11. "Die verlorenen Rhoarxi" von Uwe Anton
Kritik von Ralf KönigIm vorletzten Roman der Serie, erreichen wir Eschens Welt. Dieser Planet ist bereits unter der offensichtlichen Kontrolle der Zaquoor, aber das scheint nicht so bekannt, denn der Planet ist soweit von allen gängigen Handelsrouten entfernt, dass anscheinend kein Cappin mitbekommen hat, dass ein Gegner bereits direkt vor ihrer Haustür steht. Da ein Großteil der Takerer hinter den Lordrichtern steht, ist das aber auch nicht unbedingt maßgeblich. Atlan erreicht den Planeten mit einem Täuschungsmanöver und begibt sich zielstrebig in die Hauptstadt einer untergeordneten Provinz des Planeten. Immerhin das, eigentlich wäre es nicht verwunderlich gewesen, wenn er direkt im Dschungel gelandet wäre. Nicht genug damit, er trifft dort genau auf die Personen, die ihm helfen können ... erstaunlicher Zufall, aber da das ja ein Stilelement der gesamten Serie ist, muss man damit wohl leben. Oder, wie Leo Lukas in Köln so schön meinte, es glaubt doch keiner, dass in Tölz jede Woche ein Mord passiert ... naja, da mag er Recht haben. Auch wenn das eine zweifelhafte Begründung dafür ist, dass bei PR der Zufall ein zu Hause hat, ist es doch immerhin eine unterhaltsame Begründung. Weit unterhaltsamer jedenfalls, als die Geschichte. Wobei man da schon differenzieren muss, die Geschichte an sich bietet schon einen gewissen Unterhaltungswert. Atlans Dialoge mit dem Extrasinn sind gelungen, was bei Uwe Anton eigentlich immer der Fall ist. Außerdem sind die Figuren in seinem Roman nicht nur glaubwürdig und nachvollziehbar gezeichnet, sondern außerdem sehr authentisch und interessant. So würde man sich das bei einigen anderen in diesem Zyklus auch wünschen ... wie auch immer, das größte Problem der Geschichte ist eigentlich eines, das vom Expose kommt (an dem ja indirekt zumindest auch Uwe schuld hat ;-)). Überraschenderweise erfahren wir bereits in diesem Band, wer das Schwert der Ordnung ist. Und es ist ein alter Bekannter. Was wiederum weit weniger überraschend ist. Das Saqssurma ist an allem schuld und nicht nur das, es hat auch alles geplant ?? Das wiederum ist doch sehr überraschend, denn in der Geschichte, vor allem zu Beginn des Flammenstaub-Zyklus, gab es eine Reihe von Dingen die schwer bis unmöglich planbar waren. Fast könnte man glauben, dass das Schwert der Ordnung ebenfalls über Möglichkeiten verfügt, die Wahrscheinlichkeiten zu beeinflussen. In dem Roman passiert vieles was eigentlich unglaublich ist und da frage ich mich denn doch, warum es so dringend den Flammenstaub Atlans benötigt, denn anscheinend hat es davon ja selbst genug. Oder kann es Wahrscheinlichkeiten auch ohne den Flammenstaub beeinflussen? Wenn ja, braucht es den Flammenstaub von Atlan aber auch nicht ... Naja, noch sind wir ja nicht am Ende angekommen. Aber es ist nur noch ein Roman übrig und so richtig will sich Euphorie eigentlich nicht einstellen. FazitDie Geschichte neigt sich dem Ende zu und nach dem elften Band des letzten Zyklus, entwischt einem doch ein erleichterter Stoßseufzer. Wenn der Lordrichter-Zyklus endlich beendet ist, kann es eigentlich nur aufwärts gehen. Schade nur, dass es zunächst einmal überhaupt nicht mehr geht. Aber Michael Marcus Thurner hat mit der Intrawelt bewiesen, dass er gute Zyklen konzipieren kann. Zwar muss man Zweifel hegen, ob das Ende dieses Zyklus wirklich so erhebend sein wird, aber auf die Trilogie, die wohl Thurner ebenfalls verantwortet, freue ich mich inzwischen deutlich mehr, als auf den Abschluß der Reihe ... Für den vorliegenden Roman reicht es zu einem NICHT ÜBEL, das liegt aber eher an Uwe, als am Expose ... |
Flammenstaub
1. Zwischen den Dimensionen |

