2. Conrad Shepherd - Phantomjagd
Durch denselben Vortex verschwand das Schiff, in dem sich die überlebenden der Marsmission befanden. Nur noch fünf waren übrig, bis sie von dem einzigen Mitglied der Besatzung in der Zentrale beschossen wurden und einen der ihren verloren. Gemeinsames Feuer aus den Waffen der GenTecs hat ihn vernichtet und damit waren sie allein im Schiff. Und trafen auf Schiffe, die merkwürdig vertraut erschienen, Schiffe mit Schriftzeichen, die sie kannten. PEKING stand da. Und um sie und die PEKING tobte eine Raumschlacht, die kein Mensch jemals zu sehen bekam. Die Schiffe der Menschen verteidigten sich offensichtlich gegen Angreifer in filigran erscheinenden Raumschiffen. Angreifer, die sich selbst Barschieri nennen und insektoid sind. Wir erfahren, daß der Oberkommandierende eigentlich kein Krieger werden wollte. Der Krieg wurde ihnen im Gegenteil aufgezwungen von den Erinjij, wie sie wohl die Menschen nennen. Inmitten dieser kriegerischen Szenerie befindet sich das Schiff mit den Menschen an bord, die plötzlich überall Schemen erkennen können, Schemen, die ihnen auf eine merkwürdige Art zu helfen scheinen. Sie entschließen sich, um Hilfe zu rufen, weil ihnen langsam die Luft ausgeht. Deshalb begeben sie sich in die Schleuse, durch die sie das Schiff betreten haben. Obwohl sie keine Ahnung haben, wie dieses Schiff zu bedienen ist, schaffen sie es, die Schleuse zu öffnen. Irgendwie haben sie aber das Gefühl, daß ihnen wiederum jemand geholfen hat. Der Plan ist, mit den schwachen Funkgeräten des Raumanzuges möglichst nach draußen zu gehen, um dort dann eine bessere Möglichkeit der Kontaktaufnahme und weitere Reichweite zu haben. GT Jarvis will unbedingt dieses Risiko eingehen und begibt sich nach draußen, um sich dann mit den Magnetschuhen auf der Außenhülle zu verankern. Ein gewaltiges Risiko angesichts der Tatsache, daß nicht einmal das Material des Schiffes bekannt ist. Wie reagiert es überhaupt auf Magneten? Zunächst bleibt diese Frage unbeantwortet, denn Jarvis gerät in Gefahr. Irgendwie schafft er es, daß die Sicherung seiner Leine aufgeht und er plötzlich völlig ungesichert etwa einen Meter über dem Schiffsrumpf schwebt. Die Magnete greifen nicht mehr, er entfernt sich von dem Schiff und fragt nach Hilfe. Wir erfahren, daß sich GenTec kontrollieren können, weil sie die Ausschüttung von Adrenalin steuern können und deshalb nur dann Angst verspüren, wenn sie das wirklich wollen. Resnick hilft ihm schließlich, indem er mit dem eigenen Flugaggregat nach außen fliegt und ihn hereinholt. Jarvis selbst hat wohl schon vorher, während der gefährlichen Momente auf dem Mars, seine Aggregate geleert. Und dieses nicht voher überprüft. Die Kollegen sind durch die Situation wohl etwas konfus geworden. Die Raumschlacht geht zu Ende, die angreifenden Insekten haben wohl gewonnen, allerdings nur unter gewaltigen eigenen Verlusten. Aber der Funnkspruch, den sie abgesetzt haben, lockt Schiffe der Menschen an, die sofort das Feuer auf die Einheit eröffnen, in der sich die Menschen befinden. Diese machen sich während dem Beschuß auf den Weg durch das Schiff, um den Schemen zu finden. Da sie ohnehin nicht selbst in der Lage sind, das Schiff irgendwie zu beeinflussen, ist das immer noch besser, als auf das Ende zu warten. Bei der Suche treffen sie auf merkwürdige Kugeln, die mit Licht gefüllt zu sein scheinen. Als Scobee eine der Kugeln berührt, platzt diese und eine merkwürdige Flüssigkeit tropft auf den Boden. Sie wirkt quecksilbern und entwickelt ein Eigenleben, dem sich die Menschen durch schnöde Flucht entziehen. Mittlerweile hat John Cloud wieder Probleme mit den verschiedenen Wesenheiten, die in ihm schlummern. Anscheinend wurden die drei menschlichen BEsatzungsmitglieder einer Spezialbehandlung unterzogen, um sie zu generalisten zu machen, die mehrere Studienrichtungen perfekt beherrschen. Als Basis für die Wissensübertragung dienen Zellen von offensichtlich sehr intelligenten Menschen, die allerdings tot sind. Was diese Wesen ausmacht, ihre Seele möglichkerweise, scheint an dem übertragenen Wissen zu kleben und macht den drei Menschen zu schaffen. Aus diesem Grund stirbt in Band 1 bereits einer der Menschen und Darcy hat die Anspannung bis zu seinem Tod auch kaum noch ertragen. Nun leidet nur noch John unter den Träumen, die ihn heimsuchen, Träume von Tod und sterbenden Menschen. Trotz aller Widrigkeiten erreichen sie einen Hangar, in dem sich ein Schiff befindet, das von Scobee und John betreten wird. Während sie drin sind, startet ein Countdown, was Jarvis nicht gefällt. Er war in der Zentrale zurückgeblieben, folgt den anderen aber nun. Zuvor stellt er noch fest, daß sich das Schiff irgendwie der Vernichtung durch die gegnerischen Schiffe entzogen hat, indem es entmaterialisierte und nun wo ganz anders ist. Wo können die Menschen nicht ahnen. Jarvis erreicht das Schiff gerade noch rechtzeitig und folgt Resnick ins Innere. Dort wartet ein molluskenartiges Wesen, das irgendwie wie ein Herz aussieht, auf sie und eröffnet ihnen, daß es sich freue, endlich Vertretern des Volkes zu begegnen, die sein Volk ausgelöscht haben. Allerdings stellen die Menschen fest, daß die Atmosphäre im Schiff atembar ist. Und da das Wesen sonst nix sagt, entschließen sie sich dazu, dem Tod durch ersticken zu entkommen und einfach den Helm zu öffnen. Es scheint zu klappen. Aber dann verlieren sie plötzlich das Bewußtsein. Währenddessen erfährt auch die Präsidentin, daß die Besatzung der RUBIKON auf Schiffe mit chinesisch-irdischer Kennung gestoßen sind. Eigentlich wollte sie dem chinesischen Kaiser nicht helfen. Trotz der Beweise, daß die Invasoren eine Station auf dem Mond vernichtet haben, hatte sich die Präsidentin zunächst geweigert, den Chinesen beizustehen. Sadako denkt auch darüber anch und offenbart dem Leser dabei, daß ein nuklearer Angriff vorausgegangen war. Die NCIA drängt die Präsidentin dazu, es sich noch einmal zu überlegen. Dabei eröffnen sie ihnen auch, daß die Telepathin Scobee, die Kontakt zu den Verschollenen trotz des Üebrganges durch das Wurmloch halten konnte, die einzige ist, der dies gelang. Offensichtlich kann sie noch wesentlich mehr, sie ist, wie Reuben Cronenberg vermutet, mehr als nur eine Telepathin, möglicherweise Hellseherin und Telepathin in einem. Eine Zeittelepathin. FazitAuch Conrad Shepherd versteht es, gute und lesbare Romane zu schreiben, das hat er in der Vergangenheit ja nicht zuletzt bei Perry Rhodan bewiesen. Der Kneifel-Schüler legt seinen ersten Bad Earth Roman vor und übernimmt dort, wo Manfred Weinland aufhört. Der Übergang ist nahtlos und gelungen und die Geschichte recht interessant. Trotzdem agieren die Menschen teilweise etwas konfus, was man wohl der Situation zuschreiben kann. Insgesamt werden die geschaffenen Elemente aus Band 1 durchaus genutzt und weiterentwickelt und die Geschichte hält das Interesse auf mehr am Leben. Mit dem nächsten Band wird Michael Marcus Thurner übernehmen, der seinen Erstling bei Atlan vorlegte (wenn man mal seinen Fanroman außer acht läßt). Was mir nicht so gut gefällt ist, daß man sehr wenig von der Situation auf der Erde erfährt. Damit meine ich nicht nur die kurzen Episoden, die uns in die Zentrale der amerikanischen und chinesischen Macht gewährt werden, sondern Berichte von ganz normalen Menschen. Oder auch Ordnungsmächten. Oder sonst jemandem auf der Erde. Wird da schon ein Roman bei Zaubermond vorbereitet? ;-). Wenn ihr das schon so ignoriert, dann hoffe ich darauf wirklich. Und wenn er nur halb so gut wird, wie der erste BAnd der Maddrax-Hardcover, dann würde sich das Warten wenigstens lohnen. Könntet ihr das nicht langsam mal ankündigen? ;-). |
Bad Earth1. Armageddon2. Phantomjagd 3. Die letzte Enklave 4. Welt unter Eis 5. Der Auserwählte 6. Flucht in den Aqua-Kubus 7. Meister der Materie 8. Für Menschen verboten 9. Die Grenze zum Nichts 10. Jenseits der Grenze 11. Architekten der Zeit 12. Planet der Kriege 13. Das Komplott der Jay'nac 14. Rückkehr ins Sonnensystem 15. Die Dschungelwelt 16. Hinter dem Schattenschirm 17. Die neue Menschheit 18. Endstation der Träume 19. Fremde unter Fremden 20. Auf dem Gipfel der Macht 21. Operation Omikron 22. Im Herzen der Macht 23. Skytown 24. S.O.S. vom Mars 25. Sobeks Plan Eigene Domainbad-earth.de.vu/ |

Bereits in Band 1 verschwand er plötzlich, der Jupiter. Er stürzte in sich zusammen wie eine Sonne in der letzten Phase ihrer Lebenszeit. Am Ende war er nur noch eine kleine Kugel, mit der Masse eines Planeten. Und diese Kugel verwandelte sich in den Vortex eines Wurmloches, aus dem die Schiffe der Gegner stürzten.