7. "Angriff der Togronen" von Michael H. Buchholz
Sie erreichen ein fremdes Sonnensystem. Auf der Oberfläche des Planeten scheinen wesen zu leben. Wesen, von denen sie zumindest eines auch schon kennen gelernt haben. In der Station der Lordrichter auf Sothin war das. Die Togronen schlachten gerade die unschuldigen Bewohner eines Planeten ab. Atlan gefällt das nicht letztendlich verhindern kann er es aber auch nicht. Dafür muss er erstaunt feststellen, dass ankommende Verbände der Zaquoor keine Zeit verlieren und sich auf die Togronen stürzen. Das hindert aber beide Parteien auch nicht daran, sich trotzdem deutlich gegen die AMENSOON zu stellen. Da wendet sich plötzlich das Blatt. Ein varganischer Großraumer greift an. Wo er plötzlich herkommt, ist doch sehr unklar. Auf jeden Fall befindet sich an Bord ein alter Bekannter. Kein geringerer als Veschnaron ist an Bord, das wissen die Besatzungsmitglieder aber noch nicht. Das Schiff kommt Kalarthras aber bekannt vor. Immerhin war es auch das Flaggschiff der damaligen Expedition nach Gantatryn. Kommentarlos vernichtet der Fremde die Angreifer. Auch wenn Atlan das nicht sonderlich gefällt. Er sendet ihnen eine kurze Nachricht mit Koordinaten, dann verschwindet er wieder. Sie fliegen hin, obwohl Gorgh ihnen die Gründe aufzählt, warum es sich wohl um eine wohl präparierte Falle handelt. Veschnaron erklärt, dass er mit der GANTA vor nicht allzu langer Zeit erst in die Galaxis Dwingeloo zurückkam. Er hatte wohl eine Vorahnung. Er erklärt, dass Haitogallakin, ein Forscher der Varganen, permanente Verbindungen zwischen dem Universum der Varganen und dem Standarduniversum schaffen wollte. Diese Forschungsstationen scheinen auch das Ziel der Lordrichter zu sein. Sie wollen sich der Forschungsergebnisse bemächtigen und sie für ihre Zwecke einsetzen. Auf Galadat sollen sich wichtige Unterlagen von Haitogallakin befinden, weswegen er dorthin fliegen will und den Gefährten anbietet, ihn zu begleiten. Kalarthras glaubt nicht an eine Falle, deswegen ist es auch ziemlich schnell aus der Diskussion, dass man eventuell doch nicht mit Veschnaron kommen könnte. Er zweifelt einfach an, dass Varganen Geheimnisse auch verraten könnten. Aber Veschnaron macht sich auch durch seine merkwürdig schwächliche Konstitution weiterhin verdächtig und er kann das Schiff kaum steuern, obwohl Veschnaron angeblich ein guter Pilot sein soll. Aber das Schlimmste: Er erkennt Kalarthras überhaupt nicht mehr. Natürlich könnte es auch an der zunehmenden Verdunklung des Varganen liegen. Auf Galadat angekommen, machen sie sich auf eine erste Erkundung. Untergegangene Ruinen der Rhoarxi-Zivilisation übersäen den Planeten. Es gibt nur einen Bereich neben einem Quecksilbersee. Atlan beschreibt die Umgebung und lässt sie auf sich wirken. Veschnaron hat es sehr eilig mit der Erkundung, entscheidet sich dann aber spontan doch dazu, lieber erst einmal eine Pause zu machen. Er ist erschöpft. Kythara nutzt Überrangbefehle von Kalarthras dafür aus, an Bord der GANTA nach Hinweisen zu suchen und wird auch fündig. Aus den Logbüchern gehen Informationen hervor, die den Verdacht Gorghs und Atlans erhärten. Veschnaron steht mit den Lordrichtern und den Zaquoor in Verbindung. Die Lordrichter arbeiten offenbar am Projekt Durchbruch, um Zugang zum Mirkokosmos zu erhalten. Sie haben dafür sogar schon eine gesamte Sternengruppe verkleinert und auch wieder vergrößert. Veschnaron kommt offensichtlich alleine nicht in die Station hinein und benötigt die Unterstützung Kytharas dafür. Atlan und Kythara helfen ihm auch dabei, allerdings mit dem Hintergedanken, ihn danach zu überwältigen. So überwinden sie die offensichtlich für Varganen ausgelegte Hinweiskette erfolgreich. Auch hierbei zeigt Veschnaron wieder erstaunliche Schwächen. Als sie dann in die Station eindringen, sind plötzlich viele Gegner da. Die Anzüge aus den Beständen der GANTA wollen auch nicht mehr (ach was? ;-)). Sie kündigen ihre Gefolgschaft auf weil sie offenbar manipuliert wurden. Und Veschnaron ist plötzlich ein gänzlich anderer. Er entpuppt sich als Gestaltwandler. Er hat Atlan und Kythara in die Falle gelockt. Es sieht ziemlich schlecht für die beiden aus … FazitEin erstaunlicher Roman, der eine Menge zu bieten hat. Michael H. Buchholz hat bereits im Obsidian-Zyklus einen sehr lesenswerten Beitrag geleistet und mit "Angriff der Togronen" knüpft er nahtlos an seine gute Leistung an. Und noch mehr: Der Roman vermittelt zur Abwechslung einmal nicht das Gefühl, er wäre dazu geschrieben worden, die Handlung lediglich zu strecken. Nein, die Geschichte hat viel mehr Überbau, als man ihr auf den ersten Blick ansieht. Denn zunächst scheint alles beim Alten. Atlan, Kyhtara und Gorgh fliehen, schießen, kämpfen und lassen das Schiff sich reparieren. Zwar gut gemacht, aber halt das Übliche. Dann tatsächlich eine Abwechslung: Ein riesiger Oktaeder mit Veschnaron an Bord - aber auch der Warnung Gorghs, dass es sich um eine Falle handeln könnte. Was sich dann ja auch bestätigt. Und schließlich eine gelungene Passage über die Lösung eines Rätsels, gleichzeitig aber auch dem Zuschnappen der Falle, ein Roman, der langsam immer spannender wird und am Ende wirklich das Interesse weckt, wie diese Geschichte denn nun aufgelöst wird. Ganz einfach: Der Arkonide und Kythara werden gefangen genommen. Von einem Gestaltwandler, der offenkundig für die Lordrichter arbeitet. Sie sind sauber in die Falle getappt, obwohl sie gewarnt wurden. Da stört es auch fast nicht, dass mal wieder die Technik versagt. Diesmal ist es wenigstens sinnvoll in die Geschichte eingebettet. Vielmehr freut es, dass Technik so durchaus erfreulich eingesetzt und sinnvoll verwendet wird. Ich bin nicht unbedingt ein Freund (und schon gar kein Spezialist) von Technobabbel. Aber hier erscheint er durchaus intelligent verwendet, wertet die Geschichte auf, ohne nennenswert zu stören. Und zumindest mir erscheinen die Schilderungen auch schlüssig (Was nicht unbedingt ein Maßstab ist ;-)) Atlan verhält sich absolut nachvollziehbar und ist sehr gut charakterisiert. Auch sein Verhältnis zur Varganin ist schön dargestellt. Ebenfalls bemerkenswert, wenn man den Vergleich zu anderen Romanen im Zyklus zieht. Insgesamt ist der Roman recht unterhaltsam und weckt endlich wieder einmal die Neugier auf eine Fortsetzung. Michael Buchholz beweist, dass er Atlan sehr gut kennt. Davon darf gerne mehr kommen - SEHR GUT. |
Der Dunkelstern
1. Das Ewige Leben der Garbyor |

Auf der Flucht vor den Truppen der Lordrichter - Atlan und Kythara an Bord der AMENSOON erleben das Gefühl immer wieder. Die Verfolger aus dem Volk der Zaqoor schaffen es immer wieder, an die AMENSOON heranzukommen. Dafür muss es einen Grund geben. Atlan ist sich dessen sicher und verdächtigt Kalarthras, der ja immerhin schon intensiveren Kontakt zu der schwarzen Substanz hatte. Aber Kythara ist nicht so überzeugt und Atlans Eifersucht, die er immer noch zeigt, kommt ihr auch eher lächerlich vor. Trotzdem, irgendeinen Grund muss es geben. Dass Kalarthras anbietet, das Schiff zu verlassen, lehnt Kythara aber doch ab. Durch ein Raumbeben können sie schließlich entkommen.