36. Michael Marcus Thurner - Die Brut
Und so schafft er es tatsächlich, die Gegner aus der Fassung zu bringen. Für einen Augenblick sind auch die anderen nicht in der Lage, sich zu orientieren. Aber als sie sich gefangen haben, empfängt Cloud den Todesschrei von Scobee. Er fasst sich sehr schnell, sehr zum entsetzen von Aylea, die ihn für gefühllos hält. Aber Cloud ist tief getroffen. Er konzentriert sich auf die Gegner und lässt Torrel einsetzen. Die fürchterliche Psycho-Waffe legt die Gegner endgültig lahm. Bis sie sich melden. Und Cloud muss verblüfft feststellen, dass Scobee doch noch lebt. Sie bittet ihn, Torrel abzustellen, was der Mensch natürlich auch tut. Scobee wurde von dem Fremden gefangen genommen, sie weiß aber eigentlich nicht, wie er das gemacht hat. Plötzlich war sie vollkommen kraftlos. Und als sie langsam wieder zu sich kommt, hat sie immer noch keine Kraft. Ihr Angreifer scheint aber gar kein schlimmer zu sein. Er kümmert sich um sie und sorgt dafür, dass es ihr bald besser geht. Dann lässt er sie alleine. Die Liege richtet sich auf. Sie setzt sich auf und sammelt Kräfte. Als es ihr besser geht, kommt ein merkwürdig dunkler Tropfen. Er stürzt sich auf ihr Gesicht und saugt sich daran fest. Sie bekommt keine Luft mehr und kämpft in Todesangst gegen die Masse an. Sie schreit ihre Todesangst hinaus, vermutlich der Todesschrei, den Cloud gehört zu haben glaubte. Dann gibt der Tropfen sie plötzlich frei. Als sie sich verwundert erhebt und den Raum verlässt, erwartet sie ein weiterer der Tropfen. Sie hat Angst, aber der Dunkeltropfen greift sie nicht an. Er fordert sie auf, ihm zu folgen, was sie dann auch tut. Und sie steht dem Fremden wieder gegenüber, der sie entführt hat. Sie kommunizieren einige Zeit miteinander und stellen so die Grundparameter einer gemeinsamen Kommunikation sicher. Als die Systeme des fremden Schiffes sich auf Scobees Sprache eingependelt haben, können sie sich besser unterhalten, aber der Fremde drückt sich reichlich kompliziert aus. Anscheinend hapert es noch etwas an der Feinabstimmung. Als die RUBIKON angreift, werden sie davon beide betroffen. Und Scobee vergeht beinahe vor Scham, als Torrel zuschlägt. Im letzten Augenblick kann sie Cloud informieren, der sie aus der Gewalt der Waffe entlässt. Sie begeben sich daraufhin gemeinsam an Bord der RUBIKON. Auch Sobek ist nun anwesend und teilt ihnen den Namen des Planeten mit. Zentalo war eine Welt seines Volkes. Der Fremde stellt sich als Artas vor und berichtet davon, wie leicht sie mit den Überresten der Virgh fertig geworden sind. Sobek wirft ihnen vor, viel zu unvorsichtig gewesen zu sein. Das Schiff, mit dem sie so schnell fertig geworden sind, war die Spitze eines Virgh-Raumers und als solches sehr gefährlich. Diese Spitze hatte Kräfte, die sich die Fremden nicht vorstellen konnten. Die Satoga haben aber das Schiff sogar in ihrem eigenen Schiff aufgenommen. Und plötzlich ist nichts mehr so, wie vorher für die Satoga. Artas erzählte gerade noch davon, dass er der einzige seines Volkes war, der Wach ist. Er erzählte davon, dass einige Artgenossen in seinem Schiff schliefen und dass sie die psionischen Feldlinien beeinflussen konnten. Plötzlich waren genau diese psionischen Feldlinien anders, als vorher, was den Satoga Artas beeinflusste. Er war vollkommen orientierungslos und verlor das Bewusstsein. Das Schiff der Satoga begann, auf die Sonne zuzustürzen. Und Cloud ließ von der RUBIKON eine simulierte Umgebung erschaffen, die in etwa dem entsprach, was Artas gewohnt war. Aber das klappte nicht richtig. Artas fühlte sich dabei nicht wohl. Immerhin konnte er dem Schiff den Befehl geben, sich von der RUBIKON führen zu lassen und so konnten sie der Falle der Virgh entkommen. Sie verließen die unmittelbare Nähe der Sonne, in deren Umgebung die Auswirkungen am Schlimmsten zu sein schienen und näherten sich dem Planeten. Artas ging es zusehends besser. Und so erreichten sie die zweite verglaste Welt. Scobee und Jarvis ließen es sich nicht nehmen, die Welt wieder zusammen zu erkunden und Cloud musste wieder im Schiff bleiben. Aber er entdeckte eine neue Fähigkeit der RUBIKON. Sie konnte ein Hologramm von ihm auf den Planeten beamen, so dass für die Freunde der Eindruck entstand, er wäre direkt bei ihnen. Und auch er selbst erlebte mit, was sie erlebten. Um eine eventuelle, versteckte Station der Virgh zu finden, beschlossen sie, die Welt mit Waffengewalt anzugreifen und auf diese Weise eventuell das Glas zu zerstören. Das funktionierte auch, aber der Welt tat das nicht gut und Scobee und Jarvis auch nicht. Als die tektonischen Aktivitäten zunahmen, konnte Scobee sich gerade noch so vor den Kräften der Natur retten. Aber nur auf Zeit. Plötzlich riss die Erde unter ihr auf und sie wurde regelrecht davon verschlungen. Sie begab sich in die Tiefe, weil sie nach oben nicht mehr konnte. Als sie in dem engen Kamin, in dem sie sich befand, fast die Kraft verlor, erreichte sie Jarvis und sie erlebte etwas, das bisher nur Cloud selbst mitgemacht hatte, nämlich von einem solchen Anzug umschlossen zu werden. Das Konstrukt umfloss sie und übernahm den Abstieg für sie. Es war sehr unangenehm, aber immer noch besser, als abzustürzen. Sie versuchten, einen Weg an die Oberfläche zu finden. Stattdessen entdeckten sie etwas anderes, nämlich eine Hinterlassenschaft der Virgh. Unmengen von durchsichtigen Blasen, die die Brut der Virgh enthielten, konnten sie erkennen. Und sie schlüpften alle nach und nach, befreiten sich mehr und mehr aus ihren Umhüllungen. Sie wollten nichts anderes, als töten. Nicht nur eine Kammer im Fels erblickte sie, in der sich die Brut befand, sondern mehrere. Milliarden von Virgh kamen nach und nach aus den Eiern. Scobee konnte sich, auf einen Vorschlag von Artas hin, in einer Kaverne verstecken, die einigermaßen geschützt war. Geschützt gegen die merkwürdige Form von Angriff, die Artas nun entfesselte. Er nutzte die Mächte seines Volkes und griff so die Virgh an. Als alle vernichtet waren, konnten Jarvis und Scobee an die Oberfläche zurückkehren. Und sie entdeckten den zweiten Teil der Hinterlassenschaft, nämlich eine Station, getarnt, in dem sich Schiffe für die neu geschlüpften Virgh befanden. Also war das Konzept wohl, die Welten in Glas einzuschließen, das gleichzeitig die Brut schützen sollte und für die Brut ausreichend Schiffe zurückzulassen, um ihrerseits mit den Eroberungen fortzufahren. Die Virgh erwiesen sich als insektoide Wesen. Die Welt Zentalo war vernichtet, was Sobek nicht allzu viel auszumachen schien. Hauptsache, die Virh konnten gestoppt werden, das war dem Foronen das Wichtigste. Und zu guter Letzt wurde das Schiff der Virgh, das die Satoga aufgenommen hatten, von der RUBIKON in eine energetische Verankerung genommen, um weiter untersucht werden zu können. Und Cloud entdeckt endlich auch, dass Boreguir verschwunden zu sein scheint … FazitDie Virgh sind also insektiod, das ist immerhin schon etwas. Und sie hinterlassen in ihren verwüsteten Galaxien glasierte Planeten, die von ihrer Brut besiedelt sind. Die Satoga hingegen sind ein friedliches Volk, das aus der kleinen Magellanschen Wolke kommt. Artas erzählt, dass in seiner Galaxis viele Völker existieren und dass die meisten von ihnen auf Kriege aus sind, weshalb sie ein Schiff mit Wissenschaftlern ausgeschickt haben, um die Große Magellansche Wolke auf Ausweichmöglichkeiten hin zu untersuchen. Die kleinere der beiden Galaxien ist also diejenige, die mehr Völker enthält und die Satoga scheinen noch mit die am fortgeschrittensten von ihnen zu sein. Sie werden durchaus interessant geschildert von Michael Marcus Thurner, der in diesem Band wieder besser aufgelegt scheint. Der Roman ist jedenfalls durchaus interessant geraten und vermittelt die Geschehnisse auf unterhaltsame Weise. Er verdient sich somit ein GUT. |
Bad Earth25. Sobeks Plan26. Schatten über Crysral 27. Die Arche der Foronen 28. Das Ende der Freiheit 29. Am Rande der Galaxis 30. Jeltos Traum 31. Der Ruf der schwarzen Sonnen 32. Angriff der Gravo-Läufer 33. Der Vergessene 34. Der Meister des verbotenen Wissens 35. Planet aus Glas 36. Die Brut 37. Das Geheimnis der Spore Auri 38. Der Große Krieg 39. Notruf der Cirr 40. Tod den Cirr 41. Das falsche Universum 42. Der letzte Ganf 43. Die Begegnung 44. Der Jahrtausend-Plan 45. Die träumende Galaxis Eigene Domainbad-earth.de.vu/ |

Zentalo heißt die Welt bei den Foronen, in deren Nähe sie sich im Augenblick aufhalten. Das Schiff der Fremden ist gestellt und Scobee ist anscheinend an Bord, denn Cloud kann es spüren. Als er im Netz der RUBIKON ist, nähert er sich langsam dem Schiff der anderen. Er legt sich einen Plan zurecht, wie er das Schiff der Gegner angreifen kann. Er will nicht die schreckliche Waffe einsetzen, die den Dimensionsriss erzeugt, und so lässt er mit aller Energie feuern, die das Schiff aufbieten kann. Er weiß, dass sie dadurch für einige Zeit, bis die Energie ersetzt ist, unfähig sind, sich zu verteidigen. Aber er geht das Risiko ein.