12. "Atlan, Bote des Flammenstaubs" von Leo Lukas

Atlan Intrawelt 12Der Arkonide auf der Jagd nach Peonu - das ist nur die eine Seite des Romans. Er errreicht ihn nicht, bis er die Intrawelt verlassen hat. Er muss immer wieder Fallen überstehen, nur um schließlich festzustellen, dass er zu spät gekommen ist. Der Seelenhorter hat nicht nur die Seelenfragmente mit sich genommen, sondern auch den Flammenstaub.

Atlan muss warten, bis sich Teph wieder erholt hat. Erst dann kann er den Rückweg benutzen.

Im zweiten Teil des Romans, erzählt uns Leo, was Kythara währenddessen erlebt hat. Sie hat nicht nur Teph davon überzeugen können, Atlans Ausrüstung sicher zu verwahren. Sie hat sich auch an die Erkundung des Mondes gemacht und musste dabei feststellen, dass es kein Leben mehr auf dem Mond gibt. Oder zu geben scheint, denn plötzlich entdeckt sie ein Raumschiff, das aus fünf verbundenen Kugeln besteht. Das unheimliche Schiff, das ihr Widerstand entgegensetzt, lässt sie erst einmal links lieben.

Sie kommt mit einem merkwürdigen Volk aus Zweiheiten in Kontakt, Wesen, die immer als Paare auftreten und die offensichtlich ebenfalls ein Zusammentreffen mit dem Seelenhorter haben, denn auch sie haben ein Stück ihrer Seele verloren und viele von ihnen haben deswegen gegen die Regeln ihres Volkes verstoßen. Sie sind freundlich zu Kythara und die Varganin vertraut ihnen.

Dann macht sie sich auf den Weg in das merkwürdige Schiff, das wohl dem Fremden gehört, der sich als Schiffsbrüchiger getarnt hat. Und diesmal kommt sie ins Innere. Das Schiff ist aber besonders abgesichert und der Mechanismus bedient sich aus ihrem Gehirn, erschafft Magantilliken, den Henker.

Nur indem sie ihren Körper verlässt, kann sie sich dem Tod entziehen. Der entseelte Körper wird von dem Schiff wieder ausgestoßen und Kythara nimmt ihn wieder in Besitz, aber sie ist vollkommen kraftlos.

Als sie diesmal wieder zu sich kommt, stellt sie fest, dass sie ein Problem hat. Ihr Kopf ist mit etwas anderem vereinigt und dieses andere ist eines der Wesen aus dem Schiff. Sie erfährt nun auch, wie die anderen Wesen auf dem Mond gestorben sind. Die Zweiheiten haben versucht, weitere Wesen einzubinden und Dreiheiten zu schaffen, um ein Stück Seele wiederzubekommen. Und mit Kythara ist es ihnen zum ersten Mal gelungen. Die Varganin ist angewidert, kann aber nichts gegen die anderen unternehmen. Und so lässt sie sich auf ein gefährliches Spiel ein, bei dem sie beinahe von den Wesen aufgesogen wird. Beinahe wäre sie wirklich zur Dreiheit geworden, wenn nicht das fehlende Seelenfragment der Zweiheit gewesen wäre …

Als Peonu kommt, hat Kythara die Macht über die Dreiheit übernommen. Gehorsam helfen die Wesen dabei, Atlan einzufangen und Kythara kann es nicht verhindern. Also veranlasst sie, dass man sie wieder voneinander trennt, was ihr aber tatsächlich schwer fällt. Und wird so zur Kavalerie für Atlan.

Der wird währenddessen im Schiff des Seelenhorters von der Wahrheit eingeholt. Denn Peonu ist schlauer, als Atlan dachte. Er hat nämlich gar keinen Flammenstaub mitgenommen. Er hat Atlan benutzt, um den Flammenstaub herauszuschaffen. Und nachdem der Flammenstaub eine Weile braucht, bis er wirklich wirkt und seinem Träger Glück bringt, hat Atlan nun schlechte Karten. Denn das Schiff will auch ihn mit seinen Ängsten umbringen. Maahks sind seine Ängste und der Erstickungstod in der Methanatmosphäre ihrer Welt … Und es gelingt ihnen auch fast, aber da taucht Kythara auf und zieht einen Teil der Macht des Schiffes auf sich. Fortan muss sie sich wieder Magantillikens erwehren …

Atlan gibt Peonu ein weiteres Seelenhäppchen zu fressen, und zwar seinen Extrasinn. Und an dem verschluckt sich der Seelenhorter, so dass er schließlich alle Seelenfragmente des Arkoniden zurückgibt. Zusammen mit Kythara flüchtet er schließlich. Aber die Varganin ist schwer verletzt und am Ende ihrer Kraft …

Kritik von Ralf König

… so sehr, dass sie nicht überlebt. Und das ist der Teil, der ärgerlich ist. Nicht so sehr, dass sie überhaupt stirbt. Es zeugt von Mut, wenn man sich von ganz besonderen Hauptfiguren trennen kann. Nein, das ist zwar traurig, aber es ist trotzdem irgendwo bewundernswert. Allerdings finde ich schon, dass es Kythara verdient hätte, nicht 10 Bände lang auf Eis gelegt zu werden - um dann einfach abgeschoben zu werden. Der Abschlussband der Varganin war klasse, keine Frage, und ihr Ende absolut bewegend geschildert. Aber ein kleiner Nachgeschmack bleibt doch. Sehr schade, dass so viel Potential der Varganin einfach verschenkt wurde.

Fazit

Trotz allem gefällt mir aber der Roman sehr gut und die Serie wird zu einem würdigen Abschluß gebracht. Leo Lukas ist eindeutig eine Bereicherung, nicht nur der PR-, sondern auch der Atlan-Serie. So macht Atlan Spaß. SEHR GUT.

Intrawelt

1. Wächter der Intrawelt
2. Vorstoß in die Intrawelt
3. Der Seelenhorter
4. Gefangen im Himmelsnetz
5. Konvent der Händler
6. Das dritte Gesetz
7. Im Hort der Drieten
8. Die Architekten der Intrawelt
9. Das Symbol der Flamme
10. Wanderstadt Aspoghie
11. Die Kathedrale der Rhoarx
12. Atlan, Bote des Flammenstaubs

This page is part of PROC Community. There are many other interesting projects at the PROC Community:

News:

×