13. Manfred Weinland - Das Komplott der Jay'nac

Bad Earth 13Endlich sind wir wieder an Bord der RUBIKON II, die sich von Aqua-Kubus entfernt. Wirklich versäumt haben wir somit nichts. Zunächst einmal erfahren wir aus der Perspektive von Imre Vereb, dem Kommandanten eines Erinjij-Späherschiffes namens HAMM, das wir schon aus Band 5 kennen, was sich in dem Raumsektor nach dem Start des Kubus so abspielt. Zunächst einmal sind die Erinjij offensichtlich schockiert, weil sie mit dem Gegner absolut nicht klarkommen, eine Rolle, die die Erinjij so wohl nicht gewohnt sind.

Der Aqua-Kubus ist auch kaum zu verfolgen, genauso wenig wie das merkwürdige Rochenähnliche Schiff, das sie in der Ortung finden können.

Immerhin erfahren wir noch, wie der Aqua-Kubus eine komplette Planetenkonstellation vernichtet, als er einen Planeten in sich aufnimmt. Ein kleiner Rückgriff auf die Erlebnisse in der Nummer 12, die also nicht ganz vergessen ist. Den Aqua-Kubus soll man verfolgen, das Schiff aber nicht. Das erweist sich als gar nicht so einfach, weil der Kubus erstaunlich schnell ist und weite Sprünge durchführen kann. Aber man kann es wieder lokalisieren. In dem Sonnensystem finden kämpfe statt zwischen einem Schiff mit der Kennung CLARON und mit unbekannten Schiffen, die die CLARON vernichten. Der Aqua-Kubus zieht unbeeindruckt weiter. Die HAMM wird beinahe zum Opfer der siegreichen Schiffe, kann sich aber ebenfalls absetzen.Durch den Blindsprung ist allerdings nicht mehr so ganz klar, wohin der Kubus gesprungen ist.

Offensichtlich fürchten sich die Erinjij vor einer unbekannten Gefahr und begründen ihr bisheriges gnadenloses Handeln auch genau damit.

Nach dem Verlust der beiden Freunde, wollen die zurückgebliebenen gerne wissen, was mit den GenTec Resnick und Jarvis passiert ist. Das lässt sich aber zunächst nicht klären. Darnok verkündet, daß es ein kleines Problem mit den beiden GenTec gibt, sie sind nämlich zum Tode verurteilt, weil ihr Genmaterial offensichtlich keine besonders gute Qualität hatte. Aber Scobee will, daß die beiden gefunden werden, denn sie denkt nicht ganz zu unrecht, daß sie es wissen sollten, um selbst zu entscheiden, wie sie den Rest ihres Lebens verbringen.

Als Darnok bestätigt und sich bereiterklärt, den beiden zu folgen, wendet sich Scobee an Cloud, um ihm etwas wichtiges zu erklären. Darnok geht durch das Schiffsinterne Transportsystem, das aus den bekannten Energievorhängen besteht, und begibt sich in den Raum, aus dem die beiden GenTec verschwunden sind. Dabei stellt er fest, daß von dem Experiment der beiden anderen Menschen noch eines der anwesenden Behältnisse verschwunden ist und er beschließt, einfach das Risiko einzugehen und einen der anderen Behälter zu berühren. Mit seiner überlegenen Technik glaubt er, nicht von den Anlagen entführt werden zu können. Scobee eröffnet Cloud inzwischen, daß sie eigentlich kein Ergebnis eines Genexperiments ist sondern eher die Matrix, also die Urmutter aller anderen Scobees. Anscheinend war sie Teil einer Verschwörung, die von Cronenberg initiiert wurde. Er hoffte, auf dem Mars Anlagen zu finden, mit deren Hilfe er die Herrschaft über die Erde würde übernehmen können. Das gelingt aber nicht so einfach. Deshalb startet er ein neues Experiment mit geklonten Supermenschen, die in seinem Sinne agieren würden. Die Herrschaft über diese sollte Scobee, die Matrix, übernehmen. Sie ist gleichzeitig die Freundin des NCIA-Chefs und da es auch noch eine telepatische Verbindung zur Erde gibt, kann sie seinen Befehlen nicht widerstehen. Er hat sie vollkommen unter Kontrolle.

Die Präsidentin der Erde weiß noch nicht, daß sie eigentlich kurz vor der Entmachtung steht. Cloud hält das alles für Irrwitz. Aber die derzeitige Situation auf der Erde, die ja den beiden gar nicht bekannt ist und sich ohnehin in der Vergangenheit befindet, erscheint ihm doch eher alles denkbar.

Darnok begibt sich inzwischen in große Gefahr. Seine Technik kann nicht so ganz verhindern, daß er in das Transportsystem gezogen wird und nur das Eingreifen von Cloud über die Schiffssteuerung, verhindert, daß auch er verschwindet.

Dafür finden sie die überlebenden eines Kampfes in einem Sonnensystem. Sie entpuppen sich als Wesen namens Cy und Algorian, die die Wesen, obwohl sie den Menschen sehr ähneln, als freundlich akzeptieren. Sie erzählen von ihrem Ausflug zu den Jay'Nac, der so gar nicht das brachte, was sie sich erhofft hatten. Anstatt Hilfe gegen die Erinjij zu finden, stolpern sie in eine Falle und müssen erkennen, daß die Jay'Nac eventuell noch gefährlicher sind, als die Erinjij. Sie haben originalgetreue Kopien aller sieben Herrscher des CLARON- Bundes angefertigt und brauchen nun nur noch die Bewußtseine, um die geklonten Herrschergestalten zu vervollständigen, dann können sie ersetzt werden und damit wäre der gesamte Bund mit einem Schlag erobert, wenn es gelingt, die originalen Herrscher gegen die geklonten auszutauschen.

Und es gelingt den Jay'Nac auch, die Bewußtseine aus Cy zu kopieren. Sie bitten nun die Besatzung der RUBIKON II, sie nach Hause zu bringen, um ihr Volk zu warnen. Darnok erklärt sich dazu bereit und macht mit den beiden Menschen einen Treffpunkt im Sonnensystem aus, da die beiden ihre Heimat sehen wollen. Sie trennen sich und machen sich in zwei verschiedene Richtungen auf den Weg.

Erwähnenswert ist auch noch, daß sich die Energievorhänge, die den Transport im Schiff sicherstellten, in Nichts aufgelöst haben und nun die Gänge direkt benutzt werden müssen. Das ist insofern ein Problem, als die RUBIKON II von innen wesentlich größer erscheint, als von außen. Cloud versucht immer noch, das Schiff vollständig unter seine Kontrolle zu bekommen und muß immer wieder sehr darum kämpfen, seine Verbindungen mit dem Schiff enden zumeist damit, daß er heißhungrig und müde aus dem Sarkophag kommt. Darnok lässt ihnen immerhin einen Plan da, der das Schiff vollständig darstellt. Diesen Plan ließ er von einigen seiner technischen Gadgets erstellen.

Fazit

Schon besser, wir sind wieder auf dem richtigen Weg, nämlich zum einen das Schiff kennen und beherrschen zu lernen, was sicher noch eine ganze Weile dauern wird. Und zum anderen auf dem Weg ins Sonnensystem, um die Geheimnisse dieser neuen Erde zu erfahren. Darüber hinaus erfahren wir interessante Details von den Jay'Nac, die offensichtlich wenig vertrauenerweckend sind. Das geht schon in die richtige Richtung und der Roman war sehr spannend erzählt. Aber irgendwie fehlt noch irgendwas, dafür, daß wir ganz am Anfang stehen, dauert es für meinen Geschmack viel zu lange, bis wirklich etwas passiert. Das alles ist irgendwo spannend und interessant, aber es fehlt noch eine Zielsetzung, die einen so richtig bei der Stange hält. Daran sollte Manfred noch arbeiten.

Bad Earth

1. Armageddon
2. Phantomjagd
3. Die letzte Enklave
4. Welt unter Eis
5. Der Auserwählte
6. Flucht in den Aqua-Kubus
7. Meister der Materie
8. Für Menschen verboten
9. Die Grenze zum Nichts
10. Jenseits der Grenze
11. Architekten der Zeit
12. Planet der Kriege
13. Das Komplott der Jay'nac
14. Rückkehr ins Sonnensystem
15. Die Dschungelwelt
16. Hinter dem Schattenschirm
17. Die neue Menschheit
18. Endstation der Träume
19. Fremde unter Fremden
20. Auf dem Gipfel der Macht
21. Operation Omikron
22. Im Herzen der Macht
23. Skytown
24. S.O.S. vom Mars
25. Sobeks Plan

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