Es kommen halt immer wieder Terminsachen dazwischen, und vorrangig gilt es erst einmal den Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber wie gesagt: Auf dem Sektor Historischer Roman ist etwas in der Mache, ebenso im Jugendfantasy- Bereich. Generell genieße ich die Abwechslung, möchte weder nur SF noch nur Krimi oder Horror schreiben.

RK: Hast Du schon selbst an einer Schreibwerkstatt teilgenommen? Bist Du an einer solchen auch einmal als Referent beteiligt?

MW: Zweimal nein. Als Referent wüsste ich gar nicht, was ich dem hoffnungsvollen Nachwuchs an Weisheiten mit auf den Weg geben sollte. Da gibt es berufenere Leute. Generell halte ich die Einrichtung solcher „Werkstätten“ aber für etwas Positives.

Bad Earth 25_1RK: Mit dem Internet gibt es ja auch eine ganze Reihe kleiner Verlage, in denen man seine ersten Schritte machen kann, auch die Möglichkeiten mit Schreibwerkstätten scheinen immer mehr zu werden. Andererseits sind aber gerade die etablierten Verlage kaum noch bereit, ein Risiko mit neuen Autoren aus Deutschland einzugehen und holen sich dafür lieber Stoffe aus dem Ausland, die schon erfolgreich waren. Deiner Einschätzung nach: Ist es heute schwieriger für neue Autoren, oder eher einfacher?

MW: Ich weiß nicht, wie leicht oder schwer es früher war. Die Situation heute für engagierte Newcomer sehe ich gar nicht so schwarz. Im Gegenteil. Letztlich wird sich ein guter Autor immer durchsetzen. Was den Erfolg in Form von Bestsellern angeht, gehört sicher immer eine gehörige Portion Glück dazu. Aber gerade im Heftromanbereich stehen Leuten, die spannend und originell schreiben können, alle Türen offen. Hier hat sich Bastei stets positiv hervorgehoben. Und somit kann ich interessierten Schreibern nur raten, Kontakt zu den jeweiligen Redaktionen zu suchen. In aller Regel erhält man zumindest wertvolle Tipps. Danach sind die Leute selbst gefragt: Wichtig ist, sich nicht von ersten Absagen oder zu harsch empfundenen Kritiken entmutigen zu lassen. Der Weg zu Ruhm und Reichtum ist dornig. ;-)

RK: Wie schreibst Du eigentlich? Mit dem Computer? Hast Du noch mit der Schreibmaschine angefangen oder arbeitest Du auch hin und wieder mit der Hand?

MW: Ich arbeite hin und wieder mit der Hand, aber nicht, wenn ich schreibe. ;-) Der Computer hat seine unleugbaren Vorzüge.

RK: Wie baust Du einen Roman auf? Wird da genau vorausgeplant und jede Wendung vorher festgelegt, oder weichst Du von Deinem eigenen Expose auch mal ab und lässt die Geschichte in eine Richtung laufen, die Du nicht beabsichtigt hast?

MW: Ich weiche auch mal ab. Aber innerhalb einer Serie wie beispielsweise Bad Earth, wo ja schon Kollegen parallel an den Folgegeschichten arbeiten, muss wenigstensdie Übergabe des „Staffelholzes“ so fließend und harmonisch erfolgen, dass der Leser nicht nur noch Bahnhof und Abfahrt versteht bzw. es eben keinen logischen Übergang gibt. Das wäre fatal und sollte so auch nie passieren. Umdas zu vermeiden gibt es aber auch noch die Instanz des Lektors.

RK: Die Arbeit als Schriftsteller ist eine sehr einsame Sache. Wenn Du an Deinen Computer gehst, um zu schreiben, ist entsprechende Ruhe sicher vonnöten. Arbeitest Du in vollkommener Stille, nur begleitet vom Klappern der eigenen Tastatur, oder darf da auch Musik laufen? Wenn ja, welche Art von Musik muss man sich da vorstellen?

MW: Ich habe früher mit Kopfhörer und schallend lautem Grönemeyer-Gegröhle auf den Ohren geschrieben. Es ging. Heute ginge es nicht mehr. Dafür habe ich meine Vorlieben und meine Arbeitsweise zu sehr auf Ruhe umgestellt. Etwas klassische Musik im Hintergrund schadet nicht, aber besten ist aber tatsächlich Stille.

Bad Earth 25_2RK: Wie zwingst Du Dich zu der nötigen Disziplin, um alle Termine einhalten zu können?

MW: Ich halte sie selten bis nie ein. Ich bewege mich eigentlich stets auf dem schmalen Grat dessen, was an „Überziehung“ so drin ist. Darauf bin ich nicht stolz, aber irgendwie gelingt es fast nie, fristgerecht abzugeben. Umso erstaunter bin ich immer wieder, was ich unter Druck zu leisten imstande bin. Auch mengenmäßig. Mein einsamer Rekord liegt bei einem halben Romanumfang an einem Tag. Danach musste ich mich allerdings auch ein paar Tage von meinem Anfall „schöpferischer Raserei“ erholen. :-)

RK: Du warst ja auch schon als Übersetzer tätig und bist es wahrscheinlich immer noch. Wie kommt man dazu? Bewirbt man sich da auch bei einem Verlag oder wird man da eher entdeckt? Wie weißt man seine Kenntnisse nach, wenn man nicht gerade das Studium einer entsprechenden Fremdsprache hat? Wie unterscheidet sich die Übersetzertätigkeit von der als Autor?

MW: Ich habe vor vielen Jahren mal ein paar Sachen aus dem Englischen übersetzt. Das waren alles eher stilistisch anspruchslosere Dinge wie einige Star Wars-Young Jedi Knights-Sachen oder kürzere Erzählungen für das von Ronnie Hahn herausgegebene Magazine of SF & Fantasy bei Heyne. Ach ja: TITAN A.E. und X-MEN (zusammen mit Winfried Czech) waren auch dabei. Ich habe das eigentlich nur des Geldes wegen getan – aber da unterscheide ich mich wohl nicht grundsätzlich von den meisten Übersetzern. ;-) Nein, Ambitionen in dieser Richtung habe ich zurzeit nicht. Wer das will und anstrebt, der sollte einfach Kontakt zu den Genre-Verlagen aufnehmen. Ich denke, er wird erst mal einen Probetext übersetzen müssen. Dann zeigt sich, ob er zum Zuge kommt oder nicht.

RK: Kommen wir zu Deiner Arbeit an konkreten Serien. Vampira war eine Serie, die vor allem in ihrer zweiten Phase im Taschenheft nicht mehr nur von Dir geprägt war, sondern auch von Timothy Stahl. Bei Bad Earth werden die Romane meistens von einem Autor verfasst, nicht von zweien. Hättest Du einen Timothy Stahl auch gerne in der Bad Earth Serie? Wie schreibt man einen Roman zu zweit? Hat da jeder seine Handlungsebene, oder mailt ihr euch die Fortsetzungen jeweils zu und schreibt dann daran weiter?

Bad Earth 5MW: Ich hätte niemanden lieber als Timmy mit bei Bad Earth. Es hat nicht sollen sein. SF liegt ihm nicht so, dass er dafür alles andere stehen und liegen lässt. Er hatte ja kürzlich seine eigene Kurzserie WÖLFE, die guten Anklang fand. Ansonsten ist er ziemlich mit Übersetzungen ausgelastet. Wir träumen aber ständig „laut“ davon, endlich mal wieder was zusammen zu machen. Ich hoffe, es lässt sich realisieren. Mit keinem anderen habe ich jemals diese intuitive Übereinstimmung beim Schreiben erlebt wie mit Timmy. Wir konnten uns quasi mitten im Satz die Story übergeben... Das waren Zeiten! Die praktische Seite sieht so aus, wie du vermutest. Wir haben uns die jeweiligen Anschlüsse immer zugemailt. Meist ohne festes Exposé mit ein paar Zeilen, wie man sich den weiteren Verlauf vorstellt. Das Ende stand auch oftmals – nicht immer – fest, und so konnten wir uns immer wieder nette neue Wendungen einfallen lassen. So macht es wirklich mehr Laune als das Schreiben nach fixer Vorgabe.

RK: Rückblickend betrachtet, was gefiel Dir besser? DieTaschenhefte oder jetzt wieder die Heftromane? Warum waren die Taschenhefte nicht so erfolgreich?

MW: Es gab ja keinen qualitativen Unterschied zwischen Taschenheft und Heft. Warum die Taschenhefte sich nicht durchsetzten? Keine Ahnung. Vampira war halt nicht der Megaseller. Was sich nicht genügend verkauft, wird eingestellt.

RK: Vampira war als Taschenheft und als Heftroman erfolgreich und läuft ja immer noch, in Form der Buchserie bei Zaubermond. In welchem Format gefiel sie Dir am Besten? Hättest Du damit gerechnet, dass die Serie so lange laufen würde? Hat die Umstellung ins Buchformat und der Verlagswechsel der Serie eher geschadet oder genützt?

MW: Anfangs nach dem Wechsel ins Buch hatte die Serie, glaube ich, noch einmal einen qualitativen Schub. Aber dann trugen viele Dinge dazu bei, dass auch diese Hoffnung versandete.Inzwischen sind die neuen Abenteuer ja auch bei Zaubermond eingestellt. Einzig die letzten Classic-Bände werden noch bis zum Erreichen der ursprünglichen Heftnummer 50 weiterlaufen. Ich persönlich mag auch nicht mehr über Vampire schreiben.

RK: Inzwischen hat ja auch der Bastei Verlag das Internet für sich entdeckt und alle Serien haben ihre eigenen Seiten, über die diese auch vermarktet werden. Eine solche gab es ja auch für Vampira, aber diese war offensichtlich lange nicht so bekannt, wie das jetzt bei Maddrax und Bad Earth der Fall ist. Hat das Internet eine treibende Rolle für eine solche Serie? Wäre Bad Earth oder Maddrax ohne das Internet überhaupt noch denkbar?

MW: Das Internet wird doch total überbewertet, was den Einfluss (das Pushen oder Totsagen von Serien) angeht. Vampira ist an der Internet-Zeit ja noch fast unbemerkt vorbeigeschrammt, und das hat ihr weder geschadet noch genutzt.

RK: Auch Du selbst bist ja sehr aktiv in entsprechend einschlägigen Webforen, sogar bei der direkten Konkurrenz wie Perry Rhodan oder bei Ren Dhark. Könntest Du Dir heute noch vorstellen, ohne diesen Kontakt zu den Fans auszukommen?

Bad Earth 16MW: Aber ja. Ich möchte nicht auf Kontakt generell verzichten, aber es gibt ja auch so altmodische Möglichkeiten wie Briefe schreiben oder die Beschränkung auf Mailaustausch. Dann noch die Cons, von denen ich einige sehr schätze, den BuCon beispielsweise oder neuerdings (neu für mich) den ColoniaCon.

RK: Welche Figuren sind Dir lieber, die aus dem Bad Earth-Universum oder Deine andere Serienheldin in Vampira und ihre Freunde und Gegner?

MW: Ich kann mich in alle gut hineinversetzen. Wobei dunkle Charaktere ihre Vorzüge haben. ;-)

RK: Ich muss ja zugeben, dass ich bei Ren Dhark eher befangen bin, denn ich bin mit Remittenden der zweiten Auflage und dann natürlich der dritten Auflage bei Kelter aufgewachsen, für mich ist die Serie mehr als Kult, vielleicht sogar mehr als Perry Rhodan. Wie war das für Dich, als Du erfahren hast, dass Du Gelegenheit haben wirst, die Serie zu betreuen und sie zu neuen Erfolgen zu führen?

MW: Anfangs habe ich die Aufgabe eher nüchtern als weitere Möglichkeit des Broterwerbs betrachtet. Aber mit jedem Buch, das ich bearbeitete, bin auch ich der Faszination mehr erlegen und in den Kosmos hineingewachsen. Ich schätze Ren Dhark heute mehr denn je und möchte mich auch nicht vollständig aus der Serie verabschieden.

RK: Einige Fragen zu Deinem aktuellen Projekt Bad Earth. Wie kamst Du darauf, ausgerechnet eine böse Erde in den Mittelpunkt einer SFSerie zu stellen?

MW: Och, die Gutmenschen sind doch langweilig. Oder? Vor allem aber unrealistisch. Und es gibt ja beileibe nicht nur schlechte Menschen auf der schlechten Erde.

RK: In den ersten 25 Bänden gab es eine ganze Reihe verschiedener Autoren. Das scheint sich in den ersten Bänden seit Band 25 (bis Band 33) geändert zu haben, da sind eigentlich nur noch fünf Autoren zu finden. Kann man sagen, dass das Team mittlerweile „steht“ – wobei das natürlich sicher auch nur ein vorübergehender Zustand ist?

MW: Es steht. Was nicht ausschließt, dass immer mal wieder wer dazukommt oder ausscheidet – aus welchen Gründen auch immer.

RK: Wie einfach ist es, für neue Autoren einen Roman bei Bad Earth zu platzieren? Wie erfahren muss der Autor sein, um ein Probeexpose zu erhalten? Wählst Du die Autoren aus und fragst sie dann selbst, oder ist die Redaktion (sprich Mad Mike) da die treibende Kraft?

MW: Der Redakteur heißt Holger Kappel. Mad Mike macht Maddrax und betreute früher Vampira. Um aber zur Frage zurückzukommen: Neuautoren werden in Absprache zwischen Holger und mir „ausprobiert“. Mal macht der eine, mal der andere einen Vorschlag. Genies werden grundsätzlich nicht abgewiesen, alle anderen müssen a) einen passenden Zeitpunkt erwischen und b) durch ihre Schreibe überzeugen. Dann gibt es noch c) Sie müssen serientauglich sein, nach Exposé arbeiten können.

RK: Wird es bei dem zweiwöchentlichen Rhythmus für die Serie bleiben?

Bad Earth 24MW: Ja

RK: Ist es vorstellbar, dass neben den Romanen bei HJB, die ja die Serie in überarbeiteter Form widerspiegeln, auch eine Art von Planetenromanen erscheinen wird? Was müsste passieren, dass es zu einer solchen kommt?

MW: Der Verleger müsste sein Interesse bekunden. Der Bastei-Verlag und ich müssten zustimmen. Geschichten zu erzählen gäbe es genug.

RK: Da die Serie Bad Earth heißt, können die Guten ja eigentlich im Kampf um die Erde gar nicht gewinnen. Wie lange wird die Serie unter diesen Voraussetzungen laufen ;-)?

MW: Bis sie eingestellt wird. Vom Konzept her kann sie „ewig“ laufen/funktionieren. Schaun wir mal, ob ich das beweisen darf. ;-)

RK: Bad Earth ist ein Serientitel, der im Gegensatz zu „Perry Rhodan“, „Ren Dhark“ oder „Rex Corda“ nicht auf eine Person abstellt. Im Unterschied zu „Star Trek“ oder „Raumschiff Promet“ aber auch nicht auf ein Schiff oder einen Schauplatz,, sondern auf eine Situation. Insofern kann man schon fast behaupten, dass wir hier einem ungewöhnlichen Experiment beiwohnen. Fraglich ist, ob dieser Titel auf Dauer glücklich gewählt ist, denn eigentlich wollen wir ja die Guten siegen sehen. Was wird geschehen, wenn die Guten gewinnen? Konsequenterweise müsste das ja das Ende der Serie sein. War es nicht ein Risiko, einen solchen Titel zu wählen?

MW: Das ganze Leben ist Risiko. Ich finde das etwas engstirnig betrachtet. Das Szenario, das Bad Earth inzwischen absteckt, ist so gewaltig, dass sich tausend Facetten auftun, um hier und dort spannende Verzweigungen auszubauen. Bad Earth bedeutet ja nur, dass die Erde, die Erinjij „böse“ agieren – aber sie tun es aus einem bestimmten Grund, der in den Bänden bis 100 erhellt wird. Erhellt – aber nicht beseitigt.

RK: Gibt es schon Planungen für einen Zyklus Nummer 3 (oder 2,5 denn eigentlich ist der zweite Zyklus ja eine direkte Fortsetzung des ersten)? Wenn ja, werden die alten Figuren da wieder aktiv sein (sprich in erster Linie Scobee und Cloud und natürlich auch die Überreste des GenTec)?

MW: Die Planung steht, natürlich. Es werden neue Charaktere auftauchen und behutsam eingeführt, und es wird ein Wiedersehen mit „Typen“ wie Jiim oder Darnok geben. Von Letzterem haben wir ja seit Band 25 nichts mehr gehört. Da wartet noch eine kleine Überraschung auf die Leser...

RK: Aylea und Jelto waren offensichtlich nur in den Terra-Romanen wirklich wichtig, denn im Moment verkümmern sie doch sehr. In Marc Tannous Geschichten scheint aufjeden Fall Jelto etwas besser in die Handlung eingebaut zu werden. Wie viel Sinn macht es,, diese zwei Figuren lange mitzunehmen? Für die derzeitige Handlung scheinen sie ja eher nicht geschaffen.

MW: Ich sehe das anders. Die Helden-Crew besteht ja nicht nur aus Mitgliedern, die ständig „gebraucht“ werden, um das Schiff oder das Universum zu retten. Aylea und Jelto gehören „zur Familie“. Daran wird sich auch so bald nichts ändern.

RK: Der Kontakt zu den Fans ist für eine solche Serie ja sehr wichtig. Wie wichtig ist es für Dich, dass die Serie auch auf Cons entsprechend präsentiert wird? Bist Du gerne auf Cons?

MW: Klar ist das wichtig – und klar engagiere ich mich gerne. Auch wenn die Mittel und Möglichkeiten leider oft sehr beschränkt sind.

Bad Earth 11RK: Die Titelbilder werden ja überwiegend von Candy Kay – in den meisten Fällen auch sehr schön – gestaltet. Eine Schwäche der gerenderten Bilder sind aber Figuren, während Raumschiffe und Weltraumszenen sich wunderbar darstellen lassen. Wird es auch künftig gezeichnete Bilder geben? Wäre es nicht eine gute Idee, hier mehr abzuwechseln, Candy die Weltraumszenen zu überlassen und möglicherweise Zeichner für die Figuren zu beschäftigen? Oder gar Candy mit einem Zeichner zusammenarbeiten zu lassen, um die Figuren besser präsentieren zu können?

MW: Ich bin völlig zufrieden mit Candy. Wie wir Autoren, hat auch sie Stärken und Schwächen. Es überwiegen die Stärken. Sie hat sich wunderbar gemausert. Ihre Cover werden von mal zu mal ansprechender. Und wer objektiv ist, wird die Highlights, die immer mal wieder darunter sind, nicht leugnen. Cover wie #11, #16 oder #24 sind schlichtweg grandios.

RK: Wir haben in Perry Rhodan ja mittlerweile sehr ausgefeilte Schilderungen über die Technik der Serie, während das bei Bad Earth weit weniger repräsentiert ist. Das liegt sicher auch an den Kenntnissen und Neigungen der Autoren, die Charakterisierungen sind jedenfalls durchaus nicht schlecht. Gibt es jemanden, der die Technik ausarbeitet? Wenn nein, wird es jemanden geben, der sich darum kümmert, wenn sich die Serie auch als Langläufer erweisen würde?

MW: Wir haben nicht vor, das bestehende Konzept zu ändern, das genau die Dinge hervorhebt oder weniger in den Vordergrund stellt, die du gerade genannt hast.

RK: Vielen Dank für das Interview und die interessanten Antworten!

Bad Earth

1. Armageddon
2. Phantomjagd
3. Die letzte Enklave
4. Welt unter Eis
5. Der Auserwählte
6. Flucht in den Aqua-Kubus
7. Meister der Materie
8. Für Menschen verboten
9. Die Grenze zum Nichts
10. Jenseits der Grenze
11. Architekten der Zeit
12. Planet der Kriege
13. Das Komplott der Jay'nac
14. Rückkehr ins Sonnensystem
15. Die Dschungelwelt
16. Hinter dem Schattenschirm
17. Die neue Menschheit
18. Endstation der Träume
19. Fremde unter Fremden
20. Auf dem Gipfel der Macht
21. Operation Omikron
22. Im Herzen der Macht
23. Skytown
24. S.O.S. vom Mars
25. Sobeks Plan

Eigene Domain

bad-earth.de.vu/

This page is part of PROC Community. There are many other interesting projects at the PROC Community:

News:

×