28. Susan Schwartz - Das Ende der Freiheit
Das Volk der Foronen hat sich an Bord der SESHA versteckt und ist im Aqua-Kubus bis in die heutige Zeit verborgen gewesen, soviel wissen wir ja bereits. Die Virgh aber sind offensichtlich in der Großen Magellanschen Wolke geblieben. Bolcrain, wie die Milchstrasse bei den Foronen genannt wird, ist insofern eine Zuflucht für dieses Volk geworden und aus diesem Grund ist auch die Erde den Foronen bekannt. Zu Beginn des Romans betreten wir die Welt Luur und begegnen zwei Wesen namens Karri und Juuna. Beide sind bekannte Persönlichkeiten in ihrem Volk, das besonders Kunst und Kultur zu schätzen weiß. Karri ist der anerkannt beste Baumeister der Luuren und Karri ist als Künstlerin bekannt, außerdem spielt sie eine wichtige politische Rolle in ihrer Heimat. Als sie sich eines Tages bei einem Bootsausflug plötzlich einer großen Gefahr gegenübersehen, die aus dem Weltall zu kommen scheint, bleibt ihnen scheinbar nur ein Ausweg, den sie auch gehen, obwohl Karri vor dem Wasser eigentlich Angst hat. Er springt mit Juuna ins Wasser und taucht unter. Dort werden sie aber von gefährlichen Tieren angegriffen, was ihnen nur noch die Möglichkeit einer Rückkehr an die Wasseroberfläche lässt. Im Ergebnis, gelingt ihnen keine Flucht. Sie werden von den Ankömmlingen gefangen gesetzt. Ein Schiff der Foronen ist erschienen und der Kommandant ist Mont, der immer noch großes Interesse an Sironaa hat. Als er die Gebäude der Luuren sieht, ist er beeindruckt, denn sie bestehen aus Erde. Und diese Erde ist in einer Form verbunden, die eigentlich unmöglich erscheint. Es scheint unmöglich, abzuleiten, wie die Luuren das gemacht haben. Um ihre Fähigkeiten für sich zu nutzen, beschließt er, einige Exemplare zu untersuchen und herauszufinden, wie sie das geschafft haben. Leider erweisen sich die Luuren als nicht sehr auskunftsfreudig. Die Foronen fragen eigentlich auch nicht, sie folgern eher und trotzdem finden sie nicht heraus, was die Luuren tun, um solche Bauwerke zu errichten. Bis schließlich Karri versteht, was der Hintergrund ist und treffend feststellt, dass sie nun einen Punkt erreicht haben, an dem den Foronen nichts anderes übrig bleibt, als mit ihnen zusammenzuarbeiten. Mont will es nicht wahrhaben, aber schließlich gibt er den Luuren eine Chance. Er bietet Karri und Juuna einen Vertrag an. Karri will ihm zeigen, wie die Luuren bauen und bei ihm bleiben, wenn alle anderen gefangenen Luuren freigelassen werden, einschließlich seiner Freundin. Diese durchschaut die Bereitschaft des Freundes, sich zu opfern, und besteht darauf, als Kontakt zu ihrem eigenen Volk dienen zu dürfen. Mont stimmt zu. Aber er weigert sich, Juuna als für ihn wichtig aufzunehmen. Die Luurin ahnt schon, dass Mont nichts Gutes mit ihnen vorhat. Sie stimmt deshalb zu, als Mont ihnen auferlegt, die Besten ihres Volkes auszuwählen und mit an Bord zu schicken, damit sie den Foronen helfen. Insgeheim bereiten sie aber einen Plan vor, gegen den nicht einmal Mont etwas unternehmen kann. Sie schaffen das unterirdische Höhlensystem, in dem sich viele der Luuren, die nicht mitgehen wollen, versteckt halten. Dann präsentiert sie Mont, eine Auswahl von an die dreißig tausend Besten ihres Volkes. Der akzeptiert, aber nicht alle. Als sie selbst ebenfalls abgelehnt wird, bietet sie Mont eine Wette an. Er will einen Anzug von ihr, der besser ist, als sein eigener. Dann nimmt er sie mit an Bord. Sie stimmt den Bedingungen zu und gemeinsam mit Karri darf sie mit Mont fliegen. Im Aqua-Kubus werden sie zunächst auf sehr engem Raum in einem Bereich untergebracht, der noch nicht bewässert ist. Zunächst müssen sie genetisch angepasst werden, was nach einigen sehr schmerzhaften Injektionen auch passiert. Karri und Juuna sind die beiden ersten angepassten Luuren, die unter Wasser schwimmen. Nicht bei allen gelingt die Anpassung, aber insgesamt werden die Luuren das zweite Volk im Kubus. Und sie erhalten die Genehmigung, sich fort zu pflanzen. Allerdings wird ein Kastensystem eingeführt, das ihre Lebenszeit einschränkt und nur dem jeweils obersten Gestalter eine längere Lebenszeit lässt. Sie blieben aber den Heukkonen untergeordnet, was ihnen aber nie wirklich etwas ausmachte. Die Protowiesen werden geschaffen und Juuna hält ihr Versprechen, sie erschafft einen Anzug, den sie Mont zum Geschenk macht. Er ist beeindruckt, als er das wandelbare Material sieht und davon umflossen wird. Das erste Exemplar ist das Seine, er bittet Juuna, sechs weitere für die Sieben Hohen zu schaffen, aber nicht mehr. Er hat vergessen, dass er sie nur unter dieser Bedingung mitnehmen wollte, trotzdem gefällt ihm der angebotene Anzug. Sie ist irgendwie enttäuscht, offensichtlich sind sie ihnen absolut gleichgültig. Was mit der Welt der Luuren passierte, ist ja bereits seit Horst Hoffmans erstem Roman für Bad Earth bekannt. Mont ließ eine Maschine erschaffen, deren Funktionen er aber geheim hielt. Als die Maschine fertig war, flog er allein nach Luur und verwendete sie, um die Luuren endgültig für jedes andere Volk unbrauchbar zu machen, vor allem natürlich für die Virgh. Er riss mit Hilfe dieser Maschine die Seelen aller Luuren aus ihren Körpern und erreichte auf diese Weise auch jene, die sich in den Katakomben versteckt haben. Diese Seelen wurden über Luur in der Atmosphäre installiert und die Körper in den Katakomben veränderten sich sofort, degenerierten und viele Jahrtausende später trafen die beiden GenTec auf die Nachfahren dieser degenerierten Wesen. Sie lernten auch die Seelen kennen. Mont war aber zufrieden, das neue Gerät hatte seine Tauglichkeit bewiesen. Es konnte von den Foronen auch weiterhin verwendet werden. Ein deutliches Zeichen, dass auch er ein eigentlich schlimmer Charakter ist. Ein weiteres Volk fehlt allerdings noch im Kubus, und zwar das der Vaaren. Sie wurden offensichtlich von den Foronen geschaffen, um den Kubus zu beherrschen. Den Heukkonen gefiel das zwar nicht, aber sie können nichts dagegen machen. Und mit der Zeit hatten sie sich dann auch daran gewöhnt, nicht mehr das beherrschende Volk zu sein. Die Vaaren waren aber auch nicht die eigentlichen Machthaber, dieser hatte sich in einen geheimen Bereich des Schlosses der Vaarenkönigin zurückgezogen. Taurt war dieser eigentliche Machthaber, der auch die Vaarenkönigin steuerte, als John Cloud und seine Freunde damals in den Kubus eindrangen. Warum aber taten die Foronen das alles? Sie sorgten dafür, dass der Kubus auch weiterhin wachsen würde und langsam, aber sicher, zu einem gewaltigen Gebilde wurde, das in der Galaxis bekannt und gefürchtet war. Sie selbst aber wurden zu einem Mythos innerhalb ihres eigenen Kubus, sorgten auch mit entsprechenden Geschichten dafür, dass das so bleiben würde. Zumindest bis Darnok und John mit ihrem Schiff erschienen, war das auch der Fall. Als Bewohner einer Wüstenwelt hassten sie das Wasser, konnten damit nicht sehr viel anfangen. Und damit war ein Versteck unter Wasser auch absolut sicher, so dachten die Foronen. Bis zum heutigen Tag, erwies sich dieses Denken auch als korrekt. Eingebettet in Wasser, wurden sie von den alten Feinden nicht gefunden und hatten ihrerseits Zeit, einen Langzeitplan umzusetzen. Am Ende dieses Plans stand die Rückkehr in den Kubus und die Duplizierung der SESHA. Nun stand eine Flotte von Schiffen zur Verfügung, die mit den erwachten Foronen an Bord der SESHA bemannt werden sollte. Am Ende teilte Sobek die Sieben Hohen auf einige der Schiffe auf. Nur in der SESHA selbst sollten zwei der Hohen gleichzeitig bleiben, in allen anderen sollte jeweils nur einer davon verbleiben. Die Schiffe flogen in verschiedenen Richtungen davon. Taurt selbst berichtete über die Schäden, die im Inneren des Kubus entstanden, als die Energien für die Replizierung der Schiffe abgezogen wurden. Einige Planeten und ihre Bewohner starben dabei, außerdem war der umliegende Raumsektor betroffen, in dem eine Vielzahl von Sonnen einfach erlosch. Und an Bord der SESHA verblieben außerdem die Menschen um John Cloud. Ihr Ziel sollte in weiter Ferne, außerhalb der eigenen Milchstraße liegen. Sobek plante, mit den Menschen und Siroona zusammen nach Samragh zu fliegen. Um herauszufinden, was mit den Virgh geschehen war und ob es sie noch gab. FazitKonsequent wird der Doppelband von Susan Schwartz zu Ende geführt. Nun wissen wir nicht nur, wie der Kubus erzeugt wurde, sondern auch, wie die einzelnen Völker in ihn eingezogen sind. Die meisten sind nicht ganz freiwillig in den Kubus gegangen, wurden von den Foronen mehr oder weniger gewaltsam dazu gezwungen. Die Wesen aus Samragh erweisen sich dabei als nicht sehr verlässliche Bündnispartner, um das eigene Volk zu retten, taten sie alles. Auch wenn es anderen Völkern schadete. Die Luuren mussten darunter ebenso leiden, wie die Heukkonen. Nur die Vaaren haben offensichtlich noch ein kleines Geheimnis. Wurden sie wirklich einfach so erschaffen? Mal sehen, ob uns diese Geschichte noch präsentiert wird. Aber offensichtlich geht es jetzt im neuen Zyklus auch so richtig los, die SESHA setzt zum Sprung an und soll die heimatliche Milchstraße, also Bolcrain, wie sie von den Foronen genannt wird, verlassen, um nach den Virgh zu suchen. Werden wir also den alten Feinden der Foronen bald begegnen? Das werden wir sicher in den nächsten Bänden erleben, Alfred Bekker jedenfalls begleitet uns bereits in die große Leere zwischen Milchstraße und Großer Magellanscher Wolke, in Band 29 werden wir also schon näher an den alten Feind herankommen. Beide Romane sind sehr schön erzählt, schildern Entwicklungen verschiedener Völker und was passierte, als sie den Weg der Foronen kreuzten. Außerdem führte er neue, geheimnisvolle Figuren und Geschehnisse ein. Insgesamt absolut gelungen und eine Empfehlung wert. |
Bad Earth25. Sobeks Plan26. Schatten über Crysral 27. Die Arche der Foronen 28. Das Ende der Freiheit 29. Am Rande der Galaxis 30. Jeltos Traum 31. Der Ruf der schwarzen Sonnen 32. Angriff der Gravo-Läufer 33. Der Vergessene 34. Der Meister des verbotenen Wissens 35. Planet aus Glas 36. Die Brut 37. Das Geheimnis der Spore Auri 38. Der Große Krieg 39. Notruf der Cirr 40. Tod den Cirr 41. Das falsche Universum 42. Der letzte Ganf 43. Die Begegnung 44. Der Jahrtausend-Plan 45. Die träumende Galaxis Eigene Domainbad-earth.de.vu/ |

Bereits in Band 27 wurde über die Vergangenheit berichtet, vor allem des Aqua-Kubus und seiner Entstehung. Allerdings erst ganz zum Schluß übernahm Taurt eine handelnde Rolle. In Band 28 erfahren wir nun, dass er der eigentliche Berichterstatter ist. Die Geschichte der Heukkonen ist bereits erzählt, diese sind das erste Volk im Kubus und außerdem dessen Erbauer. Dazu haben wir erfahren, was davor geschehen ist, nämlich die Vertreibung der Foronen aus der Großen Magellanschen Wolke, die auch unter dem Namen Samragh bei den Foronen bekannt ist.