Wenn Du den Emu am Himmel siehst

Elizabeth Fuller
Wenn Du den Emu am Himmel siehst

Titelbild Wenn Du den Emu am Himmel siehst

Eine Reise auf die andere Seite der Erde. Elizabeth Fuller entschließt sich gegen den Rat ihrer Mutter dazu, ihren Mann in Amerika zu lassen und allein mit ihrem Sohn nach Sydney zu ziehen. In Manly findet sie eine vorläufige Heimat. In einem Haus, das Freunde für sie angemietet haben, will sie sich entspannen, nach all den Problemen, die sie in den USA in der letzten Zeit hatte, abschalten können.

Da ist nicht nur die Tatsache, daß sie den Tod ihres ersten Mannes noch nicht ganz verarbeitet hat. Vor allem macht ihr Probleme, das ein von ihr geschriebenes Stück kein Erfolg am Broadway werden konnte. In diesem zwei Personen Stück sollte neben ihr ein guter Freund spielen, der das Stück sicher zu einem Erfolg gemacht hätte. Dazu kam es aber nicht mehr, durch seine Erkrankung an AIDS konnte er die Rolle nicht mehr spielen. Nun sieht er einem ungewissen Schicksal entgegen.

Natürlich sind diese Probleme anfangs gegenwärtig und begleiten Elizabeth Fuller, die das Buch aus ihrer eigenen Perspektive schreibt, mehr als ihr gut tut. Auch der Besuch ihres zweiten Mannes kann nur kurzfristig ablenken und sie ist eigentlich schon überzeugt davon, daß sie wieder nach Hause fliegen wird, als einige mysteriöse Ereignisse in ihrem Haus plötzlich einen EInfluß auf ihr Leben gewinnen.

Wie sich herausstellt, wurde das Haus auf heiligem Boden errichtet. An dieser Stelle sind Aborigines begraben worden, einer davon ein Magier, die nun in ihrem Haus spuken, immer noch dort gegenwärtig sind und so wacht sie durch Musik und Schritte in ihrem Haus auf. Die Musik entpuppt sich als das Spiel des Didgeridoo, eines traditionellen Instruments der Aborigines. In Redfern schließlich trifft sie auf Max Eulo, der selbst Aborigine ist und ihr näheres über die Geheimnisse seines Volkes mitteilt und außerdem mit dem Geist redet, der sich in ihrem Haus aufhält. Und so erfährt Elizabeth Fuller, daß ihre Bestimmung ist, mit Max in das Outback zu fahren, die sogenannte "Mulga", wie die Aborigines dazu sagen. Dort wird sie von Max in dessen Familie eingeführt werden und "Back O'Bourke", also ganz weit von der Zivilisation entfernt, lernt sie ein Australien kennen, wie es nur selten einem Außenstehenden zugänglich gemacht wird.

WIRD FORTGESETZT

Fazit:

Das Buch ist auf dem Klappentext als wahre Geschichte vorgestellt worden, aber dafür gleitet es ganz schön ins phantastische ab. Dies ist aber durchaus passend, denn die Traumzeit Australiens ist auch heute noch ein ungelöstes Geheimnis. Elizabeth Fuller bringt uns ein kleines Stück in dieses Geheimnis hinein, erzählt uns ihre Geschichte und gleichzeitig die Geschichte der Ureinwohner eines Kontinents, der sogenannten "wahren Menschen". Dabei beschreibt sie den fünften Kontinent auf eine Weise, die nur jemand nachvollziehen kann, der selbst schon einmal dort gelebt hat. Für jeden, der Australien kennt, ist diese Buch ein Muß. Und wer es nicht kennt, der sollte trotzdem einen Blick hineinwerfen, alle Vorbehalte ablegen und einfach nur genießen.

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