9. "Braune Pest" von Arndt EllmerZusammenfassung von Stefan Friedrich
Atlan und Anee versuchen mit den Vecorat das Shainshar, das die Stadt erreicht hat, zu bekämpfen. In der Silbersäule von Yandan besorgt Atlan einen Gleiter aus Nanomodulen mit dem er mit Anee zur Technostadt fliegt. Die Plattform ist bereits größtenteils von der Braunen Pest zerstört. Der Arkonide dringt in eine Silbersäule ein um Informationen zur Bekämpfung des Shainshar zu erhalten. Er bekommt jedoch die Auskunft, dass die Braune Pest nicht zu stoppen ist und das entartete Leben den gesamten Planeten Überwuchern wird. Atlan und Anee kehren nach Yandan zurück und landen im Innenhof des Palastes. Tamiljon ist immer noch bewußtlos und die Kristalle aus seiner Halswunde sind inzwischen weitergewuchert. Atlan gelingt es schliesslich den Litrak-Wächter aufzuwecken. Gemeinsam wollen sie zum Obsidiantor am nördlichen Stadtende nahe des Imraptan-Bezirks. Als sich die Vecorat-Königin weigert mitzukommen, betäubt sie Atlan und verfrachtet sie mit in das Fluggerät. Sie machen sich auf den Weg zum Obsidiantor, werden aber vom Shainshar verfolgt, das rasch aufholt ... Sardaengar befindet sich auf Vinara Zwei immer noch auf dem Scheiterhaufen und die Flammen lodern rasch höher. Seine geistigen Kräfte sind für die Abwehr des Kristallmondes gebunden, so dass er seine Gestalt nicht verändern und fliehen kann. Bevor die Flammen den Cyno direkt erreichen, lässt er schliesslich doch seinen mentalen Abwehrblock fallen und das psionische Potential Vadolons gewinnt Macht über ihn. Er setzt seine Fähigkeit zur Paramodulation ein, wandelt seine Gestalt und entkommt als mantisähnliches Kristallwesen vom Scheiterhaufen ... In der Goldenen Technostadt, die nach Vinara Zwei transferiert wurde, müssen Lethem da Vokoban und seine Begleiter zunächst ohne die Unterstützung Li da Zoltrals auskommen, da die Arkonidin nach ihrer Verwundung durch einen Kristallsplitter bewußtlos ist. Von Ovalrobotern werden sie zu ihrem Schutz ins Innere der Plattform transportiert. In Gruppen erkunden sie die Technostadt. Als sie die Zentrale erreichen, verweigern ihnen die Ovalroboter zunächst den Zutritt. Erst durch eine List Kytharas erhalten sie Einlass. Die Steuerelemente sind jedoch zerstört, so dass sie nichts ausrichten können. Immerhin erhalten sie neue Informationen über die Aufgabe der Technostädte, die den künstlichen Orbit Vinaras und der vier Spiegelwelten auf ihrer gemeinsamen Umlaufbahn stabilisieren. Als die Plattform in der Lagune von Giascon abstürzt, kommen Lethem und seine Begleiter glimpflich davon. Wenig später erwacht Li da Zoltral aus ihrem Koma. Sie berichtet, dass Litrak aus seinem Gefängnis befreit wurde und der Untergang der Obsidian-Kluft droht. Von Ovalrobotern wird die Gruppe an Land gebracht wo wenig später auch Sardaengar erscheint. Li greift das Kristallwesen sofort an, hat aber keine Chance. Der Cyno setzt die Arkonidin in einem grellen Leuchtfeld fest und stürmt davon ... FazitArndt Ellmer kehrt mit diesem Roman an seine Wurzeln zurück. Bereits vor seiner Zeit bei Perry Rhodan hat er für die Atlan-Serie geschrieben, die damals noch regelmäßig erschien. Sie war quasi sein Sprungbrett in die Perry Rhodan Serie, wie das vieler anderer Autoren auch. Bisher hat er allerdings nicht an den Miniserien mitgearbeitet. In diesem Fall musste er offensichtlich für einen Kollegen einspringen. Das hat natürlich den Vorteil, dass er die Serie kennt. Im vorliegenden Roman hat Ellmer auch keine Schwierigkeiten mit den Figuren, die aus der Serie bekannt sind, aber was die Handlung angeht nützen ihm seine Kenntnisse recht wenig. Trotzdem ist der Roman flüssig geschrieben und durchaus lesenswert. Passieren tut allerdings nicht sehr viel. Auf der einen Seite haben wir einen Lethem da Vokaban, der mit einer bewusstlosen Arkonidin namens Li gesegnet ist, die er nicht so recht einschätzen kann, weil sie nicht mehr sie selbst ist. Und so erkundet er die Technostadt auf eigene Faust, was ihm immerhin die Erkenntnis einbringt, dass sie für die Stabilisierung der Umlaufbahnen der einzelnen Spiegelwelten unerlässlich sind. Außerdem haben wir da einen Sardaengar, an dem bereits die Flammen lecken und der sich aus rein praktischen Gründen den Impulsen des Mondes öffnet. Damit kann er nämlich die Konzentration, die er bisher ausschließlich gegen den Mond einsetzte, nun voll für seine Rettung einsetzen, um seine Gestalt zu wandeln und von dem Scheiterhaufen herunterzukommen. Mit neuer Kraft verlässt er die Gegend um die Lagune von Giascon. Dort trifft er auf Li, die inzwischen wieder erwacht ist. Die Roboter haben nicht nur sie von der Plattform gebracht, sondern auch die Gruppe um Lethem und Kythara. Sofort greift sie an, aber sie hat keine Chance gegen das Wesen, das nun frappierende Ähnlichkeit mit Litrak aufweist. Davon unabhängig, entwickelt sich Atlans Ebene. Er hat es mit der Braunen Pest zu tun und gleichzeitig mit den Vecorat, die er immer noch fürchtet. Glücklicherweise scheinen die ihre Fähigkeiten als Individualverformer verloren zu haben. Und so kann sich Atlan darauf konzentrieren, nicht umgebracht zu werden, denn nichts anderes hat die Königin vor, als sie den Arkoniden sieht. Offensichtlich weiß sie sehr genau, was Arkoniden und ihr Volk miteinander zu tun hatten. Sie verzichtet dann aber doch darauf, als ihr klar wird, wie gefährlich die Pest eigentlich ist und bittet den Arkoniden um Hilfe, der sie auch gerne gewährt. Aber letztendlich haben sie keine Chance gegen die entartete Masse des Shainshar. Sie müssen fliehen. Und damit wäre der Roman dann auch schon über Gebühr zusammengefasst. Eigentlich könnte man die Handlung in drei Sätzen unterbringen. Etwas dünn für einen neunten Band, der ja eigentlich das Finale der Serie einleiten könnte. Sicher wird interessant sein zu erfahren, wie die Episode der Braunen Pest mit dem Rest der Geschichte zusammenhängt. Aber eigentlich ist sie denkbar uninteressant. Die Handlung wird jedenfalls nicht wesentlich weitergebracht. Immerhin kommt nun langsam auch Atlan dahinter, dass die Beschreibungen Sardaengars am ehesten auf einen Cyno mit dem Status eines Mago hinweisen. Langlebig und Gestaltwandler, das lässt ihn sich an berühmte Cynos wie Schmitt, Nostradamus und Caliostro erinnern. Aber auch an Nahit Nonfarmale, den er in der Vergangenheit (und in einer gewissen Atlan Buchserie) tötete. Aber er kann sich trotzdem immer noch nicht an ein Gesicht erinnern. Arndt Ellmer jedenfalls hat solides Handwerk abgeliefert. Es gibt allerdings einige Widersprüche. So ist die Spiegelgestalt der Enaa Namens Anee tatsächlich eine solche, noch dazu eine, die mit ihrem Original in Kontakt stand, jedenfalls so lange, bis diese starb. Daher kennt sie den Namen Cisoph Tonk, kann aber merkwürdigerweise mit da Vokoban nichts anfangen, obwohl der ja ebenfalls bei der Gruppe war. Dazu kommt noch die Pest und ihre Bekämpfung. Atlan lässt sich ein Gefährt aus Nanomolekülen bauen. Unwillkürlich fragt man sich, wie dieses denn bewaffnet ist. Antwort: Gar nicht. Begründung: Weil Atlan sich sicher ist, dass es sowieso nicht geht. Wenn dem so wäre, dürfte aber auch der Gleiter selbst nicht fliegen. Insgesamt ist der Roman ziemlich unbefriedigend, weil das Ergebnis die Handlung nicht im geringsten weiterbringt. Dazu kommt noch, dass dem Roman Spannung so ziemlich abgeht. Aber auch wenn die Geschichte nicht viel hergibt, war sie trotzdem gut lesbar und verdient sich somit immerhin noch ein Nicht Übel. |
Obsidian
1. Im Licht des Kristallmondes |

Auf Vinara Fünf sind Atlan und Tamiljon im Reich Tanalagan und beobachten wie die Goldene Technostadt, die ehemalige Eisgruft Litraks, im Zandaran-Delta abstürzt. Dabei werden Fragmente des Shainshars, der Braunen Pest, in die Umgebung verstreut und verbreiten sich weiter. Die Bewohner des Flussdeltas und der Stadt Yandan sind insektoide Vecorat, die Erzfeinde der Arkoniden. Die Seherin von Yandan ist jedoch eine etwa dreißigjährige, knabenhaft schlanke Akonin, die sich Anee nennt. Sie ist ein Spiegelwesen, das mit ihrem Original Enaa von Amenonter, im mentalen Kontakt stand und daher auch Cisoph Tonks Namen kennt. Zusammen begeben sie sich nach Yandan, die Haupstadt des Reichs der Individualverformer. Die Herrscherin über die Vecorat ist die Königin Drizzt-Rilice. Zu ihr sollen die drei Humanoiden gebracht werden. Zwischenstation machen sie am Yanazan-Orakel, das sich in der Stadt zu Füßen einer Silbersäule befindet. Als sie schliesslich zur Königin gebracht werden, will diese von den Warnungen des Arkoniden nichts hören, sie will Atlan sogar töten lassen. Im letzten Moment erscheint ein Vecorat-General, der die Berichte Atlans über die Gefährlichkeit der Braunen Pest bestätigt. Tamiljon bricht plötzlich zusammen als Kristallranken an der Stelle aus seinem Hals wachsen an der er von einem Splitter Litraks getroffen worden war.