39. Manfred Weinland - Notruf der Cirr
Deshalb schickt er einen Schwarm der Spinnenroboter in das Fragment und lässt diese die Untersuchungen durchführen, transferiert aber sein Bewusstsein in eine der Maschinen. Das geht allerdings beinahe schief. Er erreicht zwar einen Hohlraum in dem Fragment, überwindet auch einen Schutzschirm und dringt ins Innere einer gewaltige Höhle vor, in der sich viele der Wesen befinden. Als sie sich aus ihren Kokons lösen und zum Leben erwachen, muss er aber feststellen, da es eine gefährliche Idee war, sich in den Roboter zu versetzen. Denn merkwürdigerweise kann er nun plötzlich nicht mehr zurück, er ist regelrecht an den Roboter gefesselt und gerät in Panik. Wenn der Roboter vernichtet würde, dann hätte der Geist nichts mehr, an dem er sich festklammern könnte und das wäre dann sein Ende. Aber der Bann gibt ihn frei und er stürzt zurück in seinen eigenen Körper. Trotz des Fehlschlags, hat er eine wichtige Erkenntnis gewonnen. Die Virgh sind wirklich schlimme Gesellen und Sobek scheint, was sie angeht, nicht gelogen zu haben. Nach dieser Begebenheit, verlässt Artas mit seinem Schiff die Menschen. Er geht mit Scobee zurück auf sein Schiff und zeigt ihr noch einige der Geheimnisse, sogenannte Logen, mit deren Hilfe das Schiff gesteuert werden kann. Gerade, als er sich von Scobee verabschieden will, gerät alles irgendwie außer Kontrolle. Das stellt auch Cloud fest, der beinahe im selben Augenblick aus dem Schiff zu stürzen scheint, auf eine Art schwarzer Insel, auf der ihn seine schlimmsten Alpträume erwarten, nämlich die Bewußtseine, die man ihm implantiert hat. Und er muss erkennen, dass er sie nicht überwunden hat, wie er sich das vorgestellt hatte. Sondern dass sie immer noch da waren. Währenddessen scheint die PERSPEKTIVE der Satoga auseinanderzudriften. Merkwürdige Ereignisse, die darin kulminiere, dass sie plötzlich wieder aufhören. Fast zeitgleich stellt die KI der RUBIKON fest, dass die galaktische Hintergrundstrahlung sich verändert hat. Aber Cloud kann nichts näheres darüber erfahren, denn plötzlich setzt sich die PERSPEKTIVE wieder zusammen. Und Cloud erfährt, dass es Scobee gut geht. Mehr aber auch nicht, denn Artas ist reichlich kurz angebunden. Mit ihr sprechen jedenfalls kann er nicht. Artas bringt Scobee wieder zu sich und danach auf die RUBIKON: Cloud kümmert sich inzwischen auch um die beiden letzten überlebenden Foronen an Bord. Es scheint ihnen nicht gut zu gehen, aber sie lassen ihn nicht an sich heran. Deshalb überlässt er sie wieder sich selbst. Stattdessen kümmert er sich doch wieder um Scobee, spricht mit ihr und Artas über die Geschehnisse, die sich aber nicht so richtig aufklären lassen. Eine psionische Kraft überrollte die PERSPEKTIVE wie eine Welle, aber das ist auch alles, was Artas festgestellt hat. Der Satoga verabschiedet sich daraufhin von den Menschen und kündigt an, dass sie nun wieder ihrer eigenen Wege gehen müssen. Als Zeichen der Verbundenheit, lässt er eine Box da, mit deren Hilfe er erreicht werden kann, wo auch immer sich die Menschen gerade befinden. Dann verlässt er die RUBIKON und fliegt mit seinem Schiff davon. Die Menschen haben wenig Gelegenheit, sich über die Begebenheit lange auszutauschen, denn plötzlich erreicht sie ein Hilferuf. Mit der RUBIKON eilt er dem Hilferuf entgegen. Sieben Lichtjahre müssen sie zurücklegen, dann erreichen sie den Schauplatz eines Kampfes. SESHA informiert Cloud darüber, dass Boreguir offensichtlich das Schiff verlassen hat. Sie konnte ihn zwar nicht orten, aber immerhin konnte sie nachmessen, dass sich die Gesamtmasse des Schiffes genau um den Faktor verringert hat, den der Saskane ausmacht. Wohin er verschwunden ist, ist nicht ganz klar, wobei man durchaus vermuten kann, dass er sich an Bord des Schiffes der Satoga geschlichen hat. Bevor sie sich darüber nähere Gedanken machen können, erreichen sie aber den Schauplatz des Kampfes. Und damit die Entscheidung. Sie werden beschossen, aber von einer Anlage, die auf dem angegriffenen Planeten steht. Offensichtlich wurde sie von den Angreifern verschont, wie um anzudeuten, dass sie diese Anlagen nicht wirklich fürchten. Dafür gibt es vieltausendfachen Tod auf diesem Planeten. Und Raumschiffe, die mit anderen Raumschiffen kämpfen. Allerdings noch 10 Lichtjahre weiter, in einem anderen System. John fliegt mit der RUBIKON zu der Schlacht. Er beschließt, die von Artas erhaltene Box einzusetzen, um ihm von Boreguir zu berichten. Allerdings kann er niemanden erreichen, er zweifelt, ob er die Box überhaupt richtig bedient. Aylea bittet darum, es versuchen zu dürfen. Nach kurzem Zögern übergibt Cloud Aylea die Box und lässt sie sich an der Bedienung derselben versuchen. Sie erreichen das andere System und müssen miterleben, wie die Verteidiger von einer Flotte von Angreifern dezimiert werden. Die Angreifer entpuppen sich als Virgh und sie sind so gnadenlos, wie Sobek sie beschrieben hat. Cloud zögert nicht und greift an. Er schafft es, die verbliebenen Angreifer zu vernichten, bis auf wenige, die fliehen. Die Virgh sind nicht von Anfang an als solche zu erkennen, weil sie in federartigen Schiffen angreifen, einem Typ, den sie bisher noch nicht verwendet haben. Das bedeutet aber auch, dass die Virgh auch heute noch aktiv sind und sich nicht samt und sonders in eine Stase begeben haben. Als die Virgh geflohen sind, gibt sich Cloud gegenüber den Angegriffenen zu erkennen. Die Cirr haben bisher noch keine Kontakte zu Fremden gehabt, bis die Virgh gekommen sind. Bevor die Diskussionen vertieft werden können, greifen die Virgh erneut an. Die Geflohenen kehren mit einer übermächtigen Flotte zurück, die sogar für die SESHA zu viel ist. Cloud trifft eine Entscheidung und bläst zum taktischen Rückzug. Eine andere Wahl bleibt ihm kaum. Er muss miterleben, wie die Reste der Cirr aufgerieben werden. Und ihn beschleicht der Verdacht, dass es einen Grund dafür gibt, dass Artas nicht mehr antwortet … FazitEine interessante Geschichte wird uns von Manfred Weinland präsentiert, die aber in der Rückschau interessanter erscheint, als sie es bei der Lektüre vor einigen Wochen gewesen ist. Der Roman musste sozusagen erst reifen. Eine Rolle spielt hierbei sicherlich auch das angekündigte Ende der Serie bei Bastei, das ein klein wenig dafür sorgte, dass das Interesse an der Serie kurzzeitig nicht mehr sehr groß war. Die Enttäuschung über die Einstellung war übermächtig. Inzwischen gibt es gute Nachrichten, denn Bad Earth wird bei Zaubermond weitergeführt werden. Die Serie ist also nicht vollständig tot, sondern wird im nächsten Jahr fortgeführt werden. Damit ist auch die Lektüre der noch ausstehenden Romane weniger qualvoll und die Serie weckt wieder das Interesse, das eigentlich verdient ist. Die Virgh gibt es also immer noch und sie schlafen nicht etwa alle, sondern sind sehr aktiv. Die Schiffe der Wesen haben sich etwas verändert, nicht aber ihre gnadenlose Art, die sie zu noch schlimmeren Feinden macht, als die Foronen. Die beiden überlebenden Foronen hingegen sind derzeit kaum in der Lage, den Menschen Widerstand zu leisten, denn sie sind nicht mehr ganz gesund. Und Artas hat sich von den Menschen verabschiedet, ist aber möglicherweise in sein Verhängnis geflogen … Im nächsten Roman werden wir erfahren, was die Virgh mit den Cirr angestellt haben und der Titel ist nicht sehr vielversprechend. Tod der Cirr - das legt schon nahe, dass die Virgh tatsächlich gnadenlos sind. Rückblickend betrachtet, war der vorliegende Roman jedenfalls NICHT ÜBEL. |
Bad Earth25. Sobeks Plan26. Schatten über Crysral 27. Die Arche der Foronen 28. Das Ende der Freiheit 29. Am Rande der Galaxis 30. Jeltos Traum 31. Der Ruf der schwarzen Sonnen 32. Angriff der Gravo-Läufer 33. Der Vergessene 34. Der Meister des verbotenen Wissens 35. Planet aus Glas 36. Die Brut 37. Das Geheimnis der Spore Auri 38. Der Große Krieg 39. Notruf der Cirr 40. Tod den Cirr 41. Das falsche Universum 42. Der letzte Ganf 43. Die Begegnung 44. Der Jahrtausend-Plan 45. Die träumende Galaxis Eigene Domainbad-earth.de.vu/ |

Nachdem der von den Virgh besetzte Planet vernichtet wurde, untersuchen die Mitglieder der Expedition ein Fragment des zerstörten Planeten. In ihm befinden sich lebende Vertreter der Brut dieser Wesen. John Cloud ist fest entschlossen, diese Brut zu untersuchen. Er begibt sich deshalb in die Station, allerdings nicht persönlich, denn die RUBIKON lässt ihn noch immer noch nicht von Bord, weil er als Kommandant und derzeit einzig befehlsberechtigter zu gefährdet wäre.