9. "Der Turm des Denmogh" von Achim Mehnert
Gorgh-12 macht sie auf das Saqsurmaa aufmerksam. Emion ist wieder bei sich und erkennt Atlan. Emion erkennt die Aura Atlans als ähnlich der von Litrak an und reagiert entsprechend auf den Arkoniden. Allerdings kann er ihm auf seine Fragen praktisch keine Antwort geben. Er kennt seine Fähigkeiten nicht, weiß nicht, welche Rolle er an Litraks Seite gespielt hat. Außerdem weiß er auch nicht, wie er in diese Zeit gelangt. Er hat keine Ahnung, wie er in die Box gelangt ist. Atlan kann ihm zumindest erzählen, dass weit über 500 Millionen Jahre seither vergangen sind. Emion interessiert das allerdings nicht sonderlich, er schnappt sich lieber einen Stuhl und isst ihn komplett auf. Er scheint eine Art Konvertermagen zu besitzen und kann insofern alle möglichen Materialien verwerten. Contelapo ist unterdessen sehr darauf erpicht, das Problem Azarete endlich lösen zu lassen. Deshalb gibt er Anweisung, den ungeliebten Sohn beseitigen zu lassen. Außerdem würde er sehr gerne wissen, wie die falschen Götter es geschafft haben, ihm die Schau zu stehlen. Denn eigentlich ist er überzeugt, dass er der einzige sein sollte, der über diese Fähigkeiten verfügt. Aber auch die Varganin kann offensichtlich mehr, als ihm lieb ist und das kann er natürlich nicht zulassen. Also beschließt er, das Problem der Götter endgültig zu lösen. Er kommt darauf, ihnen einen verspäteten Begrüßungstrunk anzubieten. Natürlich durchschaut Atlan den Plan des Herrschers und auch Kythara versteht sehr wohl, was er beabsichtigt. Also laden sie ihn und sein Gefolge ebenfalls zu dem Umtrunk ein. Aber angeblich können nur Götter diesen Trunk zu sich nehmen. Also erfindet Atlan schnell eine Ausrede, nämlich, dass in ihrer Gruppe nur er das Vorrecht hat, die Flüssigkeit zu trinken. Sein Zellaktivator hilft ihm dabei, das Gift in der Flüssigkeit zu neutralisieren, was ihn in den Augen des Herrschers nur noch unheimlicher Macht. Contelapo äußert sowohl Unglauben als auch Ablehnung und auch Atlan schafft klare Verhältnisse, indem er ihm klar macht, dass er ihm nicht traut. Azarete ist in Gefangenschaft geraten, als er sich gerade allein auf dem Weg zu seiner Gemahlin machen wollte. Die beiden Wachen wollen ihn festhalten, als plötzlich Dantino erscheint. Er tut so, als würde er gegen Azarete arbeiten, was ihm die Wachen zunächst nicht glauben wollen. Aber er macht ihnen klar, dass sie wohl kaum den Gedanken ihres Herrn und seines Beraters folgen können. Also lassen sie ihn herein - und bezahlen dies mit ihrem Leben. Azarete glaubte schon nicht mehr an den neuen Freund und ist sehr erleichtert, als er erkennt, dass Dantino ihn nicht verraten hat. Bei der Flucht durch die unterirdischen Anlagen, treffen sie auf weitere Anhänger Contelapos, die sie verfolgen. Sie verstecken sich ausgerechnet in einem Raum voller Artefakte. Diese wenden sich gegen die Verfolger Azaretes, was der kaum begreifen kann. Er hat Glück gehabt, auf diese Weise ist er alle Verfolger losgeworden. Contelapo will inzwischen einen zweiten Teil seines Konzils einberufen. Dabei will er noch einmal den Denmogh beschwören und diesmal endgültig klar machen, wer Herr auf dieser Welt ist. Atlan und Kythara wollen aber diesmal nicht defensiv bleiben sondern sich im Schutz ihrer Deflektoren dem Kardenmogher nähern und ihn aktivieren. Grogh-12 und Emion folgen ihnen einfach durch die Menge. Azaretes und Contelapos Anhänger fangen einen regelrechten Bürgerkrieg miteinander an, den Atlan beendet, indem er sich kurz sichtbar werden lässt und aus der Luft angreift. Er paralysiert mehrere der Angreifer und macht so klar, dass er eher auf Azaretes Seite steht. Dann verschwindet er scheinbar wieder im Nichts. Die Anhänger Cantelapos sind wie erstarrt. Der Priester beschwört wiederum den Denmogh, aber Kythara mischt sich diesmal sofort ein und nimmt Kontakt mit dem Kardenmogher auf. Der akzeptiert alle Codes, die sie ihm nennt, und lässt Atlan und Kythara eintreten. Im Eingangsbereich werden sie der angekündigten strengen Prüfung unterzogen. Viele Fragen werden gestellt, die Atlan und Kythara abwechselnd beantworten müssen und können und so kommen sie dem Ende der Prüfung immer näher. Aber die letzte Frage kann der Arkonide nicht beantworten und auch Kythara nicht. Wie nannte Litrak den Schmiegschirm des Urschwarms Litrakduurn? Atlan merkt, dass er zwar vieles weiß, aber aus dem letzten Abenteuer ausgerechnet diese Information nicht mitgenommen hat. Aber er erinnert sich an die erste Unterredung mit Emion und an ein Wort, das das Saqsurmaa sagte, kurz bevor es sich wieder schlafen legte. Dieses Wort verstand der Arkonide nicht, aber da ohnehin alles verloren ist, geht er das Risiko einfach ein. Er nennt das Wort Dapsorgam als Antwort und damit werden sie als Berechtigte anerkannt. Der Kardenmogher lässt sie ins Innere und will sofort mit ihnen starten. Kythara versucht verzweifelt, den Kardenmogher noch für einen Augenblick aufzuhalten. Aber es gelingt nicht. Wenigstens kann sie den Traktorstrahl aktivieren und damit Gorgh-12 und Emion an Bord holen, die am Rande des Platzes warten. Aber sie müssen hilflos mitansehen, wie Contelapo versucht, Azarete zu töten. Als es fast zu spät ist, zuckt ein Blitz aus dem Kardenmogher, der Contelapo vernichtet. Der Denmogh mit dem fremden Gott an Bord hat ihn gerettet - und somit trägt Atlan zur Legendenbildung auf dieser Welt bei. Der Kardenmogher aber lässt sich nicht aufhalten. Er ist vieles, unter anderem auch ein Raumschiff, das Überlichtgeschwindigkeit erreichen kann. Und so verschwindet er im Hyperraum, mit unbekanntem Ziel. FazitKomischerweise ist im Personenkasten aus Azarete (Sohn von Contelapo) plötzlich ein gewisser Enteran geworden. Ob der im Roman überhaupt auftaucht? Auf jeden Fall ein kleiner Fehler. Und das ist durchaus bemerkenswert, denn sonst ist nicht sehr viel an dem Roman auszusetzen. Achim schreibt eine Geschichte, die viel Tempo hat und genau da weitermacht, wo Nicole mit ihrem Cliffhanger aufgehört hat. Alles ist stimmig, es scheint keine Probleme bei der Übergabe gegeben zu haben. Die Geschichte, die Achim Mehnert erzählt, ist sehr spannend, gut erzählt, weist Personen auf, die sehr gut charakterisiert sind und erfüllt somit einen hohen Anspruch: Sie unterhält. Kein Vergleich mit dem eher langweiligen Erstling in der Atlan Miniserie um Omega Centauri, hier zeigt der Kölner Autor, was wirklich in ihm steckt. So macht Atlan Spaß. Auch wenn Achim weniger gefühlsbetont schreibt, als seine Vorgängerin und Tesea so ziemlich auf der Strecke bleibt. Und auch wenn es schon ein ziemlicher Zufall ist, dass ausgerechnet das von Emion ausgesprochene Wort die Lösung für alles ist … Aber Zufälle sind in Perry Rhodan andererseits auch nichts wirklich neues. Ein weiterer Kritikpunkt dieser Geschichte hat eher mit der Einbettung in den Gesamtzusammenhang zu tun. Atlan und Kythara auf Welten von irgendwelchen Wesen gegen irgendwelche Wesen, das ist ein Strickmuster, das sich leider viel zu oft wiederholt. Sie haben nun endlich den Kardenmogher gefunden, das ist immerhin etwas, und glücklicherweise mussten sie dazu nicht einmal nach Varxodon. Erstaunlicherweise lässt der Titel des Nachfolgers aber vermuten, dass uns ein Ausflug zur Zentralwelt der Varganen trotzdem bevorsteht. Denn die Flucht geht nach Varxodon … Es wäre nun doch schön, wenn es mal gegen die Lordrichter gehen würde, denn immerhin heißt der Zyklus so. Außer einem sehr kurzen Auftritt war den Namensgebern aber bisher noch keine besonders tragende Rolle vergönnt. Es bleibt die Hoffnung, dass die Flucht nach Varxodon möglicherweise direkt zu den Lordrichtern führt, immerhin war auch der Kardenmogher nicht da, wo er eigentlich sein sollte. Erfreulich wäre das in jedem Fall, denn immerhin folgen nur noch drei Romane, dann ist auch dieser Zyklus bereits wieder zu Ende. Bemerkenswert ist auch das Titelbild. Hank Wolf hat wiederum außergewöhnliches geschaffen. Arndt Drechsler, der die vier vorhergehenden Bilder geschaffen hat, war ebenfalls überzeugend, aber mir persönlich sagt Hank Wolf eher zu. Übrigens ist die teilweise Begeisterung über Arndt Drechsler doch einigermaßen erstaunlich. Ralph Voltz hatte doch einen sehr ähnlichen Stil - und der wurde bevorzugt kritisiert. Wiederum: meiner persönlichen Meinung nach zu Unrecht. Andererseits sehen Arndts Bilder auf dem Covern der Sternenfaust anders aus. Aber wie auch immer, dank Hank Wolf wissen wir jetzt immerhin, wer die Rolle Kytharas bei einer eventuellen Verfilmung übernehmen müsste - das kann nur Drew Barrymore sein. Und irgendwie passt das auch - eine golden angepinselte Drew, das ist eine Vorstellung, bei der einem warm ums Herz wird ;-). Schön ist allerdings, dass auch der Arkonide so seine Probleme hat, wenn er mit einer Frau umgehen muss, die so viel älter ist als er. Da wird selbst der alte Admiral ziemlich menschlich. Der Turm des Denmogh hat jedenfalls einige Erwartungen übertroffen. Wirklich GUT, was Achim uns hier bietet. |
Die Lordrichter
1. Kytharas Erbe |

Greifbar nahe steht der Kardenmogher vor Atlan und Kythara. Sie können im Augenblick allerdings nichts anderes tun, als sich zurückzuziehen und abzuwarten, wie es auf dieser Welt weitergehen wird. Also begeben sie sich wiederum in die Quartiere, die ihnen bereits zuvor zugewiesen wurden. Dort werden sie bereits erwartet.