7. "Entscheidung auf Extosch" von Wim Vandemaan
Kritik von Ralf KönigZum wiederholten Male, gibt es einen Angriff der Lordrichter zu bestaunen. Doch diesmal ist es anders. Statt der Truppen der Lordrichter, kommen Takerer zum Einsatz, die sich mit den Lordrichtern verbündet haben. Und sie greifen eine mehr als harmlose Welt an. Extosch ist ein Archivplanet, der quasi unter neutraler Regierung steht. Organisierter Abwehrkampf, ist da kaum zu erwarten. Und die Truppen gehen denn auch gleich richtig zur Sache, vernichten wertvolles Wissen, das den Cappins im Allgemeinen gehört. Der Ganjo des Planeten ist entsetzt, kann aber nichts dagegen machen. Besonders entsetzt ist er darüber, dass seine Tochter ausgerechnet in dem Museum ist, das als erstes angegriffen wird, ein altes Schiff der Moritatoren. Aber immerhin kann sich das Mädchen mit ihren beiden Begleitern retten. Leider aber nur in die Höhle des Löwen, denn der wichtigste Teil des Archivs wird von den Takerern und den Zaquoor in ihrer Begleitung rücksichtslos angegriffen. Im letzten Augenblick wollen die Bewahrer des Wissens der Cappins das Archiv von der Außenwelt abschließen. Aber es gelingt nicht. Und damit geht Wissen in den Besitz der Lordrichter über. Das Heiligtum der Cappins, eine ganz besonders wichtige Datei, scheint allerdings nicht Ziel des lordrichterlichen Interesses zu sein. Sie interessieren sich für etwas, das in einem ganz anderen Bereich gespeichert ist und selbst von den Cappins auf dem Planeten noch nicht genauer untersucht wurde. Und deshalb wissen sie letztendlich gar nichts. Besonders schade ist, dass die Tochter des Ganjo zwischen die Fronten gerät. Ohne Rücksicht auf Opfer, holen sich die Lordrichter alles, was sie brauchen. Der Vater des Mädchens findet sie nur noch tot auf. Was sie mit dem Wissen anfangen wollen, ist allerdings weiterhin unklar. Atlan jedenfalls, blieb bei der gesamten Geschichte außen vor. Aber ehrlich gesagt, hat das gar nicht sonderlich gestört. Wim Vandemaan legt erst seinen zweiten Roman vor, aber bereits der erste konnte überzeugen. Und der Autor knüpft da an, wo er aufgehört hat. Er beschreibt die Figuren seines Romans auf überzeugende Weise, stellt uns Charaktere vor, die mehr als nur eindimensional sind und zu faszinieren verstehen, nicht nur die Guten, sondern gerade auch die ?Bösen?. FazitDer siebte Roman des Flammenstaubs macht Spaß und weiß zu unterhalten. Die Figuren in der Geschichte, sind mehr als bloße Statisten, man fiebert mit ihnen mit und will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Mehr Romane des Autors wären schön, aber nachdem ja nun entschieden ist, dass die Atlan-Serie nicht mehr weitergehen wird, wird es wohl auf absehbare Zeit zumindest keine Atlan-Romane von Wim Vandemaan mehr geben. Was man wirklich bedauern mag. Aber die Hoffnung auf einen eventuellen Auftritt in der Perry Rhodan Serie ist davon ja unberührt. Die Entscheidung auf Extosch jedenfalls steigert die verflachende Handlung wieder deutlich. Der Roman des Autors ist SEHR GUT und macht neugierig auf mehr. |
Flammenstaub
1. Zwischen den Dimensionen |

